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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 52 (1854) · p. Seite 206

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
52 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 206 (sequence 2)
Language
German
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Ha, wenn irifc mindesteneinige Tausend Abonnenten haben. Wir können unseren Lesern verfickern, dSßeS unS nicht an fon liger ^Ar brit fehlt. Zweitenweit 1000 Abonnenten bei dem geringen Preise gerade dle «osten decken, aber der wabere- BuijhLndler nicht umsonst zy arbeiten braucht. Wir wünschen daher, daß der zweite Jahrgang mindestens d e Zahl verdopple, oder wir müßten'da- Unternehmen^ wenn auch ungern, aufgeben. Wlr fordern daher Alle a«f »«»ra,« vi» «.»»«gnu/rrtt, *,» 3Wf(f bei immer Mehren und Mehren erreicht werde, beareifen dii Derbre tung dieses Blattethätigst zu.fördern. Wir ersuchen unru u.s,r. Blatte treu zu bleiben, wenn fie' irg nd dari i Befriedigung finden. DaS Winterhalbjahr beginnt, die Abende werden länger, man greift da noc^ eher wi 'der nal, einer anregenden Lectüre. Mögen diese Blätter gern zur Hand genommen werden. Wirsenden fir aui vollem Herzen mit dem unjche hin. daß sie vielen Harrenden manche Belehrung, manche Tröstung, manche Erleuchtung / manche Freude bringen mögen, daß auch fie dienen mögen zur Verherrlichung de- JudenthumS, zur ung wir rt Bekenner, und zur <*frrf Testen, der da ist Einig und Einzig immerdar Derselbige! . ' Die Redaction. Wünsche eines jüdischen Redakteurs beim, Wechsel des Jahres. . 1. nt cn bebe i An» dem %\ ibj Ter Ster acreur bei dem her orstete überbaust se ne Les Wünschen; oir dig jenen L stern au schey Euch 8e,'unrb ein Bewußt ein gefärbten i: i Jud Echneliigkei her Wir wüns >en Tischri daS Wir wünschen schließlich, daß Ihr noch lange Jahre leset. und unterstützet .... dieses Journal." N''ch« : tcn I)r. L. Lewosobu io Vorm'S. diesem aber bö-e Nachkomme schasr upi mork, mit en Füß keine» Ras bar. der fernem alte len'Lot n Ohrfeigen ietk. — Predigten, die Ihr . ^Jbr a! tjjt ebr »die keinen Lrepolei find. *— üMt wü zu fasten, i »d nicht ' Zufall Ern» an welcheam Jom —^ Wir wünschen kennrniffen von r<- wo man a lichglich Sw, Haus keinen' Glauben- •rtb “ws Ir* Judehr anzvtringer .—^Pir find das Geleb Steigen, Würde de i den Krame n richtige liche Gessr tungen. , den Ltckröojel be zur viele Adler teuren viel> weniger Li Easualien. Wir wünschen les Heil urst» allen Fortschritte de- Hi»m»ä-, dan«ag der MMsest berschrei et 'I c- ^invers Isrsülits" besincer fich Jahreswechsel in bester Laune unk mit einer nicht geringen Anzahl von folgende deranS. die nicht' nvlbwen- ^schließlich gelten mögen. ...Wir wün« il ron Eisen, goldene Gieichasde und wie Silber^. wir wünschen reu Ro»be ltbum Kupferminen und rer großen' j vtlschriltsmänner bleiern« Füße. — während der erhabenen Feste - des s Herrn recht fieißig zu besuchen;, in llachbar zu haben, den eine gesegnete girbt. welche hustet, fich räuspert, ru« ii scharrt und Eure Hühneraugen tritt; währen» der Worte s*:arK zm lein RipDenstöße.und seinem jüngsten Wir wünschen Euch G.duld für die nicht, und für das Geplauder, daö r. — Wir wünschen Euch Parnasim, und-«ch.amafim, die keine Kosaken schen Euch am VcrsöhnungStag rvobl in Versuchung;u gerathin. wenn der m jüdischen KaffeebauS rorüberführt^, nicht die Thüre zugrfchloffen. — Euch eine solide Brust bei dfn Be- - und denn heut' zu Tage, den Prutb und den Savibatien des. und daS Gebiet der hohen.Pforte bums verletzt, da zieht es gute Hiebe wünschen den Börsenmannern das Ersteigen den armen Schriftstellern.) len und Dürren r,n Weltmännern; Waagen und den Journalisten.ehr- Dir wünschen unserer, braven Armee ochtim viil, Gänse uud den Eoipor- — Wir wünschen »vrt Epiruraern Sinnlichkeit, und den Rabbinen mehr K ippur Sch dich auS der Tiefe unserer Seele alen: die Freuden der Familie, die der Kd^lWtz die Achtung der Welk, die Gnade Slick der Gegenwart und die Hoff- Sege Die Pietät. 'ldus der jüngsten Vergangenheit. Gestatten Sie mir, würdiger Herr, ein Stück Leben aus meinen eigenen Schicksalen in Ihrem „Volköblatte" mitzurbellen. Es soll eine kleine Warnung sein für die Vielen, die fick jetzt gar. zu leichtsinnig . über AUeS binwetzsetzen. waS nicht das gewöhnliche Leben ihnen täglich vor Äugen führt; ein gutgemeinter Wink, daß in unser irdisches Leben doch gar zu oft sichtbar eine höhere Hand eingreise, die nur blöde Augen verkennen — doch ich will nicht moralifiren, sondern erzählen. In meines Vaters Hause sab ich nicht viel vom jüt> I disch-religiöses Leben. Mein Vater seufzte darüber —^ : aber meine Mutter, obschon sehr fromm erzogen, hatte nach rem Tode ihrer Eltern fich nach und nach Dem ganz entschlagen. Mein Vater seufzte bisweilen darüber, wenn die Erinnerung an seine Jugend in ihm aufstieg, ließ eö sich' aber doch gefallen. Nur an Einzelnem hielt er fest: am Neujahrs- und Versöhnung-feste, an dem Seder artt Pessach, am Kiddusch Freitagabend tt. dgl. Auch mußte ich, sein einziger Eebn, hebräisch lernen. WaS Wunder aber, daß. als ich erwachsen, auS dem väterlichen 'Hause gekommen, selbst etablirt war, ich auch diese religiöse Feier vernachlässigte, meine Steuern zur Gemeinde zahlte, mich aber sonst nicht um sie, nicht um Gottesdienst, nicht um Judentbum kümmerte?! Als ich plötzlich die Nachricht empfing, daß mein Vater verstorben, eilte ich nach meiner Vaterstadt, und ging tiestrauernd hinter seiner Pobre. Zurückgekommen von seiner Gruft, dachte ich nicht an die Trauergebräuche, ich ordnete seine Hinterlassenschaft -und übergab die Mobilien einem Auctionaror, da ich sse nicht tranSportiren konnte. Ein Bekannter meineseligen Vaterkam zu mir, machte mich auf die kleine hebräische Bibliothek aufmerksam, die mein Vater besessen, und wünschte ste zu kaufen, „da ich sie doch wohl nicht gebrauchen würde." Ich stutzt,; ich erinnerte mich, wie oft mein Vater darin gelesen, wie viel Stücke er darauf gehalten; ich lehnte die Veräußerung ab, suchte vielmehr die Pücher sorgfältig heraus, verpackte fie selbst und nahm fie mit nach Hause, wo ich fie in eine kleine Truhe legte, die in einem fernen Winkel de- Hauses -and. Jahre vergingen. Ich hatte ein wackreS Weib, mehrere

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