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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 29 (1855) · p. Seite 114

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
29 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 114 (sequence 2)
Language
German
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114 müssen; n an zog es vor. sie mir Erpressungen, mir Steuern und 'Abgaben zu drücken und dein Armen noch Stramelder aufzulegen. ..Wer." sagt der, Midrasch, ..fick durch eine Dornenhecke durLarbeitet. bleibt während er an der einen Seite sich losmach». mir den Kleidern att der ander« bangen, gerade wie eS einem in Esau ö Reich ergebt.. 4 tan dal kaum die Grundsteuer gezahlt, wird das jtw. '1* eingeforderr, und während dies eingenieden wird, ist schon der Tribut-Ereculor da." «— „Edom wir» nie att; was dörrbin stießt, kebrr nie zu dem Eigentbümer zurück Die Edomssürstrn find Glelpireunde. darum sck »den sie Israel, und deshalb beißen 'bei Joseph ben Ii'aa die Juden die Steuergeplünderken. Die Geschichte d S europäischen Mittelalters bildet den Eommenrar zu di sen Sprüchen. Hab bab (Gib, qibider Ahn deS schwe bischen Hep t ep. ist der Drobruf res römischen Reich, o. rungen Gib. gib. rustn die 'Gottlosen, Geld berbei! Ibr Feldgeschrei. (Isaak bftlevi.) Gib. gib. sie sprechen. "Hin» keioer da zu brechen Den Ucbeimutb der Flechen. - A (Zebuka yaledi) Zn^hnlicher Weise sprechen Bin;amin. Abrabam. Rüben. 6 old der? Dieses Tbema des Tanchuma -wird rariirt n einer Unzahl ron Gebeten, die bald die schweren Ab aben schildern^ bald die willkürlichen Gcloiorde« und offenen Plünderungen. „Israel schreit wegen unerschr inglichek Abgaben; Ekom bat solche uns aufgelare« leichter« drängt und drückt und treibt ein;"» Herr, <r. daS 3och rer Sreuerberren!" — „Sie treiben Steuer ein und kommen mit Gewalt, wir verarmen." —: ..M.adh ba's 2sch." ruft Gerschom. „vermag ich kaum mebr zu trag n; miß ein," ruft sie. ..bring tüchtige Gaben.'" Abraham be > Samuel, Elasar ben Jehuda und Andere webklagen, mit d« ft Juden ibr Erworbenes genommen wird, und Amnai sagt, sie begnügen sich nichr mit Qcf Beschlagnahme der Häuser. Ueber wirkliche ArMukh klagen fast gleich;, ing Gerschom und Simeon. AuS allen Ländern erschall die gleiche Beschwerde. S lange Druck und Ausschließung etc; Juden noch nicht j u Gegenstände« von Kindheit an gewobuter Gering, schätz« g gemacht hatten, der Fanatismus noch nicht in die! Missen gedrungen war. lebten die Jude» mit ihren Mtbü gern in Frieden, denn es gab in rer Bevölkerung keiften 'eigentlichen Judenhaß. Ader die Geistlichkeit hat Alles aufgeboten, die Juden sittlich zu vernichte«, ihnen jede < svmpathie zu entziehen,-Nutzem sie jüdisch und teuf« lisch für gleich erklärte. Ja Svrjen wie in Frankreich Haber viele Christen die Synagogen besucht^ die israeliti» schen Feste mitgefeiert, oft jüdische Prediger und R chter den i risilichen vorgezogen; Juden und Christen haben sich einan »er besucht, zusammen gespeist, sogar sich untereinanver t whekratbet. Die Kwchenväter sind hierüber außer sich, Ediei' und Cooeilien muffen dreinschlagen. Mit be« steigend n -Ans,den des Mönchtbums, als Heiligsprechungen u»d Ürab-WaUfahrien zunabmen, sanken die Juden immer tiefei und nachdem Gesetz und Gewohnheit sie der äußer. sten Verachtung preisgetzeben, war es dem Pöbel leicht, die Hülslosen mit Schimpfnamen zu »erfolgen. Man nannte sie Hunde und verschonte sie mit keiner Beleidigung. „Wir werden beschimpft und angrspieen, wie Stra« ßenkolb behandelt, sitzen stumm i» Dinkel gleich Zeugen, die man auf Lügen ettappr, hören die Kränkungen, erwidern nichts." „Er waget Dir zu fluchen. . Angesicht» der Deinigen; Gegenrede darf ich nicht versuchen. Sie sind schon da. um mich da zu peinigen." (Abenefra.) Bei bevorrechteten Kirchen ist die Rede so gefährlich wie die Antwort. Der Spott ergoß sich besonders über die Messias-Hoffnung. Der Psalmist (Ps. 42. 4.) weint, man höhne lbn den ganzen Tag mit der Frage: Nun, wo ist Tein Gott? Diese Thränen fließen noch, sie wurden allen Svnaqogaldichtern auögepreßt, selbst der angesehene ChaSdai ben Isaak klagt in dieser Weise in seinen Brieten an die Ehasaren, und lang vor ihm der Midrasch. 4 (Thren. 76 b.) ,.O Here, wie sie spottet: Hoffet ihr noch, es wird gebauet? Verlassen bleibt er und verrollet, Und ihr vergessen, nicht mehr angeschauet." „Warum so elend, KönigSsohn? Klingt brr Molochdiener Hohn; Zeiten kommen und vergehen. Warum komntt nicht Zischai's Sohn? Will etz(r Gott aus den Höhen Euch empor mir Wundern tragend So saget doch, wenn wir fragen, .Warum zögern seine Wagen?" (Mose.) „Euer Messias geht langsam, rufen die blödsinnigen mir zu. ich heiße der in alle Ecken Geschleuderte, vergeben- Hoffende." Die Köpfe schütteln meine Dränger Und täglich bin ich ein Gefragter: „Elender Du und Geplagter, Hoffest Du noch länger?" Und wie man mich erblickt. „Träumer, heißt ,S, bist verrückt?'/ (Joseph b. Meir ibn Mohager.) „Sie sprechen: schon hofft sie nicht mehr, sie träumt Nicht mehr vom Heil, da eso lange säumt." (Jehuda halevi.) Mein Heil ich dachte. Sollten schauen noch die Hasser. „Es flieht, fle spotten, gleich der Wolke, Keine Hoffnung mehr dem Volke, Um welcherings umher es nachte." Beschämt ich höre, die Augen strömen Wasser. (Ungenannter.)

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