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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 5 (1854) · p. Seite 18

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
5 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 18 (sequence 2)
Language
German
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•7 IS Da, dels un er dem Dann der Gemeinde Hand, ward in eine i enlse mten Winkel deS - BegrabnMplatztS eirzgefchai rt. \ Kon trat es seit undenklichen Zeiten der^Fall. ddßjcheS Ma , wenni i der Stadl ein Ehacham starb, am Abend ^eS Beg äbnißta e» ein Lickt vom Himmel herab auf sein ver« -rteS E wöh rlick au rab siel, während das eineÄ gewöhnlichen Me fchen ol er eines Gottlosen in Ver tie blir . — 4 m Abend ging also die Bevö den Gonesacker, um da- Grab des Ehacham m göttlicher! Verklärung leuchten zu sehen, mnj Las ( rstaunrn, als man es. von v Ken Dunkelbeit terung wie ge- M»j eben.fa , ge» ffer uni per Ferne che« rubere i d. ELon wollte man sich, itfuUt von unängstlicher Unruhe, zarückziebien. als ma» in a t der Seite, wo dre vergessen^ Hülle des Reieine glänzende Kkammenkrone! über dem irinsam^n Grasthügel bemerkte.! DaS Ei kaunrn war obtie Grenzen, äb'er man w-llre anscheinenden Zrrtbum der Gottheit aufgeklärt «irwürdige Rabbi der Gemeinte, welcher d^rrch Wiktwen von den Begebend stten der lebten der Verstorben«» unterrichtet loar, .von ihrer ott ihrem Entschlüße, ries.der .Glüubigen fol« übe sein Der die beiden Au enblicke Re ir und geu se Wor e der Heiligen Schrift zurück: ..Wenn übe Recht ster dn." .Aber tigkbit. um iders zu (JeheSk. 8. Und- Hei rn unsen Oh we m sep «er S> Sr. als diesen rer Frevler sich kehret von seinem Frevel >und unv Gerechtigkeit, so . soll r leben, gicht t'enn der Gerechte k.bret von! seiner..Geilechsich dem Unrecht unv den Frevelthalen > deS überladen, so wird er sterben, nick? lelb^n." 21. 24.) '! > Gläubigen warfen sich nieder vor dem sei der riefen einstimmig: r-:Nr: y wahrhaftige Richter!" (Aui Abra baha^nacht' erdaupte cher im mi^ßen fort „Einer el Hatz auS leljrler fei bew Araber, er Jti nigS tm rb müb kri >ge in bne Zbi risthen Hä vova ragoffa, na(h Toleb Samoe Gewür Aber wie groß chter Frasterniß is-2! „Geprie« Tchicksalswechset. S. Munk, Xotice sur AÜoul \j'ali<] etc.) nutzen David in seinem -Zepber da » Labm rt von Rabbi Cbanach^ dem geistlichen der Gemeinde von Eordova, gesprochen, Serkember 1014 gestorben, jstthrr folgender- 'er seiner berühmtesten Schüler w»r Rabbi Saevi. der Naghiv (Kürst). Sodn deS R. Jo» Gemeinde von Eervoilv. «r war rin Ge- Talmurist) von der böchsttn Einsicht unv > nderk in den Büchern und her Sprache der war ein Mann, der sich in dem Palaste des lellen konnte. Er war Gewürzkrämer und eram seinen Lebensunterhalt, iis die Bürgerpanien ausbrachen, alS die, Regierung der -Abi-Amir's zu Ende war, uttd als. die maupilinge die Oberband gewannen. Die Stadt /ö zerstört, die Einwohner flohen theilS nach wo ihre Nachkommenschaft noch wohnt. theilS wo man noch heute ihre Abkömmlinge kennt, ha - Levi floh' nach Malaga, wo er eine Bude aofschlug. so st ngr Später, als seine Bude sich bei dem Schlosse Jbn-al'- Aris'S. deS EecretarS deS König« HabouS ben-MakeS, Beherrschers der Mauren zu Granada, befand, kam oft ein Sklave des Secretärs und bar ihn, die Briefe an seinen Herrn den Vezir AboulKas (oder Kasim) ben-al - Arit abzufaffen. Als dieser die Briefe sah. bewunderte er deren Weisheit. Als nach Verlaus einiger Zeit der Vezir Jbn-al -Aris einen Urlaub von dem Könige HabouS genommen haue und nach seinen» Hause in Malaga zurückgekehrl war, fragte er seine Hausleure: „Wer.hal Euch denn die Briese geschrieben, die man mir gesendet hat?" Sie antworteten ihm: ..ES ist ein Jude, nahe Deinem Schlosse, aus der Gemeinde von Eordova, welcher für unS geschrieben bat/' Alsbald gab Jbn-at'-Arif Be'ebl und man führte ibm den Rabbi Samuel-Ha-Levi herbei. „ES ist Deiner nicht würdig." sagte er zu ihm, ,/in einer Bude;u bleiben. Du sollst nicht mehr von-wir geben, weder rechts noch UnkS." R. Samuel wurde nun fein Secrelär unv sein Ralhgeber, während er selbst Rath des Königwar. Alle seine Rathschläge waren, als wenn Jemand daS Wort GotteS befragte, unv der König Habous ward glücklich durch seine Rathschläge und ward sehr groß. Als später der Secrelär Jbn-al'-Ans krank war. besuchte ibn ver König Habous. „Was soll ich machen." sagte der König zu ibm, „wer wird mir in den Kriegen, die mich umgeben, ralhen?" — ,Lch," antwortete er, „ich habe Dir wir nach eigenem Gutdünken geratben, sondern nur nach der Eingebung dieses Juten; richte Deinen Blick aus ibn, laß ihn Dir Vater und Diener sein, ihue AllcS, was er Dir rathen wird, uiid Gen wird Dir helfen." Unv nach dem Tote deS EecretarS nahm der König Habens den R. Samuel ba Lcvi in seinem Palaste aut. er wurde Secrelär und Rath, und war seit dem Jahre 4787 (1027) in dem Palaste deS Königs. Der König batte zwei Söhne, ter Aelteste hieß Baris. der Jüngere Bolugguin Alt/ mauriscken Anführer waren geneigt, Bolugguin, den Jüngeren, zum König zu machen; aber daS ganze Volk neigte sich zu Bavis Tic Juden auch waren getheilt; unter ihnen waren drei Große GranadaS. R. Joseph ben Miqasch. R. Jsaac ben Leon unv R- Neheima. mit dem Beinamen Ascheafa. für Bolugguin. und R. Samuel Ha-Levi war für Bavis. Anl TodeSlage des Königs Habous traten die Anführer und Großen'der Mauren zusammen, um seinen Sohn Bolugguii> zum König zu ernennen^ aber Bolugguin trat vor und küßte seinem ältesten Bruder Badis die Hand, und dieser wurde im Jabre 4798 (1038) zum König ernannt. Da änderten sich die Gesichter der Freunde Boluggurns wie die Ränder eine- FleischkopfeS (kalmudifcher AuSvruck) und wider ihren i!^^en riefen sie Badis zum Könige aus. Später bereuleW Bolugguin. daß er seinem Bruder zur Herrschaft veMkfdn hatte, er stand gegen seinen Bruder Badis auf und der König konnte weder Großes noch Kleines unternehmen, ohne daß ihm sein Bruder Hindernisse emgegenstellte. AlS dieser bald darauf krank wurde, beredete der König den Arzt, die Behandlung zu vernachlässigen, und da der Arzt dies tbat. starb Bolugguin und die Herrschaft befestigte sich in den Händen'deS BadiS. Die drei Juden, rie Große» der Stadt, von denen oben die Rede, war, flohen nach Sevilla. R.

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