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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 11 (1854) · p. Seite 42

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
11 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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4S inS Hera gei dank ns an d fronPner Ta jüdi brr u'e icht l stabte bk -ü — i tri aller '-ein i efunver L«< c unrcrb ilt sey,?ap jede s der Sdmle zirkS iptl werk n. ibre uni'ri N. wu^d beao re erobt - die l rin Han Lebe sjahre im < 1. Lebe sein sobn »r sich rerebelick sei ik m das fünf Söhne - anvei e ein milir unk milie „Glatib 3 ur eine Ufer des Neckä der obn ctn ren on Hau» Tage wieder mit 3 toblkbai n real i C'anaqa terche gewanv Wunl erbareS ner 3? Allein Onkel lankeim in ließen f>cd und I rr Sr kaum waren, bandl ng unk nicht j Wrtte r bronn anfubr Ufer crang ner gl icklicben froben Kl^nde eine fr n Gott!' Ei irr der gekehrt n Jün Neckar ausen - Lobpre S für licken yaufe lich au getromn^e Schul» und elterlik! en Hau ben er Bitten, lobt u d in einegropcr der M ittrr gleich i reu als von al en Gem kühle < (ruft, lekcrab ei kor Srra be .Scko! gewu un Her iiiD fick eingebackelt, daß er de- GelieblickeDirnestch nicht entsch^agen konnte. Ein! nudsckblcr in einer nahegesegenen größeren inde, fastete einen „Dreiling/' weil da-Bild ranncken ihn wackend und träiumend verfolgte. Gemüthltckkeit und achter Rellgkösttär herrschte?umor im Haufe, der besoffkerS -durch den en ckurbe. — In Württemberg ist e- Ge. Jabz im Drcemher die Väfer isravlitffcher, ntlassiner Knaben, vor kaS Königliche Ben'und unter Strafandrohung angewiesen Söbhe ordentlichen Gewerben.zuzuweisen: e auch vorqerufen und der Grenze'Bezirks» besonders damit, daß diejenigen'Jünglinge, werk erlernen, vor dem zu^ückgefegten 35. b iratben durften. Nerwiederte, er habe gebeiratbet und 10 Kinder bekommen: rde demnach, wenn er im 35.; Lebensjahre mi< „acht" Kindern gesegnet werden, es uch g^nug. Nichtsdestoweniger 'lernten alle rdentlhche Gewerbe. Einer r^KabbiNer, 'der hmled Künstler, alle aber macken lbrer Fa» Jukl ntbnme Obre- Akennqn ivir die. Fa« echt" und ibren Wohnort „Neckaxhausen." halbe!Siunde^von diescnt Dorfe, hart am rö wstr nock eine kleinere jüdische Gemeinde: arnffn Familie dort war seit vielen Jab» weg.! ja fast verschollen,, da kam'er eines suckle!'eine Geschwister aut, überhäufte ste. und-nabm zwei Neffen mit stck nach Mont» Tie Mvtbe wandert noch im Großmut» unter j ren Menschen und ste wüßte viel on dem belmgekchrten vermißten, von fei» se und den^ungen Neffen zu erzählen, rnd Niffen kamen glücklich üher den Ocean, lliontreal an den Ufern des St. Lorento, nieder und als rie Neffen mit den Sitten der englisch-am,rtkanisckest Eolonien beersucl-trn ste ihr Glück, gründeten eine Pelzibr Fleiß wurde reichlich ge^qnet. Es war IS im Juli 1853 raS Damffboot in Heil« und der Neffe des Oükels wsblbeb'alten ans , ach einer Stunde lag er in lke» Armen fei- Eltern. das Törflein wikerballte von der mv Jeder, Jud unk Christ, brachten, der emakechem." der andere sein biederes „Grüß rsten Pesuche res in die Heimath zurückzlings,! war, nachdem er am Sabbatb in iter Ävnagoge vor der Thoradein Herrn e gnadiur Führung gebracht batte, im gast» Glaubreats. .Ter junge Maier wurde herz» n. —! Tie Söhne res Haufe-, srüb-rr ielgenoi^en Maiers, waren nicht mehr im r, ste bitttm stck schon Stellungen .im, Le» Die Muter hatte eS erlebt,- waS sie ge« fcht, daß ihr ältester Sohn als Rabbiner Gemeinde wirkte; mit dem frommen Sinn dem sittlichen Ernste keS BaterS war er Prediger und Lehrer, geliebt und geehrt indegenoffen; den zweiten Sohn -deckte die Kaufmann bestimmt, - war er zur merzt m «- kantilifchen Ausbildung in einer Handelsstadt, zeichnete durch Kenntniß und Fleiß sich aus, aber der hoffnungsvolle Jüngling wurde eine frühe Deute des Todes und nock betrauern ihn Eltern, und Geschwister. — Der dritte Sohn batte stck als Künstler mehrere akademische -Preise errungen und erfreute sich der Gunst seine- König-, der oft sein .Atelier besuchte und ihm immer wieder neue Aufträge ertheilte. — Drei Töchter waren an biedere Männer verheiralhet. und daS Glück leuchtete im Hause Glaub» rechtS. Zwei jüngere Töchter weilten noch bei den Ettern, bie die Liebe jung, erhalten und die Frömmigkeit nickt matt werden ließ. In diesem Haufe war es dem Anglo- Amerikaner wohl zu Muthe. Sein Her; war im Jagen nach Besttz nickt erstorben für rie deutsche Gemütblichkeit und bas jüdische Herz hatte am Lorenzostrom eine Innigkeit stck bewahrt, wie ste in dem Familienkreise Glaubrechts heimisch und woblgrlitten war. Maier fühlte sich zu der jüngeren Tockter Glaubrechts hingezogen, unl^die sittsame Jette, bas Ebenbild der frommen Mutter, erwiederte die Neigung. die unter den Augen der Eltern wuchs, und es war nichts Ueberraschendes, daß Mairr bei Glaubrecht um die Hand der Tochter förmlich warb, und als diese auf die patriarchalische Frage: ..Willst Tu mit diesem Manne ziehen?" mit einem schüchternen, aber doch freudigen „Ja" erwiederte, so sprachen die Eltern: „Nimm hin-und gebe, unser Segen möge Euch geleiten ans ferne Gestade! " Die Liebe deS wackern PaarcS leuchtete als Glücksstern im Hause Glaubrechis: der fromme Sinn der Eltern, das feste Gottvertrauen, das biSbcr ibre Stütze war, ließen das Bittere der .Trennungsgedanken nicht aufkommen. Das Hockzettfest sammelte alle Familienglieder ins elterliche Haus. Ter älteste Sohn segnete als Rabbiner den Cbe« bund ein; der zweite, ein berühmter Künstler, conterfevte rie lbeuren Bilder der Neuvermählten glücklichen Auswanderer. Als in Heilbronn der Dampfer an einem Matmorgen die Anker lichtete, grüßte ein junges Paar unter Tbränen mit wehenden Tüchern «ne Gruppe am Ufer: Mutter Glaubreckk'liSpelte den Segen Aarons: der Vater rief nock „zieht zum Frieden!" nach, die Geschwister weinten nach; nach einer Viertelstunde sah man nur noch kleine Rauckwölkcken >den Weg des Bootes bezeichnen, auch diese verschwanden und ein Stück Leben war abgewickelt am Küäuel des! Schicksals, dessen Endsäden in der Hand des Weltenlenkers liegen. Wie rie Wellen deS Stromes. durchschnitten vom Kiel des Schiffes, wieder ineinander kreisen, so schnurrt das Weltenrad ruhig iveiter. ob auck die Geschicke einzelner Menschen ins Liebliche fallen, oder dem Geleise des Mißgeschicks zurolleo. Unser junges Paar. war glücklich in der neuen Hei« makb, in Montreal, angekommen: glückliche Nachrichten machten die Eltern noch glücklicher, der Dampf hat Westen und Osten näher zusammengerückt, so daß ein Brief von Montreal nach Heilbronn so schnell eintraf, als sonst einer von der nördlichen Schweiz, wv eine Tochter Glaubrrchts im gesegneten HauSstande lebte. „Dem Glücklichen schlägt -keine Stunde," sagt unser Landsmann Schiller, so verstrichen auch einige Monate unserer schwäbischew Landsleuten heiter; ihre Briefe legten Zeuguiß von ihrer Zufriedenheil ab. Im August erhielten Glaubrechts folgenden Brief: Montreal, den 20. Juli. Geliebte, theure Eltern und Geschwister! Wenige Tage

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