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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 48 (1854) · p. Seite 190

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
48 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 190 (sequence 2)
Language
German
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gr 1 ui ■ Gott abttunp Tagen JDetn r ernährt, ' Deiner Seel : dem Reibe, Menschen nachthun. ten Vorsätze > Andacht ftö Stadt, denn aufrichtig, Morte und vor der Zei heit, tx bat fam kn Got Sünde ab. nicht selbst Waren bergefallen. Du Hättest, kämpfe auch schaffe an t Bundesaeno belohnt noü -Döse in Du aber Gott zurück ten Jahren. Dich der V was Du nicht über Leitung ^Ko t thaten gege dem Gesetze Dir stetS t\ der Einzige zurückkehrt. tr Zuge, eitet, ihm n der Di n ibre i Htb hinter gegen ne r ©otteff fen ine dem Di G ) Ein den in Rr. Aufsatz übei diesen Gege i stehen, daß hätte kommchr schon'alter neu Eharak t der Mernur z meinem Leb Nische, ruffi' Juden kennin wie nur ihqe sein könne» Beschäftigmig so. gut üben die ihrigen; u. s. w. ft r tg» Gehenke darum Deines Si jöpferS in den > den ManneS sei? Sobald er Land spürt, wird er wohl t. des Vaters, der T ich geschaffen. Di , Erb» t. Men. äusche llnivabd i : der zuerst r esfurckr »Vf inv sei ur Zeit Dich wie B wieder in Drdnung kommen und es machen wie anders lnd vergilt durch die Verunreinigung Menschen. , chr mit Undank, verschließe Dein Herz . ES ist leicht gesagt, die körperliche Bildung, diePby-, h vor der Zeit körtet; beneide die! fiognomie der Juden bat ja einige Besonderheiten; warum Vorzüge, und lerne da 'Gute ihnen nicht auch ihr moralischer Charakter? Zuerst gebe ich di« nicht dem Haffe bin, der allen guallgemeine Geltung dieser Prämisse nicht völlig zu. Der ich wird, die Eßlust, bin Schlaf, .ne, Unterschied ist so durchgreifend gar nicht; und* die Ratiolre den,Frieden in lnd außer dernen Europa's wenigstens, zumal in den großen Städten die zum Frieden rathen, ist wohl; sei (und die Juden sind ja fast alle Städter), sind von so Niemanden ijdurch Verstellung, glatte durchmischter Abstammung, daß die Verschiedenheit der eit. We« der Mensch ilügt,,stirbt er ’ Race durchaus feine Basis für die Eigenthümlichkeit der ige Gott a.ber ist ein Gpn der Wahr- : Gestchrßbilrung. geschweige für die Bildung der Organe e Wahrheit geschaffen. I Sei sOveig- . der inneren Thängkeit gicbt. - Zu diesem Satz, den die denn vieles Reden laift nicht ohne Romandichter seit Walter Scott freilich ungern hören! Du redest, rede wijhr, lob^Dick l mögen, geben die Juden, selbst wenn sie zine ganz rein«! Bescheiden. . —Race waren was aber, genau genommen, nur bezüg^ der Verfolgung die Völker über Dich lick der Aharoniven, und auch da nur von Vaterseite, der! e;? t enn T e r. 'Lei damals ' und Dl Sünxi ^Ujietun kk, was daS W cs ist Israel versage len r'röl' Ewige v irifju Glauben abtrünnig zu mache»,! ile, Dein Leben dingezebenl Also' böse Luft, bleibe ui besiegt, und urcht und vem Gottei studium Dir tssesem Aampse. Wisse, t aß Gott Dich l rape Deines WiderstankeS gegen dgs ern Mann in Deiner Jugend: ba.st nrerlegen, kehre noch im Alter zu i wirst das Heil erlangrn auckinspZ-!;e nicht iyr Verborgenet, mrd.schüme! Krejllnv foci e 45 -der den 6 stand s uese Au könneü md ersah r der bin: n viele che, gelerch, re'spec Kreill^ u. s. die aber Chat süle ft>e i m rer Gebote nicht öffenis chi beobachte, den Menschen schuldig bist. Murre hiergegen mächtiger Bi sewichttr^ die wunderbar, wenn nun die Wobluichi so augenfällig sim. Bleibe »reu Dir auch manches Erlaubte^ bewahre ickett Mukb, und verg ß nicht,' daß ist,'zu dem Deine S'ele^im Tode S Nichtharakter der Jui en. vamdnrg rt mich qlls, 'meine 4reinu/tg über „ jüdischen Volksbiaits ", befindlichen arakter der Juden, oder vielmehr über e^bst auSzusprechen. Ich muß aber gefvrderung kaum an ein« n Unrechteren als an mich: da ich — selbst ein rener Jude — gar^ke nen allgemetuden anerkenne,, und in Gegentheil es giebk keinen solchen. Ich habe sn deutsche, holländische, etglische, poluropäische, astatische und afrikanische und sie so verschielen gefunden, iven nichrjübischen Landsleute irgend : so gut wie Klima, S ahrungSstoffe. ihre allgemeine Wirkung auSübea, iellen Verhältnisse der . Zuden sp.eciell khnn mau sagen, daß l >a0 Vomiren akter deS jetzt auf de^ See fahrenw Fall ist*) — den schlagendsten Beleg. Der vor fast 300 Jahren vsm Tago ausgewanverre Jure stell noch heut^ aus wie ein eastilanischer Hidalgooder grenadinischer MoreSco, unv die lilbauischen und kleinpolnischeo Juden haben großentheils entschieden tarkarische Gesicktsbildun-- gen. Unv was wir von den chinesischen Juden hören, das bezeichnet sie als vollkommene Chinesen an Leib und Geist, obgleich ste dort weniger vermischten BluteS sein mögen, als wir es stnvT^ . , ' ' Die Hand auf s Herz, mein israelitischer Genosse in Wien, in Fürtb, in Straßburg, in Hamburg, in Berlin! in Prag u. s. w. — Du mögest nun mehr oder minder Deine. Besonderheiten haben oblegen können und dürfen —i-' fühlst Du nicht viel mehr Sympathie des Füblens und Denkens zu Deinen Landsleuten in Wien, Fürtb u. s. w., als zu Deinen Glaubensbekenntnißgenossen in Bockara, oder Malta, oderBrzesc, oder selbstBorveaur, in so fern nickt etwa ein gemeinschaftliches Interesse dabei mitspielt? Leugne es nur nickt, mein deutsch-israelitischer Freund, in weit entfernten Ländern wirft Du^^ick weit eher zu Herrn Müller und Herrn Schultze und Herrn Meier gezogen fühlen, als zu Herrn Muffafiah, oder Machlof, oder Jeku4 tiel; und dafür kann ich Dich versichern, der achte Bor» deaurer; Livorneser Jude, ja' selbst der Senhor Cabalhero in Amsterdam erkennt Dich so wenig als seinen Bruder^ daß er sich mit der ganzen Gemeinde förmlich Schiwwa setzt, wenn^ sein Sobn.. sich unglücklicherweise in Deine Tochter verlrebt und er diese schauderhafte Mesalliance mit einer miserabeln Smaußinn nicht verhindern kann**). Rein, eS giebl keinen gemeinschaftlichen Jurencharakter, »o wenig als eS gemeinschaftliche, jüdische Nationalmelo«. dieen giebt, wie sich Diejenigen gewöhnlich einbilden, die den jüdischen Ritus nicht kennen, der auf dem ganzen Globus, mit Ausnahme der germanischen und polnischen *) Denn tM römischen und im Mittelalter traten die Proselyten schaarenveise ins Iudenthom; namentlich beschnitten die Inden ihr« Sklaven. Bergletch« die Lorwürfi wegen Profelyi leumachtiei in de« Vvnugelienbüchern und beachte besonders die schwarzen Juden in Lochia und am Senegal. **) Diese Sitte ezitzirt nicht mehr seitdem 6ch Moutefiore mit Rvthschild verschwägert hat. Aller Unterstützung aus Ausstenersttstuugen ist jedoch das vortugiefische Mädchen noch /ortwährend vertnstig. dir einen Tedesro heirathet.

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