Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 27 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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1t« stand ih Mai Religion stostgteit hen, bis , druvgen Frauen inen folhen Antzpand, der mit ihre« BeßHthume im grellj eo Wid rspruch steht, dadurch aber den Wohler Kami ien untergraben. — »der JndifferentiSmuS. man klagt über Eitle Klagen! Da» wird so fongeer echte jüdische Mütter baden, Mütter, schreit wir wie» die von den En ndsätzen unserer heiligen Religion durchsinv. 2 ur eine fromme Frau vermag einen für die Aelizion lar en Mann auf bessere Wege' zu dringen; nur eine fromme Mutter wird ihre Kinder religiös erziehe»; nu eine ft orstme Hausfrau wir» ihren HanShalt auf weife Smrfamket an» auf jene Einfachheit gründen, die mit Pr» aksuchr. i ichr» gemein hat. Dru a Erziehukjg mehrere kann Mi dades se n lob Hein n sie eurrr daran» unsere» wie ihr« muchig lem mit ihr E tern, gebt euern Töchtern 'eine jüdische Wähnet nicht, e» sei schon genug, wenn sie Sprache» radebrechen, malen und Mlstiriren. Man chönste > Künste und Wissenschaften üben, ohne er Rel gion fremd zu fein. — Wir haben gott- Man, el an guten ErbauuugSbüchern. Schaffet Töchtern an, damit fie Nutzen fü» ihren Eeist ziehen. Gebt euern Töchtern ein Geschichtsbuch LolkSsta rmeS in die Hände, auf "daß fie seben, Schwef ern in finstern Zeiten für ihren Glauben hr Lebei einem f ommen Beispiele vopan, und ihr utkrdel sehen, ure Töc ter werden von Prunksucht und -Eitelkeit gebellt, fromme bleiben: jüdische Kutter, dann wird nicht läntzer eine Frage Leine (beschichte, o Jude! - VIII* Reb n der-p »etisch len und dem fro a blo» bei Da» tung, tri it un» Lied Leo ach'S, stndung schon so fcheh, muS, Reim^ -stch 4 Mas. mu» und abgeben; roher" u« Rakhse wie die 14. S. Zw« nun hier waS »an »e gew nnen die Religion lieb und wir haben KST ~ auch anLere kleiivr gGfea ll «biete und Dick tung wc ce den M kleine der Dich kn frühzeit g Eigenthi nlichkeit T eborah, bestimmt Oleichk -1. 17. Reim wohinj unbehP von S! larabe tn Epitl, einer Hoi »zeit, überhaupt der Psali r ließen. Thuet daS, und gehn vor Alrrt re». n jher H fhon schwunghaften Rede de» Propbemrn Sang der Psalmisten gediehen aber e Gattungen der Lvrik, die dem reli» oder ferner sich hielten, denn Sang n heimisch im alten Israel. -Und nicht nnern, auch bei den Frauen, eb, al» Uranfang dichterischer Gestal- 1 Mos. 4. 23. 24. entgegen, da» nselche» an dieser Stelle ebe» nur die Ernst bedeuten will. Und zwar zeigt sich da» -hebräische Lied in seiner ganzen die-Einleitung, die wir: später bei Mo- Jeschajah wieder hören, der ParalleliSasbgemess'ne VerSglieber und^ wenn nicht lang der Endworte. Hietan schließt sich 18. da» „Brunnenlied", wo ParalleliSden niedlichen Rahmen egen da» SiegeSlied das. V. 27—30. fener. Wir haben nun hier daS erste »imschon Nicht. 14. hervßrzuheben. so Nicht. 9, 7. 2 Schrm. 12. 1. 2Kön. ^röi bestimmter ausgeprägte Arten der Lyrik treten erer Bollendung auf. Die erste ist, lamiUm nennt, da» ist Lied zur Feier r Feier der bräutlichen, ehelichen Liebe errliche», reiche» Vorbild bietet hierfür ind die großartigste Vollendung da» „Hohelied", in welcher die eheliche Bereinigung de» Manne» und Weibe» in wahrhafter, unkäuflicher uno unerschütterlicher Lieb« al» ein Werk GotteS. al» eine „GotteSflamme" gefeiert und verherrlicht wird, also in echt religiöser, in würdig israelitischer Weise. Die zweite ist di» Elegie, da» Klagelied (NT'p), wie da» tteffliche Klagelied David» auf Gchaul» und Jonathan» Tov 2 Schem. 1. 17.. dann da» 2 Ehr. 35. 25. gedachte, auf den Tod Joschijabu'ö, wo zugleich eine ganze Sammlung solcher ..Klagelieder" erwähnt wird. Diese Strömung mündet in da» großartige Klagelied Jirmejahu'S auf die Zerstörung JerufchalajimS, würdig ver im Leben noch erhabner» Gestalt diese» Propheten, würdig der Stätte, über welche die unermeßliche Trauer sich ergoß, würdig der Religion, deren äußere Eultstatte hier in Trümmer gesunken. An diesem kleinen Ueberblick der wenigen Reste einer großen und umfassenden lvrischen Poesie erkennt «an den Reicknhum des dichterischen Geiste», der tn Israel waltete, und so abweichend von den übrigen Nationen, doch so Mannichfaltigrs und so frisch und originell schuf. Zwei mächtige jüdische Charaktere. II. . (Schluß.) Das Ansehn Rabbi Akiba'S nach dem Tode des Patriarchen Gamaliel war unermeßlich, er wurde alS da» Haupt der Gesammtheil angesehen. Bald sollte sich dies nach außen bewahren. Die Bedrückungen der Römer, die Feindseligkeit der Nationen stachelte die, ihrer Selbstständigkeit unvergessenen Jyven immer von Neuem zu Aufständen aut. diese Aufstände verursachten neue Verfolgungen. Endlich unter rem Kaiser Hadrian sollte der furchtbarste Kampf noch einmal erglühen (132^-135). Zwölf Jahre hindurch wurden die Dorberettungen getroffen. R. Äkiha glaubte die Zeit der Wiederherstellung gekommen, siegen oder untergeben lebte in seinem feurigen Gemülhe. Hatte er nicht dem Juventbume eine neue Pforte zu siegreichem Einzuge in die kommenden Jahrhunderte gebrochen? — waS im Geiste möglich ist. muß auch in der Wirklichkeit sich vollbringen lassen.- Er entwickelte eine ausdauernde und erfolgreiche Thatigkeit zur Dorbrreikung der Erhebung. Er hatte weite Reisen zu den jüdischen Gemeinden der parthnchen Länder und Kleinasiens gemacht, war in Zephyrium. einer Stadt Eilicien». in Cäfarea-Mazaka, der Hauptstadt KappadocienS. in Phrygien und Galakien. Der Zweck, seiner Reifen war, die jüdischen Einwohner dieser Länder für den Abfall von Rom und die Wiederherstellung de» jüdischen Staate» zu entstammen. 24,000 begeisterte Anhänger soll er allein unmittelbar geworben haben. . . Alles war vorbereitet, Waffenvorrätbe, Mittel und Wege der Verbindung, Krieger — endlich kam auch der Held. L» war Bar-Eochba, welcher de» römischen Reiche in seiner damaligen Schwäche nicht weniger Schrecken einjagte, als einst Brennu» und Hannibal. Bon der Abstammung und dem früheren Leben dieser vielfach geschmähten und verkannten Persönlichkeit ist auch nicht eine dunkle Spur bekannt. Er taucht, wie jeder Revolutionsheld, plötzlich auf, erscheint als der vollendete