Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 40 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4908862-5999336-6000696--0521-4909246- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
vieler ttN. u werder wären n*lif 158 jcbtifU'n Ijat tudu die verdiente Derbrfiuing erbald sn andrer Theil scheint mir nicht-ganz dem beabsick :tv)Xt: Zrvecke eutsprech-nd. — Wie verfchteden Vage« gen m ßten die Leiftung-n dieser so reichbeg. b^en Talente we in sie tcr Unterstützung des Iuv^nfbums sicher D o lüriside Luerälur- Gesellschaft j iß es' aber, die ve kräste :effcl:en im Vorhinein für jüdische und tstftonich-romantiscke Literatur-ck'estlmm'c Iudenrdum bald keinen Mangel )aS » nterstützende Iudentbuu» repräienl ebrn l Vorfteber des Instttuts einen T!ejl der Gelvdurfte Vas nothnjendig B,;iti; und wenn Iu^endschriflen dürren, so an . diesen so n uns nützlichen. Schritten zu leiden haben, t er erj aunlicken Verbreitung. wilcke va^-Institut dereilF- >ewo» ncn lai.-' braucki. »u»o auch für leie noch größere Zerbr üung der von uns verlangten Schriften nicht bange zu r erden. — So weil im Inkereßo deS Judenthunl; .! * - 5 ber jutb das Interesse des Instituts tt^irde in ganz Weiie durch unfern Vorschlag befördert »vorder». besor :erer Den che» Inte mir Wol l sein rbei! fche nen Ai seb das Rc t nachgerade erhielte das Institut eines» j voikstbümlü l5bar rs,en meiden über kt,,. und es »nüpre mit den Sv Zfradlo .sehr arg bestellt sein. ^Händen'»»»greisen würde, wo r Ai»,eck bandelt! Wir glaub irsparbieen und r?enu es nicht ,s stch um das » 'im G.-gendie ihnen Ächtung bei den gesitteten Nationen verschafft. Die Verbesserung ibrer materiellen Derfaffung ist nie eber gesichert. biS die Völker, nach und nach von Vorurtbsilen gereinigt, einseben lernen, daß sie selbst durch milde -Gesetze die! Hand zu einer Verbrüderung reichen müssen, wdlche die ganze Verfassung des jüdischen Klaubennur empfiehlt , ibr keineswegs im Wege stebt. Wenn wir zuerst in inlettecklittter Rücksicht einen Blick aus die außereuropäischen Völker lichte»/ so finden 'vir die eben gemachte Bemerkung so gerechkserngl. daß durchaus kein Zweitel mebr darüber schweben kan». Die europäischen Juxen sieben im Allgemeinen auf einer Bildungsstufe. zu der die Vervollkommnung der Israeliten in anderen Welttbeilen bei weite,»» nicht binauireichr. Freilich wird'Man anmerke». daß die Israeliten in Polen binter ihren Glaubensgenossen anderer Länder. Deutschlandinsbesondtre. bedeutend zurücksteben. Aber eben jenes Zunickbleiben in der ImeUiaenz wird nur dadurch befördert, weil Porunbetle den Blick der Regierung umwölken. und 1k mit Gesetzen unv Einrichtungen zögern, ricionst überall;nm H.il rer christlichen wie rer jüdischen Bevölkerung aewirsr baben. - ..Unter dem Schutz der Fürsten und Völker Deutsch, lands^ die den Funken der Aufklärung, die im vorigen eugt sein zu dürren, daß das Institut einen ganz! Iabrliunrert so schnell fick -zeigte, klug zu besvabren .and rn Ui »sang gewänne, sobald nur erst sin j,Fe,- jüdr- Hau «vaker die Neberzeugung .bekäme.! haß ev für sei Geldbeitrag 2 -3 Bändchen erkält, rfe seine iütz'en können! -! - kleine der enützen Der t'tise Begründer dieses Instituts ist übrigens zu mit en Bedürfnissen des Iukenlbums! vertraut, als eS ü S beikoinmen sollte, unsre Snmötze bis zu einein de z r erbeben. Un»'re Stimme war einfach die Stimme untres H rzenS, unv der geneigte Leser möge auch Viesen Ar ssatz s» r gar nichkd Anderes binnebmen^j. —' dit Judr'N im jetzigen P^rfien. Wen sein eS überbaupl vem Weltbürgers nicht gleichgül. ann. sich mit dem gegenwärtigst außereuropäi- Ü en Z« lande eines Volkes bekannt zu lachen, das. in aste Tbe le zerstreut, durch die mannichfa! igsten Schickun- Allem aber durch die stete Erhalt mg seines Glaukwürdig war unv iS: so ist eq grwiß für den g n, vor d nS me I raelitr höchst interessant and sogar nort wendig, die vers »iedenei scher seir MINtlt Äb.< r-erden ie«e Nachrichten dem Israeliten ' t wird Nachrichten, welche in den letzen Zah'rzebenden in anderen Welltheilen wohnenden Brüder gewurden, in diesem Blatte ve nickt bloS in patriotischer Hins stch auch hier zeigen, daß tk; Zölker > mmer Hanv in Hand gebt mit iorlsckri inigt zu üben, t. so zu sagen, illkommen fern; Crvilisation der en intellektuellen ten der Juden, und daß diese wiederum eS ist. S lir baben uns ja in dieser Beziehst»- auch , schon ans» e i. Sflftu — gute Jugend- und »olksschritte, sind es»r»cheh. chwercr n schreiben, all aeübrte Lbhandl^ge». und sie Sachen nicht aus der L-anb. Allein es wird such hierAr gesorgt de».!> Redact. und anzuiachen wußlcn, »vard im Verein, mit der rolirischen -Verbesserung der Israeliten auch ibre sittliche vollbrachr. So npicii diele »;urn Ruti'. so bereicherte sich ibr Geist, verfeinerten sich ibr: Sitten. In ibren Verh'lknissen unler sich gut und wohlwollend, gaben üe sich sogleich Müde. eS auch gegen Andersgläubige m sein. So lange sie von ehrlichen Gewerben ausgeschlossen waren, durste man den Gewinn, den ein sckmuziger Handel abwarf, ibnen. verargen? Befreit von dem Zock, welches sie rrc'ickte. werden sie nicht ermangeln, sich der öffentlichen Ächtung fäbig zu machen!" So prophezeite die Quarters Review im Zabre 1828.- Und ist diese Weissagung nicht vollkommen in Erfüllung gegangen? Wahrlich, wo nur engherzige Gesetze unv sebaeliche Vorurrheile so ries gewurzelt sind, daß sie dag ^Bessere zu erkennen nickt zulassen, rnn; da gebt die moralische Verbesserung — wenn wir die Beziebnng der Israeliten zu anderen Völkern so nennen wollen — langsam von Statten. Wo ibnen freundlich die Hand zur Vereinigung unv Bruderliebe gereicht wird, da wirkt ein solcher Entschluß »vie ein elektrischer Schlag auf ibr wohlwollendes Gemüth unv aus ihre Liebe zur Aufklärung.' - ' HLaS Wunder also, wenn in anderen Welitbcilen vie intellektuelle Bildung der Israeliten noch nickt die ungeheuren Fortschritte gemackl hat. wie in den gebildeten Reiche»» Europa's? Ooer vielmehr, wer »vürde so tho» richt sein, dieses zu verlangen? Ja. eS muß uns im Geqentheil überraschen, wenn »vir sehen, »vie doch im Allgemeinen bei ihnen, in Vcrhältuiß zu den Völkern, unter denen sie leben, die Morallkär sich fördert, wie Menschenliebe und Aufklärung bei ihnen rasch zuiiimmt, während ibre christlichen Miibrüder keineswegs einen bedeutenden Anlaß dazu geben, ja oft traurige Rückschritte geschehen in den Ländern, wo d't Toleranz nicht auS Grundsätzen Wurzel gefaßt zu haben scheint, sondern nur aus Herkommen und Gewohnheit.