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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 1 (1854) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
1 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Dich zu Ehren bringen, da hat er unS geantwortet, wenn Du Dich bekehren willst und willst seinen Glauben annehmen, also wollt er Dich zu großen Ehrep bringen; best, wegen bitten wir DiA-'-hrkehr Dich dich einmal. Da wollt ihnen R. Amnon kein Gehör gebl n. So gefchach eS gar oft. Einmal sprach der Erzbts«»of selbst > wider ihn, er sollt sich schwavden lassen; da wollt er den Herrn auch nicht hören. DaS war Tag auf Tag, aber er wollt ihm nicht zuhören. Einmal auf einem Tag war der Erz. bischof an den R. Amnon sehr eindringehd, daß er sich doch bekehren solle. Wie der Fürst also gar sehr an ihn drängend war, da sprach R. Amnon rvi^er den Fürsten: ich will mich drauf besinnen, und will Euer-Fürstlichen Gnaden iw drei Tagen wieder Antwort sagen. Aber er thal dieS drum, er meint, er wollt den Fürsten damit abweisen, damit daß er Rübe haben sollt vor dem Erzbischof. Und wie er nun von dem Herrn berauSging. da gedacht er sich was er gethan, daß er sdlcheS wider den tsrzbischof geredet, wie er sich besinnen t^oUt, gleich stob er daS sich Bekehren wollt auf einen Beschluß stellen, und Gott bewahre! haschem jisborach verleugnen. DaS lag ihm gar schwer auf feinem Herzeii, und ging zu Hause, und war gar traurig und war j^ebr betrübt unv wollt sich nicht trösten lassen. Sein Weib fragte ihn, waS er gethan hätt, oder was ihm geschahen wir, eS war doch sein Art nicht, so traurig zu sein.!Aber er wollt feinem Gesind nichtsagen, und sagte mlr: ich will nieder traurig zu der Grube, und ich wlll »reinen Kopf nicht sanft niedcrlegen oder ich will die Aweräh (Sünde) büßen. Und wie eS am dritten Tag kam/schickt der Fürst nach ibm, daß »r sollt sagen, wie er sich besonnen hält. Da antwortet R. Amnon, er wollt nicht kommen, und auch hätt er nichtmit ihm zu thun. Da schickt der Fürst zwei Male nach einander nach ihm. aber er wollt doch nicht kommen. Also ließ der Fürst den Za^dik mit Gewalt holen, und wie er nun zum Fürsten ka Fürst zu R. Amnon: wie hast Du eS x dreimal nach Dir geschickt habe und Du len. kommen, und Du hast mir verheißen eine Antwort zu geben? Derhalben beg hr ich heut deS Tages von Dir eine Antwort auf dasjenige, waS wir von Dir begehrt haben. Der Zädbik sprach: ich weiß euch keine Antwort zu geben auf dasjenige ipaS ihr von mir begehrt habt oder noch begehrt, unv »«"diesen willen daß ich mit unbedachtem Mund Hab gesprochen: ich will mich drei Tage besinnen, das ist eben also viel, a>S bätt ich Hakadosch baruch bu (den Heiligen,! gelobt sei er!) Verleugner; derhalben will ich mein Unheil selbst über mich geben: von dem Wort, wegen daß ich geredt Hab, ick will mich besinnen, also soll man ipit meine Zunge abschneiden, die eS geredt hat. Denn der R. Amnon bo xgehrte Buße zu thun und wollt Mekadefch haschem sein (den Namen GotteS heiligen). Da fpriach der Rosche, der Fürst: daS Urtbeil, daS Du hast ausgesprochen. daS geht mir nicht in den Sinn, denn das -st mir zu wenig, denn die Zunge, die LaS Wort geredt hat, ' die hat eitel Wahrheit gesagt; aber die Füße, die nicht zu mir gekommen, die soll man Dir abhacken, unv die andren Glieder von Deinem Leib, die wollen wir auch peinigen. Und er ließ ibm abschneiden seine Hände und! Füße, und alle Male, wenn man ihm ein Glied gbsch^tt, ließ er ihn n, da sagt der emeint, daß ich hast nicht wol» nach drei Tagen fragen, ob er sich nicht will bekehren? .Da sagte. R« Zlmuon jede» Mal Nein! daz». .u«tz er sprach :lle Mal: peinigt mich härtet, denn ich Hab eS Alles versient, mit meinen Worten,' die Ich geredj h»b. Und als der Fürst seinen Willen hckt vollbracht, «nd hat 4hn hart gepeinigt, da gebot er, man .sollt ihn in ein Bert legen und seine, Glieder-neben .ihn und sojlt ihn n^ch heim in ein-Hauschicken. Da» geschah. Und wie ihn sein isteib und Kindersahen', also trieben sse./jro groß Gejamttrr, wie eS ihnen um'» Herz war» Da^irt R.' Amnon wider, sein Weib und' Kinder: LiebeS^Dew, ich Hab so cheS wvhl verdient, wie eS mir da ergangen ist, denn io Hab den Heiligen, gelobt sei-er! wollen verlegnen, ab-r ich hoff zu Echem jiSborach," ich ^will meüie-Sünd' »uf dieser Welt büßen, daß ich einen Theil aut'kommer den -eben (»271 aVv pbn) werd haben. Nlln "kam ku '$ darnach Rosch haschanah^da bat R^ -Amnon, man sol t ihn mit dem Bett in die heilige Gchzil kragen neben de« Chasan; also ward er in die Schul' getragen, und lieber dewEha- - sangestellt Und wie nun der Ehasan zu Massaph an, der Keduschah halt, ,da--jhrach der Zäddik wide den Cbasan: halt ein,' ich. will mekatzesch haschem sein (den Na- ', men Gotteheiligen),' eh« ich werde-sterben; urd hebt an und sagt: rvortp rrtfn ^1221, da-' ww nock alle Jahr an und 3^ sagen, undbarnach.s-g! W : r^Yi?i:rn. und wie er vieK aus. hat,- 'dL hat^hn Gott hinweggenommen zu den anderen'Frommen im Gan kven (Paradies). Und wie^eö'an d^n -drttzcm Tag de nach kam, also kam er bei Nacht ipr Träum zh. seinem Lehrer, R. KalonvmoS, Sohn besti- Meschullam, und b t ihn. tr sollte de» Unthanneh thokef/ den , e^ gemacht, nach allen Orten schick», wo Söhne"äsraelA ntzen,' also thai er ». Drum sagen wir. daS Geber noch alle Jahre . >on seinetwegen. , . Anfragen und Anhoorten. 47. , A. S. in S. Ist eS .gegründet, daß ikdi ßen ein Gesetz eristirt, welches drm.'jüdfjchen C> ltuSbeam len, der Autorisationen zr?.öffentlichen.Vorträgen gen u. fl w. besitzt, .verbietet, zu-etüer Amt»han)lung mit r für Preu- Trauun« tuSbeamten" besprochen, Aach kiets iä Magdeb irg wßrde Vorgänger auch schon man nichts weiter da- Nachfra. e gehakten; . da. aber mein drnselbei ' Ornat getragen, so hörte' von. lllie gesagt, nnsxeS MffenS erißirt kein-I «stimm--. teS Verbot — e» käme jedoch vielleicht auf In»erpretation an! LJ' Rotten des sagcö, Die deutsche Dünde-versammluag hat rrilärt, daß die BuadeSgefetze keine Bestimmung enthalten, di rch welche die Gewährung poliWher Rechte an. israelitifck e Staatsangehörige verboten wäre. ■*' gehen? gerad^u Ornat bekleidet'über die öffentlich^ Sttaße zu Antwort. Wir kennen keim solche- Gese in seinem AuSv»uck. ' Allerdings dar« der Ornat nicht>hqn der christlichen Geistlichen' gleich' fein. Vor meh eren Jahren wurde überhallp? die Ornat-frage »er „jüdii chen Cul- U

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