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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 7 (1854) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
7 (1854)
Date
1854-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches VolMlatt. Zur Belehrung und AnterhaNung auf jüdischem Zefiiele. Heransgegebrn »o« -j | i * \ - i' ■ Rabbiner vr. Ludwig Philippso» in Magdeburg. ' sNo. 7. 18S4) Bon diektr «anzt 1 ldlr. 3«i> is<t>risr *rfd'<int n>f*fnlli* eine Stummer. Brei« tef--3afa> A giiertelj&brig T/» «»r. »Ue *,ud-banttonBr». | 9 JflJiriJ 1. (ffillfllLI 3e<tung«erpetittone» nedmen BeSeNvn^en an- M. Die Umkehr. Heinrich Heine, der frivole Dichter, her seinen beißenden Spott, seine ätzende Ironie über Alles aüsgegoffen. was irgend eine schwache Seite bietet, der namentlich Juden und Judenthum oft genug zum Gegenstände seiner au-gelaffenen Laune gemacht— er hat in seiner neuesten Schrift „Geständnisse" Alles revocirt, er ist jüdisch-biblisch' gläubig geworden, und,zwar in tiefstem Ernste. Wir beben nur eine Stelle hervor*).! „Ich hatte Moses früher nicht sonderlich geliebt, wahrscheinlich weil der hellenische Geist, in mir vorwaltend war, und ich dem Gesehgeber der Huden seinen Haß gegen alle Bildlichkeit, gegen die Plastik nicht verzechte. Ich sah nicht, daß Moses, trotz feiner! Befeindung der Jti&fl, dennoch selber ein großer Künstler war und den wahren Künstlergeist besaß. Rur war dlestr Künstlcrgeist' bei ihm, wie bei seinen ägyptischen LanvSleutcn. Kur auf das Kolossale und Unverwüstliche gerichtet. Aber nicht, wie die Aegypter, formirte er seine Kunstwerke' äus Backstein und Granit, sondern er baute Mrnschenpvramiven, er meißelte MenschcnobeliSken, er nahm finen armen Hirtenftamnl und schuf daraus ein Volt, bas ebenfalls den Jahrhunderten trotze» sollte, ein großes, ewiges. I heiliges Volk, ein Volk Gottes, daS allen anderen Völkern ol8_ Muster, ja dew^nzen Menschheit al8; Prototyp dienen konnte: er schuf Israel! Mit größerer Rechte alS der römische Dichter darf jener Künstler, de unv der Jochebet, sich rühmen, ein M eine Moral gegeben, und auf .allen Schlachtfeldern des GevankenS gekämpft und gelitten haben."! „Die Geschichte -teS Mittelalters und selbst der modernen Zeit har'selten, in ihre Tagesberichte die Namen solcher Ritter deS Helstgdn Geistes etngezeichmet, denn ste fochten gewöhnlich mit verschlossenem Disir. .'Eben so wenig die Tbaten ^d'v Juden, wie ihr eigentliches Wesen, sind der Welt bekannt. Man glaubt sie zu! kennen. weil man ihre Bärte gssehey, aber mehr kam nie von ihnen zum Vorschein, Und'wie im Mittelalter sind.si^auch noch in der modernen Zeit ejn. wandesndes Geheimmß." Das Abenteuer eines Pilgers. Erzählung pon Ludwig Echragg^i zu haben, daS alle Bildungen aus Erz ülerdaueru wird!" .Wie über den Werkmeister,' Hab' Werk, die Juden, nie mit hinlänglicher ch auch über das Ehrfurcht gesprochen. und zwar gewiß wieder meines hellenischen Natu rells wegen, dem der judaische Asketisn Meine Vorliebe für Hellashat seitdem sehe jetzt, die Griechen waren nu linge^ die Juden aber warrn'irnmer Männer, nicht bloS seurigen Tag, r - Verfolgu »g gewaltig«-, unbeugsame Männe ebemalS, sondern bis auf den trotz achtzehn Jahrhunderten v unv des ElenvS. Ich habe sie seitdem besser würdigen gelernt, und konnte stolz darauf sei l, baß meine Ab nen dem edlen Hause Israel angehörten köntmling jener Märtyrer, vre der Welt Sobn AmramS onument errichtet uS zuwider war. bgenommen. Ich r schöne Jüngdaß ich.ein Abeinen Gott und *) Das Weitere s. Allgemeine Zerrung des JndenthamS No. 44. 45. * 1 . Der glühende Sonnenbgll senkt sich bereit-, de» westlichen Rande deS HimywlS^ zu. Tiefblauer!, -wolkenloser Himmel, und an. ihm nichts als die große Sonnenkugel, welche ihren Weg langsam .wandelt, die.llast brennende Lust, mit immer neuen Strahlen versengend; Die weite Gandwüste, ohne Berge, ur)l> ffÖ affetunt Pflanze. Eine lanqhiugestreckre-Lelbe Flache, und in ihr nichts als ein einzcstrer Mann, der seinen Wetz langsam wandelt., kaum noch sich aufrecht erhaltend unter der-Glulh von oben und der. Glüth von unten in hrm.fast quäl- « menden Äanve. __ Ein kräftige^ Mann, majestMfch hoch, mü wallenden Locken deS Haupthaars, dtp eben zu bleiche» sich anschickten, und gekräuseltem Bart», der in stästig brauner Färbung bis aus -den Gürtel hmqbreichte. Welch scharfer Blick deS braimen Auges, -welche Röche der Wangen^ welche Weiße her, tiefdurchfurchten Stirn,! welche kühne Adlernase.. Seine Kleidung ein seltsame- Gemisch abend» und mörgenländischer Gewandung und Ttacht, doch so daß Kaftan und Turban dem Lande deS OfiestS angehvr- ,tN7 in dem starken Gürtel ein persisches Schreibgeräth^ cenerklinge in einfach^ Scheide dicht unv eine gute DamaScenerklinge nebeneinander,, und vermehrt durch die Ges« lschast eines blitzenden Dolches/von Bassora; in dex einen Hand einen Reisestab auf dem RütGn" einen Woifferschla rch, in der andern Faust ein . Bündel, nicht allzuschwen i Er war schon mehrere Tage durch die £B üste gewam dert. sein Schlauch . war. lech, seia^ Aüude durch da« t' . ‘ ’ - , 1 ' t

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