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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 19 (1855) · p. Seite 74

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
19 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 74 (sequence 2)
Language
German
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74 ( tflfll'Xftf uns empfing i »> lächel nähme an seinem und batte >li< i kö ne u ld bei überbau^ sagte, er fommr ihtl und 1 eine öMt nun erklä te Jose irobl, ec 5 Dann gen rhn i itriguitt Feinden t Jtcni Der i!önig Avqen ge chehe. Golbguldiii auferl werden mißten, alle kiese Beschuld ihren« Br «der. dasGrinzste wiss Ltunde d S Aus, so mußte Donna große Sunme pü Obgleich dies Ungenüge iven Hause Din Sam daß Don Samuel schwunden sein darum w ffen mutze rer Gönn r so pl daß er u «möglich bringen k mnen. neS edlen PorgL Kein SL rank, mehr', d'< Jose Bemübun jen war gebeimen Schubfach net ward fand m welche n alle die Sumi irn. di« den,n-ldi zen Bel rcndeS H -ein flo mit vi^se Papier Plan, de« er zu Es x ar um vaten, I, se an ttefsten H rille vtzr schehen. trat Io t und weck e den e donnerte, «hm in mir mir »erständi j (Srtralt. Du cken alle Habe und;wa : bei -Beweise, daß Du Händen »ast und Menahev war eit halten,, i aß Dor dessen ga «es rücklaffen könnte, rung, w ' er sab, das ganz' Hauketten, Sapier .nabm. fi daß ei ker i esn köstliche- Frühstück vov sich. Lopez d. und luv ihn sreunrlich zur Theil- Kahle eins. Jose aber verweigerte eS. t seine härteste Miene vorgetban. Tr ist sehr ernster 'Angelegenheit und wolle ablin sprachen. Diese kam-herbei und mit dürren Worten: „Der König wisse Peira ihrem Bruder Samuel gehabt, unb daß ne noch'jetzt mit ten in Perbsnbung stehe, nicht dulden, daß dieS. unter seinen i nd babe ihr eine Strafe 'von 10,000 gt. welche binnen einer Gründe gezahlt! vergebensprotestirte Donna Peira gegen gungen, pochte aus ihre Zwistigkeit mit baß sie von seinem Schicksale nicht- Jose küudigteihr an. duß mit jeder a ubs tie Serafe verkoppelr-ivurde. und steira alle Mittel anwend,n, »m riese [ ktlich berdeizuschaffen. [?twa«t war, so war sich koch Jose kes ußt. und siebrte sorgenschwer nach dem «els zurück. Sein Nachdenken lehrte ihn. Netchtbümer nicht mit-einem Male verköbtnten. und daß Menabe.m irgjend wie Ferner bedachte er, daß.lein frühetzlich das Haus babe verlassen ^müssen, alle seine -Papiere in Sicherheit habe £r begann Malier in den. Gemächern seiti zers die. souqtältigsten 9!achtorschungen. in. Versteck blieb unkurchsicht, um so »aselbst so gut Bescheid wußte. Seine n endlich m t Erfolg gekrönt. In einem e, das burb eine künstliche. Fever giöffein Buch ^unv ein Konvolut Papiere. HeschästSbezießungen mit Menassem und in dessen Hunde übergegangen., sammr gen verzeichret waren. Ein triumpbiüber Vas l arte Angesicht'Joßf's, und n in der H^nb. entwarf ec schnell den »erfolgen. Mitternacht, als eine Abteilung Sol- Spitze. da! HauS Mknab^mS in der allen Heiter umstellte. AkS dies ge« mit einer I leinen Zahl in das Haus, launten und erschreckten Besitzer. Jose »as Ohr: „Tu hast in Güre Dich nickt en wollen, so sollst Du eS nun mit est den Befehl des Königs, v»rch wel« Don Samuel mir zuetthejkt ward, Htrafe der Ednfiscation. Hier sind die den größten ^heil jener Reichthümer in ie bochverrätderifch vorenthalten!" — etzts . Er Hane es nik'^ur möglich ge- Samuel von diesen Papiere^ welche ögen betrafest, sich trennen ulld sie zu- Aber sein Emsetzen wuchs zur Erstarmit welche«! fürchterlichen Ernste Jose durchsuchte, usid Alles, Geld, Kostbari nd die Büches de- Wuchererin Besitz fast |um Betsler ward. Aller Widersib d r! es Bei m stand, alle» Bitten und Beschwören war vergeblich, und mit fast wirren Blicken sah er seinen Räuber und die Träger seiner geliebten Schätze sich entfernen. . . . Um dieselbe Mitternacht war in dem Hause der Donna Peira mancherlei Bewegung. Die kluge Dame hatte ringe, seben. daß Jose sie als «ineseiner Opfer auSksehen, und daß die 10,000 Goldguldew. welche er ibr abgepreßt, nur da- Blut seien, welches der Löwe gekostet. Sie entschloß sich daher schnell, packte alle ibre tragbare Habe zusammen, und verliiß lange vor Anbruch res Tages ihren Palast und die Stadl in Begleitung ihres Ge.mahleS. Aber sie kam auS dem Regen in die Traufe. Unterweges wurden sie von einer Schaar Raubritter überfallen ^uud trotz der tapsern Wehr Lopez', her all' seine Fechtkunst übte, bis er einen Stich in den Asm empfangen, gänzlich auSgeplünden, so daß sie nur Einige unbedeutende Edelsteine bedielten. Die Dienerschaft war 'tbeils erschlagen, theilS gestoben, ihre Rosse nut fortgeschleppt, und so mußte Lopez mit seiner Gattin den Weg bockst trübselig zu Fuß sortsetzen, kazim wisscisk, wovon sie ihr Leben zn fristen vermögen ^würden. Menahem war nickt der Mann, welcher einen so schrecklichen Ecklag gaizz unerwikert gelassen hatte. Schnell raffle er sich zusammen, und begann, noch ehe die Sonne am Firmamente ausgestiegen, seine Maßregel» zu treffen. Sein erster Schritt galt seinen zahlreichen Schuldnern, deren er am meisten ünter den Großen des Reiches zählte. Er drang bis in die Schlafzimmer derselben, machte sie mit seinem Schicksale bekannt, und bot ibnen an, gegen einen Tbeil, den sie sofort auSzuzable» hätten, Quittungen über den Empfang der gtznzen Schuld von einem früheren Datum auSzuftellen. da sie sonst von Jose unerbittliche Etnsorkerung zu erwarten batten. Ein Tbeil derselben ging mit Freuden hierauf ein. Die Mcbrzabl vermochte auch di,S nicht zu bewerkstelligen, unv diesen stellte Menahem die Empfang^gninung aus gegen die Verpstichtung, bei der ersten iHelegenbrit rie Waffen für ken Prinzen Aleffanvro zu ergteifeu. Er ließ sich diese Verpflichtung schriftlich geben.!um so diese Herren für die Erfüllung derselben in Hauken zu baben. Die Meisten derselben tbaten vieS um, so williger, als die Wilvheit und Grausamkeit Enrico's und vir verletzende Willkür Jose'S sie zu sehr, geneigt gemacht, den Zustand der Dinge zu ändern. Was Menabsem sonst an Mitteln zusammenraffke, wendete er zu äbnlickrn Zwecken an. Wir können hier. lkeir Fortgang dieser Ereignisse übergeben. Die Katastrophe trat bald ein. Dow Alessandro, von den Standen CastilienS herbeigerufeni, wurde überall mit offnen Araien empfangen. Enrico stellte sich mit feiner tapsern Söldnerschaar seinem Obrim entgegen, wurde aber in einer blutigen Schlackt geschlagen und gefangen genommen. Don Allen verlassenbüßte er sein kurzes Schreckensregiment mir lebenslänglicher Verbannung auf einer der balkarischen! Inseln. Die Straße von Äalladold nach Granada führt durch die kleine Stadt Ancvra, dicht an dem jüdischen Gottesacker vorüber, auf dessen höchstem Punkte bas Grabmal des Rabbi Meie aus Eordova sich befand. In der Schwüle eines SommettageS holten sich hier nach und nach drei Flüchtlinge ein, die. armselig bekleidet, sehr ermüdet schienen, aber zwe! von ihnen von großer Hast getrieben.

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