Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 41 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 2)
- Language
- German
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üb jj r* Brauch sowodl Häusern zu Letzteren ift biS. zu einer bewundernsw Ein junger, reu nach Fran mzr eines T der er mich, ru'en lassen, wirr- .trotz Dei> tvdl ift. werk ken .21«, dar onßerdem sehr Zn Rcbecc Von' der Gle Nocmi vor alle Tröstung" dc'lhen :u lass hen tujiut Uebdigenc. lui Eeget-un.; ult t»rr Ihrig,«. Äfaitliu itUi wen .itistrnr bedürfe nnr~ *üifn. Äuä' tigcn Nocmi kel -unter .kie Blad'. Ta ' der« und ge zu Stütze,, dienee. Tan, '.erschrirten, verirr,ckenr. nie groß w ich meineir «um .sie Hern cm HalSbaul 0*W flaltru m stchr mit rillen Sennatend ihre Mutter. in der beobachten bi ntpörendei Rohheit gediehen. die n ürngen E gebung r.s Lp'ers gleich. Sommi. iqenS nob! nnierrichkrtcr Araber,' din Eit- 'ft. rcn. Horten nach aber Muselman sagte .-int',, er von einer ferner Kransn, zu weiß r ich: niehr aus welchem Kuintti barte prach: ..Allah har sie verrirrbeill »nd ne er Hül'»' niincl sierbcn; übrigens sob ild die ich ra ur eine lüugerc lrriratt'eii " Dein rächte ir nur Hülse der guten und düng trauen gen, >. olgeud -i'chenl e on den n D^rai s - .Amul kke Uich entgcr Mine! befton mein sei. w Sinn« stelluitzzen Rocmi'S nab lerne eS lar zs firi^rulv, den den mußte den, den ksrtve Tage war >< daganze Kranken n- Gelegenheit gehabt, Bei Gleichlültigkeit r'ür die kranken seifte F schön n 's Farn aülri.'le jüdischen alin den ara rischere vieren zumal >r du au kaum achrrsbn Jahre alt, .und ar. ie machten mir Elijatw'unt gegen kie Kranke eine Ausnahme. 162 Noemi Ilen bct rchte bäuftg ihre Mune». im ibr die il'i ihre kincitche viehc ernftopten mangelt. Tu anderen Personen der Aamilte sacnnabtt ko. um ihren «egen zu eint sangen. Rebe«,.' rach der Eure ihre- Landes^ mit ebne . n, Klag, gegen die Gleichgültigkeit ftiacb-, ünent auenietfsamrn Befragen t der nti ich tu meiner Freude, daß kbr Zustand, ein oer weiselter-zu sein , nur eines Arztes aß äuß re Mittel hinreichend rur B'ss.rüng t Z ai Kt u!,h »ul rni br von R.ne inzureth ich wci d'ie M v.riv ich >o Heft „r ich, des g bei kei versiänn Windle arnSe Mmr^ aus ihren fcheusslichl Galerie an einen lrockcpni und geschützten rächt.«;ir ihr uni Hülse von Burnu?. Klei- Mdc ru abenden -Lacken ein b,aueme es. Bett dem nn entfalteter .Zurban eUS Vorhang Kranke ii'Pater am an?«rn Morgen wieder;ü kommet. Aber emer Rückkehr mein Erstsnnm. als ctitdri zu Haühten,der Kran'en.und Werber bei'chättigt fand, eitige ihr nachchilll ich einen Zrank für tje ich r itch rurück, No»-n.l und «lste »«uleri.n 177^:^» aller Farj cn und ubanzei,' unk gieder andere ihr laß Gegesegneten Weines vom veroangenen (si Z.be n. Ich errubr von Noömi. -urichl welcher cingebtlderen kttitschei itel etneS ArzitS. dein sie ke igerr h^.be, man glaubte, die eben Zeuge war, erneuern zü mrem ich ti< hohe Wichtigkeit der daß, ra Pk Urfrrnu Niüssen. seaneten Weines anerkannte, nichts- Kranken auf die Nell'wc tdigkeit, ii gebiaiichetl. indem ich-sie oersichnr-re, ich e sic ntaelu me ich^habe nur ihre Hene unq im Enplich gal die Rebellin ren mit mein n Poreinten Nitren Elijadu's und den tbränen sie tabm das gesünkrete -Flasch«,en und atu, n ch mit dem Blicke Alexander -d. Gr. dieser > ui seinen Arzt Philipp gerietet hao poev. .licet 'com^oneretnagnls),^ als er nion inschuldigenden Brief las. Apt selben Dank meiner Bemühungen, im Lrafibe, säst hör t nes bequemen Bettes ünd VMI einem bige A obiliar in d^^arzS Elijadu'S zu schicken.' Mit einem Worte, nach kurier Zeit baue ich die Befriedigung, Rebecca in dem besriedigendst.n Zustande zu sinken. Endlich ließ sic, umgeben von der liebevollsten Sorgfalt, etwas ganz Reuefür sie. meinen Absichten Gerechtigkeit widerfahren und küßte mir im Ausbruche ihrer Dankbarkeit unaufhörlich die Hände und überhäufte mich mit den. überrriebenfte» Benennungen, und Bergleichungen. Elijabu, um mir ebenfalls seine Dankbarkeit zu betbeiien. bat mich, dem (.^otteSrienste am folgenden Sabbat beiztlwobnen, der in seinen, Hause abgehalten wurde, uyd am selbigen Tage das Frühstück mir den Seinigen zu »heilen. Ich batte keinen Grund, seine Einladung abzulehnen. WaS mich am meisten bei dieser einfachen und so wenige wunderbaren Kur freute, war, daß ich hierin nicht allein etnc lebendige Lehre für eie Sorglosigkeit der Israeliten gegen Kranke sab, sondern auch den Sieg der ranoiellen Heilkunft über die Heilnretboke der Amulette. Bon diesem Tcsqe an beiaß ich in der Tbat daS Vertrauen der Familie Elijahu -, unk bald darauf das aller jüdischen Familien in Lagbonak. Ich wurde sogar belagert von ihren A».' fragen, ftiur wegen deS gänzlichen,Mangels aller Aerne und aller vernünstigen^Pftege 'entstanden eine so große Atizabl Krankheiten unter den Einbeimtschen dieser Länder. Tie schrecklichste und hansigste von allen ist die silerige AugSuentzünkliiig. Hervorgerufrn von der furchtbaren Hitze und -dem voni Sande abprallenken Sonnenqlanz endet riese Krankheit fast iuinirr mit Verlust deS GesichrS. wenn sie sich selbst überlassen bleibt. So gicbl es in Lagbouat nicht eipe einzige güdische oder arabische Familie, die nicht einen Einäugigen orer einen Blinden in ibrer 9)?iitc zahlt unk die nicht' dem Beobachter eine reiche Ernte von opbtbal» mtrlogischen Fallen rer merkwürdigsten und schönsten Art lifsert. wie die Schule sagen würde. Wie viele arme Kindßr. wie viele junge, hübsche Mädchen habe ich ibrer Augen bsraubi ^gesehen, wo einige Körner salpeterfames Silber, zllr' rechten Zeit angrwan.t, hinreichent gewesen wären, sis zu erhalten.- Aber leider baue man bei diesen Unglück- .Irchrii nur bie abgeschinacktesten und sonderbarsten Gebräuche aßgewanrr. von denen ich als einen der merkwürdigsten dqn iolgenrew, der sowohl bei Zuren a!S Arabern gang u»d gebe ist,' anmhren will. Man schreibt mit Kreide aus -eisrem kleinen Brere Verse aus der Bibel ode, rem Koran, je! nach rer Religion deS Patienten, und mehr oder Wender dein Unistänken anpassend; alsdann wäscht man die^ Hchrist ab. und der Kranke trinkt das Waschwasser, indem üj andächtig seinen Glauben an die Einheit Gottes bekenn». — und wohlverstanden, diese Leute gehen dcr Blmdtseil geradezu entgegen, trotz der heiligsten her Leibenschaf« ke». Die vernünftigsten und dreistesten unter den Juden Iqffen sich die Stirn und Schläfe vom RasirntcsserdeS . aiabifchen Barbiers abscheeren. Dieser, der Figaro der Wüste, der die Verrichtungen des Wundärztezu denen seines Standes fügt, läßt, meiner Treu', den Herren Ma« raboukS nur eine ziemlich schwere Eoncurrellz. Glücklicher Weise sieht diese barbarisch« Heilmethode sei» der französischen Invasion täglich die Zahl ihrer Anhänger schwin- 'd«n, und jetzt giebt es nur noch wenige eingeborene Kranke,- die nicht ihre Zufiucht zu französischen Aerzten nähmen.' Ich batte für mein Theil daS Glück, ein Wenigezum Untergänge der Amulette beizutragen und unfern GlaubenSbtzüdern die Wahlthaten der wahren Heilkunft kennen