Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 3 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 2)
- Language
- German
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tatfeen zwifs ta Zfra Gesetzen bei eivil verbind picht befähioit sinh, oder nur ei re wohl Art. 5. Mor kenner der nosaisch und die Me nftfeesließt Menschen u t, un sündigt not risch der Schrift sichtlich der schied an Elg>nscha ab >Lngi der und Gerechti \ Im Art cher Schluß n daß jeder Js Königreich 'Staaten al pfl-hier ist dienen, sie sich in attin G>>setzbuche> Militärdier le der Dauer (observan nicht vereit Der ' erst nach, chen Arbei in welcher Talmud ft ' Juden dav m entfe Dagroß« und anzur ebmett k je der Jugen > Übung der unsrer hei ten"besörd chein ui thatigen Bürger s feen kar Grundeige ilfeuni z r Vaterland sagen, we ') Le nage» aus lois lem$ot, et revituea aoathime. 6. ..bü brtli4 aelit Italien Bürge sie jalc zu vei'th seifet an;»or >n ü er diesees n-Ii en." f. 7. ü Vax die un», Tiewerb hobest feen, un > Salbe die Li Äünftf freien Ger >er6e,>ir fe tgen ■‘Äe or rnd, bei t noch m che die grand c u («3 Code que, di-o farm <a schefeen soll, bevor nicht der Civilakt vor de« öffentlichen Beamten augn»o««m ist. Ferner: „Dag oße Ootzhedrin erklärt außerdem, daß. die Heiliten und Christen, die gemäß den bstrger ichen Gesetzbuches contrahirt worden, ich^'rmd gültig find, und daß.sie. obgleich sie mit den religiösen Formen, bekleidet zu werden, keinen Bann nach sich ziehen werden."*) Der Ari. 4. üb r die Brüderlichkeit, erklärt, „um alli Zweifel in diesen Bezüge zu zerstreuen, daß: in Folge tzeS Gesetzewelche durch Moscheh den Söhne» Israelgegeben wo> den. die e als B rüder alle Individuen der Rnipnen;t betrachren verpflichtet sind, welche Gott alS S Hüpfer de' Him« lS und der Erde anerkennen, und unter denen si die. B »rtheile der bürgerlichen Gesellschaft rollende Gastlichkeit genießen" u. s. s. ljsche Verhältnisse. „Jeder Be» Religion, der nicht die Gerechtigkeit gegen alle, den Ewigen anbeteyden ig von ihrem besondern Glauben, ge en sein Gesetz." Es wird dies nach Talmud weiter auSgeführt. „daß feinkeit und Menschenliebe kein Unter» Stand, Religion dgl. gegebe» ist. rherliche unvpolitische Verhältnisse" beißt In Folge besten bestimmt da- Zanhedrin. oren unv erzogen in Frankreich und dem und durch idie Gesetze.Vieser feewen bebandelt. ivon^rligiöser Seite verr sein Vaterland' anzusehen, ihnen zu idtgen. den Gesetzen zu gehorchen und Handlungen den Bestimmungen des en: erklärt außerdem, daß jeder zum betusine Israelit durch da- Gesetz während ensies von allen religiösen Bräuchen ieus,-s) frei ist. die sich jnit jenem die nützlichen Gewerbe" weift zualten Ziueliten Freunde der körperliwerbe, fq wie des Ackerbaugewesen, Achtung diese in der Schrift und dem daß nur die Ungunst der Zeiten die nr habe, und erklär! dann wörtlich: l ..befiehltallen Israeliten zu suchen Mittel, welche am geeignetsten sind, bt zur Arbeit einzufloßen. sie zur Aus- und Handwerke binzuleiten, ^o.wie der m diese lobenswertbe Ausübung mit m übereinstimmend, die guten Sit- Baterlande wesentlich nützlich ist. wel« (desoeavreo) Menschen nur gefährliche; ladet zugleich die Israeliten ein. erwerben, alein'Mittel sich an bahr zu befestigen, Deschästizungetd zu ent» Renfchen verhaßt oder verachtet machen - »übvdriu dselaee, en oulre, <zue les maenche israeiges et chretiens, contractes coofermement ei), sont obligatoires et valables ci*iqu'ils ne scient paa auaceptibles d'ötre religieuaes, ita n'eutralneroat aucun in -en Augen ihrer Mitbürger, und Alles zu thun, um deren Ahtung und Wohlwollen zu erlangen." t Die beiden letzten Artikel endlich sind zu bemerken-» erth und für die Zeit charakteristisch, aldaß wir sie icht hier ganz Herstellen sollten. Art. 8. „Das Lethen unter Israeliten. Dagroße Sanhevrin, durchdrungen von den Inconvenienzen. E»elche mit den irrthümlichen Auslegungen de- 20. B. de- A. Kap. des 5 B. Mos *) u iv andrer darüber lauten^ en Schriftstellen verbunden sinv, und die Zweifel zeistreuen wollend, welche diese Auslegungen haben entstehen lassen und Sie der Reinheit unsrer religiösen Moral ntrr;u sehr Eintrag getfean haben, erklärt: daß da- Wort Reschech (p:), welches nun mit „Wucher" übersetzt hat, chlecht erklärt worden ist; daß eS im H.bräischen nur iij* zend einen Zins auSdrück;, uns nicht einen wucherischen Zins; daß wir mit dem Ausdruck ..Wucher" nur einen ZinS über den gesetzlichen verstehen können, wo daS Gr. setz dem letztem ein bestimmte- Maß gesetzt; daß darum, weil daS Gesetz Moscheh'S ein solches Maß nicht festgesetzt bat/ man nicht sagen kann, daß daS.Wort Reschech einen ungesetzlichen ZinS bezeichne, i'o daß. um glauben zu können, daß diese- Wort die Bedeutung von Wucher habe, ein andrevorbanven sein müsse, welches gesetzmäßigen ZinS bezeichne, und daß, da ein solches nicht erisiirt, nothwenvig folgt, daß der bebr. AuSvruck Reschech nicht kann Wacher bedeuten; daß die Absicht deS göttlichen Gesetzes beim Verbot, Zinsen von einem Hebräer -zu nehmen, gewesen, unter ihnen die Bande der Brüderlichkeit zu'befestigen, gegenseitiges Wohlwollen vorzuschreiben, unv sie zu verpflichten, einander ohne Eigennutz zu helfen; daß man demnach das Verbot deS göttlichen Gesetzgebers nur als eine Vorschrift der Woblthätigkeit und ^Bruderliebe anseben darf; daß das göttliche Gesetz und | feine Anlieger den Zins erlaubt oder verboten haben je nach dem verschiedenen Gebrauch, - den man von dem Geldemacht. ' Ist es um eine Familie zu erhalten? so ist der ZinS verboten. Ist es um eine HandelSspeculation zu unternehmen, welche das Kapital deS Leiberin Gefahr setzt? so ist der ZinS gestattet, wenn er gesetzlich ist, da man. ihn als eine gerechte Entschädigung betrachten kann. „Leihe dem Armen." sagt Moscheh. Hier ist der Zoll der Dankbarkeit, die Idee, in den Augen deS Ewigen angenebm zu sein, der einzige ZinS; der Lohn deS geleisteten Dienstes besteht in der Befriedigung deS guten Gewissen-: so ist eS aber nicht bei dem, welcher Kapölalien zur Ausbeutung feines Geschäftes verwendet: bierlist es dem Darleiher erlaubt, an dem Nutzen des Entleihers Antheil zu nehmen." „In Folge dessen erklärt, bestimmt und verordnet »aS große Sanhevrin als religiöse' Pflicht, allen Israeliten, keinen Zins von ihren Glaubensgenossen zu fordern, alle Male, wenn egilt, einem Familienvater in seinem Ver dürfniß durch ein bestimmte- Darlehen zu helfen; bestji^M außerdem, daß der gesetzliche Nutzen de- Darlehen- «Ster Glaubensgenossen religi-S nur gestattet ist im Falle ^ge- *) 8 Mos. 23. 20 lautet: p: Jpa* p: 8v p"1 "I3tt “131-3D p: 33x 'Rach unsrer Uebersepung: „Beziuse »icht Deinen Bruder mit Zin« von Geld, mit Zins von Speise, mit Zins von irgend etwas, was «an bezinst."