Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 7 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 2)
- Language
- German
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Schwinde der It trn Nahrungsmittel schmäler geworven. Er wand rre mübsam, renn Sand und jSonne rebrien bei jedem Schritte den Rest seiner Tratte auf. Er rog nack Sü wen, f in Auge eilte immer wieder d<n Weg m» Voraus zum j iele. In diesem Blick malte ü<f* bereits Fürst k. fast < ntsetzen, wenn er immer wieder zurückkehrle, obre ein linderes, als den fahlgelben Strich der Wüste er chaur z; haben. Noch eine Nacht der Wüste upd er ist verlöret Er bar nicht mehr liie Kran, mit seinem Sc wert S bäkal und Löwe abzuwehren, und den noch große n 3*1111. den Schlaf. Durst unh Hunger niachen ihn sthwinkeltz. ';• um. in dieser Tbicre Beule .War .Wüste zu zu werden Niles die Wüsten bi Bärbel; d n Tigri Prachtinsel umkommcn hen mir» sparnt, die ... aber Sinai. Hel ron und Füßen de» weide» em ich rartm so weit bergezogen. ^erschmatten. oder der reißenden Aus?iSpaniens reizenden Fluren, durch Ilalia S blühe ade Auel, durch das halbzerftö.rch Hellas; auf den Trum nein Zi sns Hab' ich geweint, auf Siravre des Barnen ver'Vorwelt bewundert, i urch Arabiens t'ich ge ogen zunl Sinai, dem B rg des Herrn; über den großen Z lrom setzte ich, den der lrvaker Abraham überidrill. d bin ziehend, woher ich aut; dir öde Stätte Ba els best chle ich, ein Wobnplay!>er.Wvlt'c und begrüßte ich« uns >'e ue nach der sora über — und nun soll ich hier grauenhaften Wüste? . . r Sie-ba-. von Ba in riese voraus efagk. haben mich gemibnr und geyreund. könnt' i«, anders? Der ich Nairfes und oen Sprößli igs Davids sitzen, nicht das Auze dem An So sp -ach der t;ett« u wandelte schmachtete. ..Wie sin jabo e gen, von nl aber keins Plötzlic! stand nach Südwest; er schärfer zu. estchl unsrer Hoffnung? Mann zu sich selbst.! Die > Sonne id' glühte. Er wandelte, weiter und ()tt eS er den? Essa enai el ^eiiorim., meari? jch erbebe meine Augen'zu den Berannen v irv mir Hülse kommen?-') Ick sehr öerge u d keine Hülfe . .... >er Pilger still. Sein Auge stierte stell die Hand über die Augen, uni sein Fuß b,b und klung erneuet die & 3n der rung am fi fahlgelbe strich, d ichnet. Wüste bez Farben zuch Dorsch zen und bl nkendem schlanke.! )er Wai rückgclegr. Da br Thar. dwestlick in Batiora ich abtr börre nicht Zijon gesehen, ich solllt nicht zu den sehen. .,3st eä Wirklichkeit? oder jenes grausame Spiel der Wolken? . . - M tlr mir meine erhitzte Phantasie vor. was ich zu sehen n ünsche, oder hätte Gott niein Fleben erhört? . Er schwirr rascher zu. seine Gestalt ricktele. sich auf, senkte sich elastischer — clck, - die Hoff afl des Menschen wunderbar, die Hoffnung grrer et zu se^n, wenn sie eben sich qni'chickle, auf immer zu t ntfliehen jmit jedem Schrine nal eine Berände en Horizonte sichtbarer entgegen. Der r die imawr m»d immerisich-pehnende war unrehbrochew^eSramen 'andere in. grün uNd^Mbern, wie vowLstqu- Waffer. ^ndertz Formen^ bteiw und derer hatte rer ern^ ire ruilete sich schon eine berrnche Ansicht vor ihm ar s, er ko mtt berechnen, in einer halben Grunde den Saum der Wüte erreicht und verlassen, die üppigste Landschaft! kneten u haben. Grüne Aueu und Wälder, bald Hügel ansteigend, bald zur Niederung sich senkend, belebt von kostbaren Landhäusern mit Gärten und Lusthainen. links und rechtS; vor ihm eine weite Ebene mit Waizenfeldern, im Hintergründe von den Mauern und MmarelS einer großen Stadt begrenzt — dann und wann blitzte dahinter das Silber einer großen Wasserstäche auf. Welch' ein Anblick für einen Pilger, . der drei Tage einsam durch die Wüstenei gezogen! Aber es war auch Zeit. Denn schon sank die Sonne tiefer. Er konnte"seben. daß es schon tiefes Dunkel sein werde. wenn er die Tbore der Stadt erreichen werde. ..Das wäre schlimm," sprach der Wanderer zu sich selbst, „denn die Tbore von Amozal werden keine Ausnähme von all' den morgenkändischen Städten machen, die •-mit Sonnenuntergang sich schließen und selbst vor dem Sultan vor dem ersten Morgenstradl sich nicht öffnen! Nock einmal müßte ich auf freiem Felde campiren, und bas wäre schlimm, wenn nicht zufällig Schicksalsgenossen sich stnden, die einen Bissen Broves mir mir tbeilen . . Und, doch, wenn ich nun die Straßen der mir unbekannten Stadt im Dunkel der Nacht beträte, wie sollte ich den Rosch hakahal finden, an den ich von den Freunden in Bassora empfohlen bin? . . Schlimm, schlimm . . . aber »ol .ei adonat Jarfcecha („wälz' auf den Ewigen Deinen Weg") ... wir wollen schon sehen . . . Die Gedanken des.Pilgers richteten sich vielmehr weiter hinaus. Bis auf geringe Ausnahmen hat der Heilige sgelobi sei Cr!) meine Reise bis heute beglückt, überall Laben die Glaubensgenossen mich , willig, ja freudig empfangen, mir Wohnung und Nahrung gereicht, und mich von Ort zu Ort mit Geleirbriefen versehen, daß ich, der mittellose Rabbi, von den Schneespitzeu der Pyrenäen schon bis ins Land von Persis gedrungen . . . Aber jetzt bin ich anS Ziel gelangt; noch will ich die Stätte sehen, wo der Nachkomme Davids, - des heiligen Königs und Sängers, wohnet, noch vor seinem Angesichte stehen und ibm den ehrfurchtsvollen Gruß des fernen Westens bringen — dann kehr' ich zurück in die Heimalh: wen werb ich da noch finden? . . . 3a, gotrgesegnet war meine Pilgerung — war ich doch beglückt, an den Mauertrümmern des heiligen Tempels einen Vortrag zu halten vor meinen Brüdern, Hab ich mich doch niedergetaucht-in die Flurhen deS Zorvans, und knieete auf der Stelle, wo einst Moscheb gestanden, als die Welt vor dem Worte Gottes erzitterte .... WaS soll ich mich also grämen, daß ich hier am Ziele meiner Reise Mißgeschick batte, daß man mich nicht annehmen, mich.wegweisen werde...?" j So beschwichtigte sich der Pilger, und schritt munter fürbaß. Er war nun schon auf eine breite, geebnete Straße gelangt, in die wieder von allen Seiten kleinere Wege mündeten. Ueberallher kamen Menschen und Reiter und Wagen; bald Karawanen von Kameelen, bald Züge von reichgescbmückten Maulrhieren, bald Kriegerhaufen mit stolzen» Gepränge. Sie zogen vor dem müden Fußgänger vorüber, ohne ihn zu beachten. Andre Stelle der üppigen Gebüsche traten Landhäuser, Dörfer, Paläste. Die Sonne war untergegangen in einem Flammenmeere. Aber am blauen Himmel.hing dör klare, große Vollmond, und übergoß Alle» mit seinem Silberstrom. Jetzt war unser Wanderer nahe an der Stadt. Schon schaute er prüfend aus, ob er noch in dieselbe hinein-