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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 26 (1855) · p. Seite 102

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
26 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 102 (sequence 2)
Language
German
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103 : )tt ftotiartt umergrab,n die Sittlichkeit, denn ne -ellen m ckl und bloß die gröbsten- Lastt(, Unzucht. Derb rechen - - und interessant — dar. *a, alle- Die- und noch mehr thun sie, und zwar desto sichrer. lsie ihr Geschäft immer und immer wiederholen, so »aß unbewußt alle Reinheit, aller Adel, alle Keus »heit en schwindet! .... <1 laubet i icht. daß ich übertreibe — eine lauge Tr fahr»»g. vielsiche Beobachtung hat mich davon überzeugt. S lentt 3H rer d» ran: «»llet sittlich für bi bende und belehrend« Lerrure. für Vermehrung der Len ilniffe zugänglich, bei geradem Herzen,'klarem verstand, erbalten, o gebet Türen Kindern keine Mährchenbücher. Eurer ugcnd leine Romane in die Hand! Wacht t hierüb r mit-unerbittlicher Strenge! .... Der«, Geschichte, o Jude! VII. — 107. zu begrüßen aus dem Jahre 535; au» Ehaggai'S Blütbezeir 520 die Psalmen: 120. 123. 67. 104.. j und endlich als die letzten. auS Nechemjab'S Zeit. 420, die Psalmen 119. 146—150. Die Psalmendichmng bar zum Inhalte: da» subjecrive Verhältniß de» Menschen zur religiösen 3dee, insonders zur göttlichen Weltregirrung. /ie bald al» waltende Vorsehung. bald als richtende Vergeltung stürzt und erbebt, in Gefahr bringt und au» ibr reuet, den Frevler vom «was Vertrauen auf mich setzet, so hal-^ Untergang, den Gerechten vom Heil« ereilen läßt; darum let Ihr Eure Söbne und Tochter keusch, > mußte da» Individuum bald in allen Nöthen de» Leben» nd« und (ttlrferfnbf Drttnre. filr *Rermrf>; : hnn.im und Hajen v-rraaen und vertrauen. sich ru Kn» keiner Mä m«li.i,ch,n Stifte«. Tut stin 1 wann, rb-ilj --rs-dk,t ,it sich allnn itt Si.tr^.u^ wieder geworden, wie ober, aut NU« keitu «-'uhl-wel, (rfi «.tnrlnen,, Bel«ut4te |emt «engsten nee n,«,r° st lernmr b,r»n» irgend eine' Srs»,innng je. > und Sorgen seine Wehen und Freuden, seine Zweisel UN» -ied-r a! s die ganze Mu,sch.nw->, g-wirk, h-, »«>» «*««•» den grogen «re.,,1,- mal» ist die rah (2 mußte bangen und klagen, verzagen und vertrauen, sich zu Gott ssüchten und an ibm aufrichten, ibm die Unbille de» Geschick» und >ie Verfolgungen der Feinde vortragen und seine Hülfe erstehen, bald wieder die ihm gewordene Rettung jubelnd verkünden, dankend lobsingea und zuoi festen Stabe für die Zukunft zurichten, und von bier ab Gott al» Weltregierer und gerechten Vergelter, als Rächer und Retter feiern. Dies ist die Psalmendichtung. Sie ver-. folgte insbesondere drei Rlchkungen, die ihr von David Psalmbndichtung. Auch sie beginnt inderTbo- Mos. S . 15. 5 Mos. K. 32.), auch sie hebt mir. Mosche > an (ff s. .90.). auck sie begleitete, durch .Schemuel wieder geweckt, durch David zum Höchsten entfaltet, Israel ins Er l. au» itqt Eril wieder nach dem heiligen Lande zurück, um no h Jahrhunderte zu blühen. Eine unparteiische Kritik e ziebt uns hier Folgende». An dw Säi ge Moscheh's lehnt sich der urkräflige SiegeSgrsang Teborah s und der Psalm El an.nah'S (1 Sch m. 2). Von da ab gelangen, wir zi Davidwelchem 76 Ps< lmen angeboren*).;u seiner Zeit einem Hemän l (Ps. Z8 ). einem Korachiken 1 (Ps. >84.) . einem A apbiden 2 (Pf. 73. 82.). Seinem königlichen Sob»e Echelon ob verdanken wir;wei Psalmen (72.127.), zu seinei Zeit eiiem Aßapblden 2 (50. 78.) pnd einem Uttbekanrten Ps 132. Hunden Iabre sväler . > zu Ieboschaphat i Ztzjl, erklang die Harte eine» Korawiden von den Psa men "45 und 48. und eines Äßapbide» von Ps. 83. Erf 786, r ich dem Tode Ierobeams II. chchrere ein Aßaphid‘ Ps. 8 >, ein Korachide Ps. 49. Als die Affvrer Ier> salem I elagerlen, kurz vor ihrer Aernichlung stürmte in Aßa hide Ps. 75. in die Sailen, zwei Iabre später Ts. 76.. inlge Iabre darauf ein Korachide Ps. 46. In di« » eit Iosc ijah» (620) gehört der.Ps. 87. In die letzten I hre vor der Zerstörung durch die Ebalyüer (590) erklangen Ps. 66 89. und zu gleicher Zeit mir den Klageliedern Iirmejapu's, nach der Zerstörung, aber noch vor »er Wegfüh uag dichtete ein Aßaphide Ps. 74. 79. Obgl;ich die parsen Juda.'- an den Bächen von Babel hallten hingen, wieder. 77 von Korachidcht. bald 10'. 103. *) % imllch P fie doch von Zeit zu Zeit von Psalmen Psalm l 4. und 102. find in Babel gedichtet, der Ha l» eine- Aßaphiven, 42 von der einz/ ruch Ps. 126. * Nach der Rü> kehr haben wir die Ps. 137. 44. 105 2—32. 34—41. -43. 5,-65. 61—70..86. W8— IH.M22. ,24. ,3«. 133. ,38—,45. sen der Nation, und erwog sie au» subjecriv-nationalen Gemblen, wie den llmergang des Reiches, deö Davidischeu Königtbum.s, den Aufenthalt in Babel, die Rückkehr nach Jerusalem, die Wiederherstellung des CultuS; theilS diente sie ,u Gefangen und Gebeten im Tempel, vor. während und nach rem OvfercultuS, wie sie von David hier eingembrl und mit rer Zeit sebr ausgebilvet ward. Der Psalm Hai auch die dichterische Form wesentlich auSgebilrer. er hat den sogenannten ParallelismuS zum Gesetz erbeben, daß nämlich derselbe Gedanke mir verschiedenen Worten noch einmal ausgedrückr wird, wodurch der VerS gegliedert ward: dann bat er die Verse zu mehr od»r weniger regelmäßige» Strophen vereinigt, auS diesen Strophen Absätze gebildet, und so dem Gerichte einen künstlerischen Aufbau verlieben. Zwei mächtige jüdische Charaktere, n. 4 Rabbi Akiba ben Joseph. Dem besonnenen Gärmer glich R. Iöchanan. welcher vorsichtig, wenn auch kräftig den gesunden Schößling vom niedergestÜHten Muttersiamme trennt, in einen günstigen Boden verpflanzt, und pflegt und pflegt, bis er seiner Zukunft als eines mächtig erwachsenden Stammes gewiß ist. Aber welch' ein anderer Charakter war R. Akiba ben Joseph, der im folgenden Geschlecht« glänzte! Feurig, energisch, genial, mir dem Schwerte de« Geistes bewaffnet, scheute er,sich auch nicht vor dem Schwerte von Eisen, und scheute auch das bluttriefende Schwert drS Märtvrenodes nicht! Um das Leben Akiba's aufzuklären, ist Manches geschehen in neuerer Zeit, aber noch erwanet dieser Feuerkopf. einer der großartigsten in der ganzen Geschichte d,S IndenrbumeS, einen umfassenden Biographen, welcher mit

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