Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 8 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 2)
- Language
- German
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so leine» Ho» ö. den ferne» Hec ei gestickten j elnuLe rend einer begierig ein nu&ifd er Sclq e über die! irust. dem Beste er' rer Aga Muf axba Deines A iklitzeS derer sLnel: „Er fehl ertbei k. als sich mit g kreuzte Anrede Le dieser. „r asst großmächri zster chn in ver Serail wohin Dr ihn ner Brust. ' — Deinen i errn w kommende» Morg er unS nihr ent ertbeilen." — H seffel und entfernte den ahmt n »einest leer war. Wir Gehen aber der Moni war Großen seine» Staates, de» Offizieren au» »einem Ttromeffel unrer rem golvras rarüber gespannt mar. wie barerwarteten Nachritr. Endlich erschien vom Eingang ber. kreuzte die Arme ngre ncb unv sprach: ..Allah sei mir Delr. Sultan Zin-Alrin, Dein Solave angelangl, und wünscht rie. Senners schauxn!" . . . Der Sultan ernsteeile herbei.'" — Äaum mar der.Be- -er Ansütrer rer Neileischaar erschien. Armen rief verbeugte, und.^ann die erwanere. ..Nun, Mustapha," rief' ibti?" — ..Tein Diener traf ibst. erer. unv sing ihn/' — „So hast Tu gebracht?" — „Qi ist dahin geführt, en, und rer SLlunel ruht.qufmei- Tank. Mustapha, Du Last-Dich um chstenr gemacht. Jetzt darre bi» zum bewache den Dir Anoerrrauten, Laß sMüpft, ich werde morgen meine Befehle rer ruf winkte der Sultan, stieg vom. Thron- 'stch auS dem Saale.- Alle, Anwesen- Beispiele nack. bi» der Saal , ganz Sulla» S Ge >i be rblr i ab' ähnlichen ltieSweg den Park eilen, Thore stil stehen, Wache hi lre». 4 l» sprach der Aga le^se bei!" Dm eine spitze an ine Blecht war, Und alSbald kleiveter (iunuch. Lei der S ose von Tochter u> sre» He Mustapha so glücklich den Sero l abzul Lange sch ritt er Räume d S Hareö^S zogene. zi rliche P Sclavin fand, öffnete, kr trat mit persis M Teppich helle» Lichs. thrilk arbeiteten sten Blun m in nhar sen saß e n wund Gewanvu >g, mit mit strab überstrahlen dennoch »die bellen schwarzen Glieder rfmbüllle. Gestalt a blieb ökasta- Salu»: Herrin. Ach, der mitten durch die dunkle Rächt,, denn «hergegangen, den Aga Mustapba auf n, wie wir schon kennen gelernt, durch ind endlich an einem große», dunkeln wo zwei Nubier mit blanke« Schwerte diese ihm da» Eisen entgegenhielren, „Rufn mir den äkara Salum her« Kubier schlug dreimal mit der Schwertafel,'- die in der Pforte angebracht erschien ein großer, starker, prächtig ge- Zu diesem sprach der Aga:! „Bermel» Almozal, ver unvergleichlichen Aida, rschers. mir dem Allab sei.' daß Aga war. den Mann zu treffen und in rfrrn.Kara Salum verschwand. u id durch die mannichfaltigm Gänge' und bis er an eine mit Goldblech überorte kam, an welcher eine tscherkessjsche bei seinem Nahen sofort die Pforte rinein in ein wunderliebliche» Zimmer, en belegt, von seidenen Vorhängen umwallt, im bun esten Farbrnspiel bemalt, goldene Ampeln bing m von er Decke herab und verbreiteren theil» süßen WeihrauLduft, in kunstvoll ge- Kästgen prangten seltene Vögel, und die seilenmornen Basen. Auf brokate»e» Äif* rlieblicheS Mädchen. In der reichsten iamantenen Armringenunh Fußkettchen, enden Ohrringen und Perlenketten fast bedeckt. bas Feuer ihrer dunkelest Aggen und Korben ibre» TeintS al e. ihre Edelgestrine, die wallenden Haare an Glanz die Seide, die ihre und ihre zierli« it,' schlanke, ebenmäßige le Lunfffverke ihre- Gei lache». An Der Pforte tehea und verbeugte sich tief vor der Gram wohnte dennoch unverkennbar auf ibrem süßen Antlitz und grub seine Züge um Mund und Auge rin. das die TbrLne kennen gelernt balle. Sie war in träumerisches, und wie eS schien, schmerzliches Winnen versunken — aber alS ne. aufblickke, unv den äkara Salum erschaute, da fuhr sie auf, und rief: ..Wa» bringst Tu. Salum?" . . ..Der Aga Mustapba nehr draußen an der Pforte des Harems und läßt Dir. Herrin, ehrerbierigst vermelden, baß er den Mann getroffen und in den Serail gebrach! habe." — „Allab sei.gelobt und helfe ferner!" rief die Prinzessin freudig auf. „Ihr bobt onr «me angenebme Botschaft gebracht, nehmt diesen Ring alS Tank, unb riesen bringet dem Aga Mustapba alS Zeichen meiner Huld." .Damit zog sie zwei kostbare Liage von ibrem Zeigefinger, eine Sclavin eilte herbei mit silbernem Teller, fing die Ringe auf, und trug sie dem Eunuchen zu. welcher sie ehrfurchtsvoll zu seiner Stirn erhob. Len ihm bestimmten an seinen kleinen Finger steckte und den andern hjnauStrug. Aber Aga Mustapha, welcher den Gunstbeweis der holden Aida selbst auS der Hand de» häßlichen Eunuchen hochbeglückt entgegennahm, mar noch nicht zu Ende mit seiner Botschaft. Wieder schrill er hinaus in die Nacht, .und weit, weithin führte ihn sein Weg: er umwaodeüe die Mauer des ganzen Harems, gelängte dadurch an das Ufer deS TigriS, dessen Wellen der Nachtwinb leicht kräuselte, daß sie rauschender an den Daonn schlugen, ging bann wohl eine Viertelstunde den Damm entlang, bi» er an einen fernen Hügel kam. auf welchem ein hoher Thurm fein epheuumrankle» Gemäuer unv seine alter-grauen Zinnen in die Lüfte streckte. Am Fuße de» Tburme» angelangr. zog Aga Mustapha an einer Schnur; man Hörle alsbald einen feinen Silberton wie von einem Glöckchen, selbst durch da» dicke Gemäuer deS ThurmeS dringen. Einige Minuten darauf hob stch in Mannshöhe ein hölzerner Schieber in die Höhe, wodurch ein runde- Loch in der Mauer frei wurde. 'Dahinein legte der Aga seinen Mund, und flüsterte ganz leise hinein: „Der Aga Mustapha berichtet dem HimmelskuNdigen Beren-al- P herec, dem Weisesten der Weisen, daß er so eben den Mann -gefunden und in den Serail gebracht bat. Allah sei mit Dir!" — Sofort ertönte, aber wie mit einer Donnerstimme, die Antwort: „Geh, meinen Dank wirst. Dü in Deinem Hause finden." — Der Aga. obgleich ihm die Stimme nicht unerwartet gekoalmen, sprang erschrocken zurück, und da er gerade jetzt bemerkte, wie ring» da» Dunkel der Mitternacht ihn umgab, fuhr er eiligst davon und eilte spornstreichs nach Haufe, wo ihm ein Sclave ein versiegeltes Packet entgegenbrachte, in welchem' er zu seinem unaussprechlichen Entzücken ejnen längst gewünschten - Talisman, der gegen Speer unb Pfeil und Schwert unverwundbar machte, vprfand. Wir jedoch'müssen auf irgend eine-Weise in den einsamen Thurm hinauf, wenn wir auch die» freilich nicht durch die vielfachen Windungen deS SchalllocheS vermögen, durch welches der Aga seine Kunde dem Astrologen deS SuItanS, dem berühmtest Beren-al-Pberec zugeflüstert batte. Diese gingen durch die Wände bi» zur Höhe des Thürme». wo ein qchteckige» Zimmer der gewöhnliche Sitz des fraglichen Astrologen war. Wir finden ihn auch cheute da. DaS Zimmer war durchaus nicht morgenländisch.