Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 17 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
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66 ihren Sptddjr fanatische der. über d tieft 3 andern Feinde Len m den S e )ie Frie der der Der den. klären, samkeit Mißbel ein , nen, d O r gen Värrrg freudig acbr I sein, , unsterb kommtr Denkm l ein Bl Bra^i luf dem Juden ihr Lebech ßten. dbof u Märty in mit Eins dqp ma erregende jgkeilen acbeS Mdie erkenn avben r für ibn ibrbunde her no( ichey M fort. Ai mebr l der > mir t rt dri:a Bo dVaihi der belungetr Jui e ...Dz von rö dalb^ de! Rönteni oft mischen zweifeln bend mögen salem u als Dadurch der am den mischen welchen heidnisch für Ne gleiche cher ansebnli r Parrijiei ihr L»o< größere die lerdienst tleberrrich weck s a t ertf und Rön e r> 3 i ' erßen der n Kreß nachdem einen gegenüber dekretiere tfuten die kalte ichter den Tod durch die Mordwaffe der zzügleN herauf sielen die zwölf Borsteeiner derselben die Thüre verriegelt batte. RathS^errn her und stießen sie nieder. Wahrend Stadtbause sich zutrug, setzjen sich auch die ur Webr, obwohl sie auf dtn Leichen ihrer von der Uebermacht bewältigt, auShau- Jene 'zwölf Vorsteher.'gibgan hierauf auf -dl; dem rschien lebt asts rtyrer in fanvm daselbst, nachdem ’jie. sich einanertod gegeben, eine gemeinsame.Ruhestätte, obiger Inschrift ist später eingesetzt wvrichheit veS Epitaphs läßt sich dadurch er durch keine auffallende und die Aufmerk- Aufs^rift des Denkmals: leiLrmögliche erregen mochte; man begnügte sich durch rkmal feine merkwürdige Stätte zu bezeich» Nachwelt riefen gehriligien Lnd ehrwürdiun» an ihm lerne,- feinem, angestammten eu zu leben, und wenn e^ fein muß — zu fterRy. Bald wird dis Erve um te 'feit jelner .Schreckenszeit alter geworden Erden das Andenken an jene dankbarer Erinnerung ihrer Nach« i nd jener' einfache Stein iff ein schöneres blutgefarbten Trophäen deter, welche nur aus der fileschichte der Menschheit mit dem Schande bielegt haben.; >ijährigen.Dicepräsidenten Vr. Schaab zu or Kurzem eine „diplomatische Geschichte r\ zu! iainj," ii welcher über &ie: ersten Ansteder 3i den daselbst gesagt wird: s main er Kastrum war bis zur Btzlkenvandrung fischen $!glofien besetzt und die Ansiedelung unter- .Kastru ns,>die sstzige Stadt Main,, bestand aus und a gefledelteif Deutschen. Da^ die Legionen eilen u v sielbst csus den Morgenläudem des rö» Reichslach Mairiz famen, so ist Wohl nicht zu daß ihren auch ßude» folgten, enitweder ausge« Aben euer oderl wegen deS Handels. Andere ald nal> der Zerstörung des Tempels zu Jeru- >r nach ker Zerstreuung res israelitischen Volkengeoe ' on den Letzionen mitgebracht worden fein, mögen sie mit veft Römern die erffen Bewohner Rhem e ikstandeneß Städte geworden und sich bei n Anfie elusigen unter und in der Nahe der rö» Kastelle bekunden haben. Die Verhältnisse, in 'diese on rgeuländischen Eingewanrerfen unter .den n Dölk rn. l besondlerS den Römern,, lebten, waren keines« gs drückend. Sie traten mit ihnen in ürgerlick r Rechte, in den vollen Genuß bürgerlireligiöf r Freiheit und gelangten sogar zu den sten Eicensiellen, zu Köln and Liier umer die Da j e einer älteren Religion angrhörten, war glücklit er, als vad der Ehristen. . Sie genoffen liechte uw Freiheiten. An sie gewöhm, hielten r ihre Religio» fi^r verträglicher .mir ihrem Götals d t der Ehristen." — „Mir ConstanrinS zum ( bristentbum war dieses auf den ^khron der Kaiser gekommen und es änderte sich die Scene. Die christlichen Kaiser erließen eigene Gesetze gegen die Juden. Die Ehe zwischen Christen und Juden, welche früher erlaubt war. wurde verboten. Sie wurden in ihren Ehe- Verbindungen den römischen Gesetzen unterworfen. Kaiser HonoriuS erklärte sie in den Jahren 408 und 418 der Ehre des MilitärstandeS für unfähig. Sr versetzte sie dadurch in den untersten und verächtlichsten Stand der bürgerlichen Gesellschaft und drückte ihnen den Stempel eines bürgerlichen MakelS auf. Kaiser TheodostuS ll. schloß sie 430 von allen öffentlichen Aemtern und Ehrenstelleu auS. Am härtesten wurden sie im Justinianischen Gesetzbuch behandelt, worin ihnen die Jntestaterbfolgr, daS Recht der TestamentSiaction. daS Recht ihren Glaubensgenossen Vermächtnisse zu binterlaffen und die Cidesfähigkeit entzogen." Man steht auchhieraus, mit welchem Rechte die durch die Völkerwanderung nach Deutschland gekommenen Völ>-, ker die Juden Fremdlinge in Deutschland nennen! Hier wie in Frankreich und Spanien, in Italien, Griechenland und an der Donau waren die Juden ansässig und bürgerlich gleichgestellt ein halbes Jahrtausend früher. alS daS Ehristemhum in diese Länder einzog. Wormser Sagen. Von De. L. Lewvsobn in Worms. Wie im Zwielicht der Dämmerung Licht und Dunkel wunderbar sich vereinen und durchdringen, und erst die kommende Nacht vaö Licht, und der wachsende Tag das Dunkel besiegt, so vereinen und durchdringen sich wunderbar inder Sage die Dichtung und die Wabrheit. und dieses seltsame Gemisch 6ält so lange an. bis die Pbantasie die Wabrheit unv der Verstand die Dichtung befiegl. -- Ob aber auch der resteclirende Geist, der wie ein Sonnenstrahl ^die zögernden Schauen völlig verscheuchte, dem Herzen ersetzt, waS er dem Gemühe geraubt? Gewiß nicht! Wonnig und wohl fühlt stch das Herz in dem BlUmendust der Säge: heiliges Dunkel und erhabene Stille ziehen einen Kreis um den Menschen, in dem er Ruhe und Frieden albmet, und unbemerkt seine HcrzenSschlage in die Töne sich mischen, die von fernliegenden Höhen längstverflossener Tage mit geisterhaftem LiSpel» zu ibm dringen. Ich löse daher einige Blätter auS dem reichen unv volles Jagenkranz, der um die Geschichte der jüdischen Genskinde zu WormS sich schlingt, und reiche sie dir, freundlicher Leser, dar. Sollten auch diese Blätter den Farbenschmelz vermissen, den der berührende Finger ihnen genommen unv welchen der schwache Hauch der Sprache nicht zu ersetzen vermag — , so blieb dennoch ungeschwächt der Dust, der seil ihrer Entstehung ihnen innewohnt und mögest Du nur mit gleicher Herzenswärme sie hinnehmen, mit welcher Dir dieselben dargereicht werden. 1) sD er R a sch i - S t u h 1.] Du erblickst, lieber Leser, diesen Stuhl in der Westseite der Kapelle, die hinter der Westseite der Synagoge zu WormS. sich befindet. Ihn nahm der berühmte Kabbalist. Bibel- und Talmudforscher R. Jsaac Jizchahi ein, und feit seinem Tode (er starb 1105) hat Niemand es gewagt, auf diesen Stuhl sich zu