Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 42 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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166 t führte mick zu der iEtelle, die er mir an seines Seite aufbewahrt b tre. T s Gebet sing sogleich an. chlijahu. der die Kunetit sten des Aabbinen und zugleich deS! VorbeterS versieht, zo z die Si'»de.'rrach muselmännischem'Gebrauche, ab, lttdeckl t sich d is Haupt mit feinem Mätzchen, nahm seinen Talt ch um i nd stimmte, indem er sich ge« Morgen wandte, in einem i ackernden Rbyrbmus 'Im© forrwäbren den. einfö migen schwanken deS Körpers das Gebet an. -Die Anwes nden. g eichsaUs mir ihren Käppchen aus. verbeugten sic! .anfängich und fitzten sich rann, etjner an ren vier- Mauexn res HofeS Entlang; sie einer Versammlung Dominicaner-Mönche. rie ' ren Arkaden eines Klosters abbasken. mit lauter Stimmeim gu^e'n Zufam einer Andacht abgebalken, die unglück i nuit-r iu unfern europäischst Tempeln PaS macht, daß die Zsrae^iten diefcS rech rast ras ganze Ritual verstehen neo anerkennenswertben Taktes, nicht ufisrer» Gebete. die nur üalmukische ge jnin Geiste, aber niemals'zum Her- . zu unterrrücken. Zn dieser Hinsicht kei. wir zu'sein glauben, weit unter ssrn der Wüste, und weder rie Orgel srer Tempel baben^Mls kle religiöse egenamikenBarbaren in her Einfalt andern geptzepl. reff glichen fast ibre llebunäen -unte Dac- Gebei wurde. ' menklang i nv mir licher Wer, beobachtet Landes Allds ov.r undsie. v rmöge fürchten, k itjeiiigen DispukS siid.'nnr;en spreche'' kennet nicht plrd. so. geb> lbetrsgen 5 Glanz Ur stehen wir, unfern Gla noch der Andacht. t * die ihres Herze >S und Hofes sintey,. einstö sich der G betbüche aus de^r l-erachtn her. die se bst groß und welche die gan macht, welqe unter uS aus beim S Augen kalliib' Bor deutsche Ri Angelangt richten rie nm ihrem Nichts eine der erbabei en Eim digrem. Gok eSdienst cher irz der Lüsten und denen -snan von rem Rase' 5T-h die Kinder trächrliche * Tlmrnth lklijahu's Strohmatte der Faynlie an der Sei eS gehen wollte nach zuerst fti a >h Man reicht« Datteln (rn um ser nur eie 3i den des ein Glas, d iS man mann gekati c harr«, böcbst wertl voller stell a Mine r 8cdadach seinerseits t cn Sege t als Fremd« c der sieg meine Harn e kvlknte» sie brdec r durch ilv abl chr dar na öchiern aus. väs R. des 6 r ar t egenamiken ii Mitten eines schwarzen nackten en können. »Nur rie 'Kinder bedienen rie Erwachsenen sagen die Gehere mit einer Reinheit der 'Aussprache r ist, als beim portugiesischen RiküS, r Anmut.b der heiligen Sprache fühlbar der groben Aussprache, mir der-sie der . estanet hat, kaum noch erkennbar ist. henia. erbeben sich alle Anwesenden, tt«-.Himmel, bedecken sich.diese "dann nd sprechen mit einer Glulb.-von der ng giebr, ren erhabenen Lehrsatz von kert res GoneS Israels. Nach beennäberle sich Zeder -dem Elrjabu, wel- S HoieL stand, um ihm die Hänre zu Schalom ihm zuzurufen, wofür er des Greifeempfing.. A»ch ick) .war enstand einer wahren Huldigung: kaum all' den Küssen geffügen, mir e. und meine Obren wurdet« rast taub Sciiaioin; besonders Machtest sich kreischendes Geschrei und die zu bc» - Umarmungen bemerklich. dem Gottesdienste breilele eine von ür,rer- Mitte pes Hofes eine große welche.sich alle männlichen Mitglieder bbinen incderbockken. Ich nahm Play eifes, indem ich Mdtne r^eine'so gut der Weise meiner Tischgeuo^sen kreuzte, einer irdenen Schale Bramttwein aus' imt. einen sehr starken Liqueur. den illiren, herum. Man füllte davon unlängst von einem französischen Kauf- und daS mit großer Vorsichr. wie ein nstand, von Hand zu Hand ging S ege )ch halte die Ehre, meine Lippen zuerst an vaS kostbare Glas zu bringen, das dann in die Hände eines Greises, der von dem Stamme der-Beni-Mozab gekommen, also Fremder gleich mir war, und dem man mit großer Achtung und mit dem Titel Talmud cliacham begegnete, überging. Er machte sich durch seine-Heitorkeit und Beweglichkeit und eine unbezwingliche Sucht, den Talmud zu citiren, bemeMich. Daraus wurde frisch auSgedrückter Rostnensaft herumgereicht, den Elijabu segneic.und von dem nian nur ebnen.Tbeil trank, daS Uebrige sollte zu den Gebräuchen, von denen wir im Vorhergehenden gesprochen, dienen. Nach dem Segen und der Bredvertbeilung setzte Nismah, eine ^on Rebecca's Schwiegertöchtern, eine hölzerne Schüssel mit einer Mischung von Mebl, Bohnen und Fett, einem .groben gefchmaäloscn Kuchen, dem unförmlichen Ursprung einer Speise, die, anders ustd besser zubcreitet, von jedem europäischen Israeliten, der'sich als solcher betrachtet, gekannt ist. vor uns auf den Tisch. Dann kam rer Couscousse. die Lieblingsschüssel der Araber, bestehend auS von den Fingern der Frauen in Körner gerollten! Mehl, das in einem irdenen mir Löchern," gleich einem Durchschlag ver« sehenest Gefäß gekock't wird. Zeder steckte, obne Umstände, die Hand bis an den Knöchel in die Seiten der Ungeheuern Couscousse-Pvramide, die auch bald unter den Angriffen rer zahlreichen Hände, die an ihrem Untergange arbeiteten, zusammen sank, um daraus die Hälfte eines Hammels, die ihr als Grundlage dienre, bloß zu legen. Der Hamme! war. ehe er gekocht worden, an ver Sonne getrocknet, un* dennoch fiel er, so;äbe er war, bald in Stücken unter den Händen der Anwesenden und mit einer Schnelligkeit, die ihrem Appetite Ebre machte. Der Gebrauch des Löffels und ver Gabel ist beinabe ganz unbekannt unter den Bewohnern der Wüste: für sie ist die Hand ein von der Natur geliefertes Couvert, das eben -so bequem als wenig kostspielig vollständig zu ihren Mahlzeiten-passend ist. Ich mußte mich trotz meinen europäischen Gewohnheiten rem Gebrauche mriner Tischgenosten anpassen, aber ich trug Sorge, mir in rem Cousceusse eine wob! unterschiedene Nische zu graben, die vor den Angriffen der Kinder meiner Nachbarcn, deren Hände von einer etwas zweifelhaften Reinlichkeit waren, geschützt war. WaS den Hammel betraf, so vermochte ich nicht, trotz meines ^uren Willens, m ihn rinzubringen, woraus ich schloß, daß die vorMhlige Natur die Bewohner der Wüste mit einem Gebiß von ganz besonderer Schärfe versehen habe. Zum Getränk bediente man uns mik Wasser, a^lches eine Negerin, die während deS Sabbatbö in der. -.Ii« Elijabu'S die den Israeliten verbotenen Arbeitendest«:!'», in einer Ziege,ibockbauk gebracht batte. ' N Nach der Mahlzeit der Männer begann die der Frauen, welche stets getrennt und zuletzt essen. Auch dies ist eip Wiederschein der arabischen Sitten, ein barbarischer Gebrauch, welcher aus dem Weibe ein dem Manne untergeordnetes Wesen macht. Zn dieser Beziehung ist die Jüdin der Wüste nicht glücklicher als ' ti maurische Weib; wie .dieses bleibt ste von ihrer Der >'ittzu.ig an, welche gewöhnlich jm Alker von 12 odir Zähren stattfindet, biS zu ihrem Alter den Blicken der Profane« entzogen, und nur in seltenen Fällen geht sie auS dem H«,fe ihre- Gatten. Nur die bejahrten Frauen haben «die Freiheit, n^ch ihrem 'belieben auSzugehen, um die ^ur Wirrhschafr nöthigen