Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 43 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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V. 1. swr*: e? 5^*3 'S* ,,fin Fundort ist."ei, e Stätte ist." nämlich für Gold und Silber. — D. 12. rsrt C7^ 77? »i:-r wo ist zu finden? „wo ist die tzeLtie?" nämlick für Weisheit und. Einsicht — und D. 20. noch einmal diese Frage, um nach der kleinen Abschweising. raß alle Kostbarkeiten uichtS sind gegen die WeiShiit und diese nicht verschaffe» können, wieder auf den Hau ugedanken zu rückzukommen — unk endlich der Abschluß P. 23. mit demselben Worte eingeführt: ff:"1: rs rv ntt „Er weiß ihre Stätte!" Hierzu einiges wenige Einzelne für daS Derstänkinß. lieber den Bergbau, wie er schon von den alten Pharao ir in uns, rm Schriftstellers 171 ) f n Minen zu goldhaltigen ial'l schmaler sondern rer jrvt." lagt ahlloie Skenen in Aegypten betrieben wurdo, nibren n Bibelwerke (111. S. 5(51.) auS eeS alten AgatharckideS' Beschreibung auch Folgendes a^n: „Die Kö nige von Aegypten trieben viel armcö P 'lk mit ihren' Weibern und Kindern zusammen, um in dt arbeiten. Zuerst wurde der barte Fels der Berge durch Erhitzung durch brennendes Ho!lz' gespalten, worauf die Werkleute ihre eisernen.Werkzeuge anwandten. Die jungen und kräftigen brachen nur eisern n Hänimern den Felö in Stücken, und bildeten eine An Wege, die nicht in geraden Linien liefe», Richtung der Goldader folgten, welche so unregelmäßig in ihrem Verlause ist wie die Wurzeln eines Baumstammes. Tie Werkleure batten Lichter, die an ibrer Ätirn befestigt waren, durch deren Hülfe ste ibrrn Weg durch den FelS haueten, immer der weißen Ad>r deS Gesteines folgend. DaS Material, das ste ablösten, wurde von Knaben hin» auSgefchafft, und an der Mündung von. teil Werkleuten in Empfang 'genommen. — Diese DNnen Wurden unter den alten Könige» von Aegvpteu bearbeitet, «ber während der Besetzung tcS Landes von den Aethiopierff, später von den Medern und Persern verlasseiN— Noch AqatbarchideS, „findet man Werkreuge und leite von Menschen, die ibr Leben in den Minen verlo ren. in den Gallerien. die von großer Ausdehnung unk. und unterirdisch bis zur Meeresküste lausen." I— Daß "*:rr^jn unserm Gedichte die Erklenntniß del^eberfiimlichen, die Einstckl in daS Wesen dgr Dinge bedeutet. ersiebt man auS rer welche dem Menschen zugesprochen wird, der Gottesfurcht und Sittlichkeit, aus rem. was 33. 25—27. aufgrzählt wird, wvban Gott die verwirklicht habe^ endlich auS dem, mo die rr^n nicht ju guften sei P. 13. 14. 21. 22. —1 So vereinigt dies,» Gedicht in herrlichster Weise Dichtung und Philosophie, Verneinung und Posttivetät, spricht ab und theilt zu — und wie? ist es nicht Wahrheit. waS eS auSsagl? Hast Du. Mensch, bereits drittehalb Jahrtausende später, durch alle Spitzfindigkeiten usid alle Forschungen mehr.Emficht in daS Wesen der Dinge erlangt'?' hast Du wirklich Erkenutniß erchorben? sind der Fragen und Zweifel weniger geworden? — und andrerseits sind Gottesfurcht und Sittlichkeit nicht die festen geblieben? konnten die Stürme der Zeiten fve auSeinanderreißen, alle Wetter und Blitzschläge ste zertrümmern? Nein, noch beute ruft die "ganze Geschichte dem Menschen zu: ~ Sieh', die Furcht deS Herrn ist Weisheit, DaS Döse meiden, Einsicht! Kleinigkeiten ausLer jüdischetGeschichte*). Den 6 m a n o r t H e, > t.I ,_ tXorri,»ui>a, * tt. .Der Bann. 2m Jahre 1569 suchte'ein'schlecht« - Mitglied der jüdischen Gemeinde zu Ebnstqnrinopel de , ^on Joseph/der daselbst, ein Hofaml beneidete, zu verläamden, entfloh je- ^dech. als fein Plan scheitene. Die Gemeinde verurtheilte ibn aber per Coutumackam. und daS Airbbiner-Cöllegium. daS ihnen damals zugestaiv!en? Reckt l enotzend, that ihn in den Bann. Stach einigen Jahren kebrte der Sck iltige, gebeugt von Schmerz und Reue, voll! Zerknirschun i zu Dou Joseph zurück und. erbielt ohne ^roße Mühe' dessen Vergebung; daS Rabbiner^Eollegjum aber wollte de i Bann nicht lösen und den Zutritt zur.Sv/ragoge ihm foi:rväbrend versagen. Er weutere sich daraus zu Rabbi Zebu »ah Algas^dessen Talent und Ebarakter allgemeinen Re pe«t forderte , und erhielt, und dieser schrieb sofort an dai lsteligionS-Collegium folgende Worte: ..Mzine lieben D üder! Ein reuiger Sünder kbat mich .um metcke Stütze und ich stehe nichr'"Än, ste ihn zu gewähren; Jen» es ist mit peinlich. zu denken, daß ein Verurtheilter lebenslänglich an :ie Kettender Verdammung gefesselt ftin sollte; es ist ge:?iZ sehr grausam, »einem Menschen zu sagen) daß seine Wunde unheilbar, sein Schmerz erst mit seinem Leben au höre. DaS muß ibnr ja alle Hoffnung zur Rückkehr raulen und ibw-nöthigen, auf dem Wege deS Lasters verl arren. Diener eines erhabenen-GotteS! De'lagen, wir denjenigen. der in bei, Abgrrttld fallt und vo« ihm verschlungen witd; aber weisen wir Ziemals die Hai d zurück^ die die unsere fordert, um sich wieder auS de: »selben zu retten; denn die Reue ist eine zweite Unschuld diedas vollste Recht.' bät aus. daS Mirlnd der Menschen und der Verzeihung GotkeS. ' Die Glieder deS ReligiopSgerichteS -egriffen die bo'be Lebre, die-in diesen Worten lgg Und. widerriefen ihren Spruch. —- * ♦ , •- I (2. Die römischen Fahnen zu er»'ade«. Unter der Regierung des TrberiaS vurde. PilakuS, ein römischer Statthalter, mit den Fahien, ,tzus welchen das zu verehrende Bildniß reö Kaisers abgezzichnet. war. von Cäsaren nach Jerusalem abgesandt Die Israeliten erklärten ihm aber ohne Rückhalt, haß ihnen die Religion verbiete, sich vor dem Bilde eii eö Menschen zu bücken. Nachdem PilaiuS vergeblich au> Befolgung seines Besebls bestand') commandnre er seine Soldaten zur Umzingelung der Israeliten, nochmals eine allgemeine Hinmetzelung anvrobend. in so fern ste stch »ich langer weigern sollten, der römischen Standarle göttlh de Verehrung z« erweisen. „Wir sterben lieber für unser Gesetz," erwiederten sie. wie eine Stimme, und dies Standhaftigkeit entfesselte des PilaiuS Wnth. so daß e>, sein Vorhaben ausgebend, ipirder' noch Cäsapea zurückkehrte. '1 viele dieser Aleiaigkeite» verdanke ich de»? mectt vo» Levi. - Malinees de So- L j