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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 9 (1854) · p. Seite 34

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
9 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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34 ’ttx D in der Herrn „i alt!" t rf Pherec wie ai ßcr fick. „Du bist mein Mann mein stand. luge sp» hte Dick aus vo» gegnifl Mann deS Westens, üwhn Juda's vom Untergänge E emma ir- Götl genwe ganz zu beugm. aber . . üste am Tage, nicht auf 1 en Schrei deS Schakals Nacht, um in Almozal rück vor dem Erkornen des nicht r eite.r, Dich sendtl uns Gott zur Rettung, Weitem zu rmserm Bei- und firl r! ich babe mich irchr geirrt . ) . sei mir der So ne selbst ein erkornes Werkzeug des Ewige Zebao b batte 1 ic Hand Benjam ns ergriffen, pnv drückte u« stsüttelte ie. daß dieser fa: aufschrie v,r Schmerz. Endlich sagte ^r: ..Was soll ich denn tbun?^ und noch W wo bist ich? und wer seid Jbr? . . hr seid im Serail des S lltan Zin«A^din, den erbalte! des mächtigen . »errscherS von. Ampzal, und i j bin ff n vemülbiger Scl ive, der Aströlhg Derenal-P derer „( :in Jebt pi und doch ein dLabrsager aus dem Littk der 1 terne ri f bald schmerzlich^ balb veräch stich Be jamin aus. ..Pun. ni n. darüber lass«; uns nicht strejiten — so ügenwei k ist es doch nick; mit den Stensen — und wenn es gesch :bt, um Anderen )as Leben zu erhalten, so möcht> ich eS nicht verdammen; d.och still, davvn ein ander 4 kal. Je tt zur Sache. B eine Freunde in Baffora battet mir vo r Euch, als eine r weisen Pilger aus dem Wester, gefch i^ben, da ersah ich Euch zu unsrer Hülse, in eit ex, wicht zen Angelegenheit ick ließ! mir! auf's Genauest; Eure stleivung, Eure < Gestalt, Eure Abreise und Alles, was dcbin gehört, berichten, und so vermocht' ich den Lulran, .Euch erwarten und hierher dringen zu lasten „Pun. d>j weiß ich narb nickt, ob ich Euch dafür dock r Enkse rief r -aus: „Dom 2 ove zu retten sprecht, in was bandeilt . cs stch ^u danken h<jbe Venn? H band lt sich, merket w«bl auk, den letzten Spröß» ling l es Äon; jä Davio, jenes Zweiglein, aus!dem unsre Hoffnang ruh , von sichrem To )e;u retten brauL e ich E ich wobl nicht erst zu tragen Hand bierzu steten wollet?. . lk enjamin war vom Divan ,1 - und.nun b Jbr die aufgesprungen,; und voll helfen? ' ' J berühmten PilgerS, und uns nieder, daß. ich Euch etwas Mühe;ldie ManwaS oll ich t >un, waS soll ich 9 berec fa rte die Hand deS spracl: „Nur wohl, lassen wir Alles berichte 3 enjamin beruhigte sich mi ner! eßen fick nieder, und der Istrologe erzäbllie.! .Wisset, Zenjamin, daß ich der Erzieher des Prinzen Sae cai bin. und meinem H« nden hatte ihn!fein Vater (übe, ihn Fr ere!) anvertraut, als daS Schwert deS Borgäng rs Zin-llbin'S ihn zum st!ode getroffen, und-Sac- «ai j ur vater dfen Waise mache, wie er eine mutterlose feit seiner tz eburt gewesen. Zch erzog den Prinzen in tiefst r Dunki lbeit. nicht einmal der Troß der Juden wußte, »aß )er bilds böne Knabe, der in meinem Hause lebte, »er einzig« Nachkomme der J Snige David und Salomo sei, sondern nur wenige der frömmsten und treuesten G1L> bigen. kr gedieh und y «faltete Geist u»d Leib zu rmu» x herrlicherer Schönheit. Zch bekenne Euch nun, daß mich von jeher jene Wissenschaften angezogen, von denen unsere Weisen, sagten: „Thekuphot wegematrijaot parperaoth lachoclimah“ (Astronomie und Geometrie sind die Umrisse der Weisheit). Ich beobachtete gern die leuchtenden Erscheinungen-des Himmels, den Wandel der Himmelszeichen, berechnete den Kalender u. s. f.. wofür mich der Pöbel mir dem Titel eines Astrologen beehrte, und oft genug in meinen Studien störte, mit den Gesuchen, ibr Schicksal aus den Sternen zu lesen, als ob diese sich kümmerten. > ob Jehuda die Mirjam bekömmt, oder der kleine Abischai, wieder gesund werden, oder Zewi einen guten Handel machen werde. Da geschah eS. daß auch in diese Stadt Zwist und Unruhe kamen. Der Sultan war eine- Morgens erdrosselt gefunden worden. Zwei mächtige Parteien rangen mit einander, bis die Partei Zin Aldin'S obsiegte, und nun ein Blutbad unter dessen Gegnern anrrchtete. Leider! hatten zu diesen.auch viele begüterte Juden gehört, und um sie Alle auf'S Härteste zu tteffen, befahl der Sultan, der irgendwie Kunde von meinem theuren Zöglinge erhalten, diesen zu greifen und im Tigris zu ertränken ..... Unfern tödtttchen Schrecken könnt Ihr, Euch denken — aber hinneh lo janum Schomer Jisrael — da kam mir wie ein Blitz der Gedanke: der Sultan suchte nach einem zuverlässigen Astrologen, da die bekannteren dieser Art zufällig zu seinen Gegnern gehört hatten ... ich ließ ihm durch die dritte Hand einen ungeheuren Begriff von meiner astrologischen Kunst beibringen; er biß an, ließ mich holen, durch GotleS Fügung,' meine genaue Kenntniß der Personen und Verhältnisse und große Geistesgewandtheit beantwortete ich ihm eine Menge bedeutsamer Fragen — ich ward der Astro« log des SultanS um die Bedingung: daS ungefährdete Leben meines geltkbten^Zöglings." „Dank, braver Mann, Dank?" unterbrach Benjamin die Erzählung. „Aber nun mußte ich mich auch von meinem Zögling trennen. Ich bezog'einen Thurm in der äußersten Ecke deS Parks am Serail, und mutzte den Prinzen den Händen sehr braver und einsichtsvoller Leute übergeben, beladenen er auch seine JünglingSjahre verbrachte. Jndep wußte ick ihm die Schlüssel zu einem versteckten Pförtchen, das unmitelbar an imeinen Thurm stieß, zu übergeben, -unter dem heiligen Gelöbniß, dessen Besitz Niemandem zu verralhen. Ee hat es treulich gehalten, und vermittelst dieses Schlüssels besuchte mich mein Zögling oft genug in der Dämmerstunde; ein Licht in einem gewissen Thurmfenster verkündete ihnz von Weitem, ob er kommen dürfe oder nicht. So sind Jahre vergangen, und eS glückte mir, dem Sultan ein immer stärkeres Vertrauen auf meine.Kunst einzuflößen. ja seinen Glauben unerschütterlich;u machen. Ich habe oft genug auSgerufen: „Lrda Llokim kn!" (daS ist der Finger Gottes!) wo mein Gebieter freilich! nur mein Auge und die Sterne sah . . . ." „DaS ist allerdings ein eigner Fall, über den nur ein Donijel urthsilen könnte — aber weiter, mich ahnt dennoch nicht- Gutes . . . ." „ES find jetzt vier Wochen. alS mein Zögling einen Abend bei mir zubrachte. Wir hatten zusammen den zweiten Abschnitt des trefflichen WerkeS unsregroßen R. Saadja Hagarn, Lmanotd wedeoth studirt, und unterhielten unS auf die anmuthigste und begeisterndste Weise, glS

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