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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 47 (1854) · p. Seite 186

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
47 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 186 (sequence 2)
Language
German
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186 M Me'nsjhen Se tenS GotteS geschehen durch Träum,, nur daß er Mer ch selten darauf merkt: m ■ „Einm, man wenn im da, -ff und den M und halt fe sein «uf Schl n rt schl l-redet t!t nich: die vmmer Er ießet es nschen chmurb ne Seel den Le:en ls h ilk al! (Zjo- - Traume will 'dies welchen d regende indem sie Hochmuth scken gen, er dem 'l geht dem hervor:; sind von schrecken i Gott, uw Pharaob' Bon muds a müd sagt Eins zu. men. ent kunst, kündigunc Aber der ’ Hydern Tage ohn .Träume verkünden Geist) So Träuüld der Glau bald sollt. wenn mai Nebendiq ohne Deu noch der nung in Frobgefütsl derl. De den in rückst cbligt eine %■ un) Es d i c b 33, 1 :'ird au also m Men Erschein«, nickt a der chneii, ebel zu i ach als icle ders <55ef t NV M die - und gleicher werd der Leckzig Eine auch ist sich Traum 1« t Tr di) w Traun klommen dann sind r ater ussprack r an T kein T ff Timer l|e achtet ung ist böse Erfüllu i oder Traun üllung, werden Meiige bestikn Gott und zweimal — drauf — im Traume, Hachtgeslcht, ' llenschen fällt der Schlaf, auf. dem Lager-: S Ohr der Menschen mit ihrer Warnung, zubringsn von dem Thun, vor dem^Manne zu verhüllen, von der Grube. Geschoss zu fallen, ah.'"« - —18.) Eine solche, Vei^rawung im s Beredteste 4, 12. ff. geschildert. Es \ igen, daß die schreckbatlrn Träume, in chen allgemeiner oder spezieller furcktergen werden, wohl zu beachten seien, MchkloS kommen, sondern den schvn dem runde zu verfallen beginnenden Men-; erwarnen, aus der Sicherheit, mit der s irciteh—i'd'rr«fen wlleni Aus allem Tem die Ansicht der Schrift über dde Träume lben sind eitel, nichtig, tböricht; einige ngeordnet, um delr Menschen aüfzuvbrwarncn; einige: sind un-miltelbar von ukunft in Bildern abzufpregcln B. iner gerangenen Hofbedienten)^j. ' . Ansicht, gehen die' Weisen res Taln nun aber viel concrelrr*). T/r Tal-, auyi verhält sich zur Prophetie, wie; d. b. sowohl miner Sechzig Träu- ' die Wahrheit, vttkündir Einer die Zu» Klarheit und Bestimmtheir der Derig Male' geringer als in der Prophetie, überhaupt ist ein Verkehren mit der rlhalb Rab'kr' Scfte' sagt: wer-'sieben bleibt, beißt ein böser Mensch^). Tie. iber emwerer durch, einm Engel, und 8>ahrbeir. oder von einem Sched jbösin nügerisch, Garckelei^). f auch einige Lehrer die »Nichtigkeit der n, D. Rabbi Mcir, Nachman, Rabba, nvme wurde immer allgemeiner, und :aum mebr obne alle Bedeutung sei», Teurung wüßte, '«nv nicht',auf alle . Rabbi Ctaeta sagte(Stttr Traum ein ungelesener Brief. - Weder der gute, um geben nach ibr7r gvnzen Ausbthg; beider Erfüllung wird durch , das Traurigkeit, welche sie erregen, geförgehel weder mir allen einen Umsiännoch dürfen alle seine Einzelheiten be- ). Bald geschah eS daher, daß man mter Vorbedeutungen -angab, welche. ie r e jedoch häufig auf Wortspielen und Wortverdrehungen auS der-heiligen Schrift beruhen.' Führen wir einige an. Ochsenfleisch im Traume-effm bedeutet reich werden; von einem Ochsen gestoßen werden heißt: Söhne bekommen, die in der Wissenschaft ihre Gegner besiegen; von ihm gebissen werden bedeutet Schmerzen. Sieht man einen Esel im Traum, so hoffe man auf Glück. Ein Kameel bedeutet: der Tod wurde im Himmel über den Träumenden verhängt, aber er wurde begnadigt. Beten im Traume bedeutet Gutes, Weizen Frieden, Gerste Vergebung der Sünden; ein trächtiger Weinstock: feine Frau erleidet keine Fehlgeburt; eine GanS: er hoffe auf Klugheit u. s. f. u. s. s. Es werden vorher auch Mittel angegeben, um .„einen Traum zu. verbessern," d. b. die Erfüllung einestböse:: TraumeS abznwenden. Ter böse Traum, selbst wurde als Aufforderung zur Bliße für begangene Sünden, so wie der gute Traum als abschlägiger Lohn für kleine Der- '~ dienste gehalten. Ter böse Traum wurde daher vorzüglich durch Fasten gesühnt. Rab sagte, das Fasten vernichtet den bösen Traum, wie Feuer das Werg verzehrt. Rabbi Chasda setzt hinzu, und zwar muß gleich am fol- - genden Tage gefastet werden. Rabbi Jehuda setzte hinzu: auch wenn dieser ein Sabbath wäre*). ES werden daher auch im Talmud die-und da Träume erzählt, - z. B. Rabbi Cb-nina träumte', er sehe, wie man den Rab an einem Baume ckufhänge; sdlch-ein Traum bedeute die Erhebung zu einer Ehrenstelle, und siehe da, Rab wurde . zum Echuloberhaupt gewählt*). Auch brauchen wir nun wohl nicht weitläufig aus einander zu sitzen, daß auch die - spateren jüdischen ReligionSphilofophen der Ansicht der Schrift folgten. (S. z. D. Albo's Sepb. Ikk. Abschn. Hl. Kap. 10. IV. Kap.?.) Aber auch unter den alten heidnischen Philosophen war der Glaube an Träume allgemein. SokrateS und Plaro sprachen sich dafür äu^ und Aristoteles sagt, daß Träume entweder Ursachen oder Anzeichen des Werdenden sind oder zugleich mit diesem vorgehen. und dies körperlich und geistig^,, was er' ausführlich veducirt. Eicero erzählt al?" Beleg jenen berühmten Tranm, wie zwei Freunde nach einer. Stadt kommen, der Eine kehrt bei einem Gastfteunde. der Andere in einer Herberge ein: der.Elftere wacht mitten in der Nacht auf, da er im Traüme seinen Freund Hülfe sichend erblickt hatte, wird aber vom Gastfreund beruhigt; er schläft wieder ein, und hört seinen Freund um Racke rufen, indem seine Leiche eben aus einen Karren geladen, mit Dünger bedeckt zum Thore-hinaus gefahren werden solle; er springt jetzt auf, kleidet sich an, eilt mit dem Gastfteunde zum Thore, und siehe, eben kommt ein Wagen voll Düngers an, man hält ihn an. räumt, ihn ab. und — darunter liegt die Leiche des ermordeten Freundes! — Spätere beschäftigten Ach daher viel mit den Träumen; SynesiuS, der beredte Bischof von Plvlemais (geb. 378, gest. 430 der gew. Ztr.), zahlte fünftArten der Träume auf: 1) wirre Träume aus dem Gewühl des Tages, 2) Gemisch sonderbarer und , riesenhafter Gestalten, 3) verwarnende, in welchen der S. " *> «. *) »er 4) Das. - *) Das. *) Das. Herüber recher, §7. SS.. 2. [66. S. SS. 4.! ' a bot b >sir Bibelwerk Th. l. S. 4 tas Trauscendentale im T >7. ülmild S. tt». *) Sabbath II. t.Taauit 42. 2. *) )oma 87. 2. *) Arislot. de divinat. in somn. Cap. I. dvdyxr^S’ovv ra bwtma fj afcut tlvai, tj <n]futa t£v yiyvonsviov, tj cvftimo- * fucta.

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