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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 29 (1855) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
29 (1855)
Date
1855-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Bolksvlatt. i ' » Zur v Belehrung und Anlerhatizing aus jüdischem stebiele. l ' . r $«t«iffctrtai von Rabbiner Vr. Ludwig Philippsou in Magdeburg. * ] lRo. SS. 1835 ] Von dies» geikschrifi erlch^ixt »tLeatlt» eine A>»«»k. Breit de< Jade Aan-t s Idle. BrerleljLdsig?'/, B«e. AU« BUmdandlungen. und grllun-ttxredinonea aeduien BeK»Uuu«en an. .ÄLVLÄ.- IL.Zahrg. S.Q&iartiL] Wir find die Arbeit-treuen.*) Handwerkerlted von Lndwtg August FeanN. Wir fitzen hier in weitem KreiS Der heilig heiterm Feste; Wir ruhen von der Arbeit Schweiß Als dankbar frohe Gäste. Wer ist e-, der unnoch verletzt: „Sie find die Arbeit-schenen!" Wir hämmern, mauern, zimmern jetzt, Wir find die ArbeitStreuen! Thor. Wir hämmern, mauern, zimmern jetzt, Wir find die ArbeitStreuen. Und ist kein eigen Hauzur Rast, Kein Acker unS beschieden; Wir bau'n die Hütte, den Palast, Versteh'» die Pflugschar schmieven. Doch Schwerter auch in Flammen rvth Zu schwingen und zu schweißen; Wir wissen, gilr'S der Heimath Roth. WaS Makkabäer heißen! > Eher. Wir wissen, gilt'S der Heimatb Roth, WaS Makkabäer heißen! Wir bau'n den Sarg, der Freude Saal Verzieren wir mit Prunke. Wir wölben fingend den Pokal Zu festlich heiterm Trünke. Erhalt' unS Gott der Arme Kraft Und in der Brust den Maubenf Wir schaffen auch. waS Einer schafft. Wer will den Mutb unrauben^ Ehor. Erbalt' un- Hott der Arme Kraft ' Und seinen Sinaiglauben! *) Scho« im vor. Jahrg. de» „jäd. volttbl." Ro. 30. Heilten wir ei« Lied mit. mit welchem», von Krankl gediehet, vo» Sulzer compoairt, die Zöglinge de» Dieser j&ö. Hasdwerkverets» bei» „Seder" beschenkt »„des; wir Hs» die» auch i» diese« Jahre. Allein! Ich zog zur hellen Stadt hinau». i . Im Bündel all' da- Meine; j* Die Fenster hell an jedem Hau» Im klaren Morgenscheine. Da dacht' ich still im Herzen mir: Au» all' den tausend.Scheiben , Winkt Niemand frohen Abschied dir, Kein leiser Wunsch, zu bleiben. Nicht wähl' ich, ob mir einer frommt Von all' den taufend We-en, Aus einer süße« Heimath kommt Doch keiner mir entgegen!. Ich steh' allein in weiter Welt, Mag. wo ich will erscheinen,. Und als ich kam in - weite Feld, Da mußt' ich heftig weine». Die Leiden.-' y Dr. Zunz hat so eben ein äuSführkiche- Wsrk über „Die synagogale Poesie de» Mittelalter-.' Berli^, ^1855." erscheinen lassen. Diese shnag. Poesie bestand \in Ptu» tim und Selichot. Diese brHen wurzeln aber sn den Leideenunfter Väter während de- Mittelalter-. Zvnz stellt daher an die Spitze seine- Werkeeine Darstellung dieser „Leiden" der Juden, und. nichtist angeweffener, alden Anfang derselben hier unseren Lesern vorzu^ legen. — ' Wenn eeine Stufenleiter von Leiden giebt, so hat Israel die höchste Staffel erstiegen; wenn die Dauer der Schmerzen und die Geduld, mit welcher sie ertrage» werden, adeln.-so nehmen edie Juden mit den Hochgeborenen aller Länder auf; wenn eine Literatur reich genaoat wird, die wenige klassische Trauerspiele besitzt, welcher Platz gebührt dann einrr Tragödie, die anderthalb Jahrtausende währt, gedichtet und dargestellt von den Helden selber? Die Zerstreuung btt Juden, an und für sich schon ein Unglück, zumal bei ihrer Sehnsucht, nach Bereinigung, hätte eine» menschlichen Gemüthe Achtung und Müde ein» flöße» solle»; w»äe ja bei ihnen der Fremde geschützt. Die Geringe», die Schwachen hätten Schutz hervorrnfm V

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