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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 39 (1854) · p. Seite 154

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
39 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 154 (sequence 2)
Language
German
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154 tut lack er»f Ngt lasses ajif. Ack. ich haue antr »orten kannte, zum heiligen verwundere Kanicracei, v rwenden. Mein e, mich ^tus, aber »an men bg«: mein,' nns kon ves 1ti> Wir mit zum. wir imiuen wurdet ein iiwschrii lisch. lisst als wir bc^auslalen — lag Cie Sckck'ach.H, Nc ganze duxchiri btte Ebene vor uu n uns nicht, ^ttkv inauf ging eS Cei fd't JX tie iv t PCI wü t-nto vnmi.-. . Hü re. ei» stechender Schmerz so Ge rel'rkuge^ haue mich bekröne;t. fäujf St bii tv J r ter nur nid'!*, bai t maliung, ich leumc nuch mit regen. die Zun am roi wa : un •jo stc i ftei 2" M -m UN UN um Me r 011 fa uni uni Mein ss!rübe drangen die Lostnen irablcn durch dir zu eneir'ffci bald die Lafiipfw»lken des donnernden Geschü ,es -grn-l len. Ich wgrigefa Leinen,, dem ich Un über» Andenken, -er sollte, ihn em Ernste wurde Rechnung gefHloss ßr, rnbig, fast bei pr. Zch dei^'Gtiade deS Allerhadm ns ohne Zagen ü ie vb »eines Lebenswandels. egiulciu ward be.or .n, eie Stellung t eo Feintu umgeben, und .ein.r Ba tterie in ci# «ciw mußten bin Mw . a manchlren. um iri. Es war ichm Mittag uich recht» hörten rr ras Schlachtgeki fe. Endlich errei ne uns kaiien»cher'Adtluan , und bcfab! uns. 'ln Ger.its äbsufckttcnitti.- Wir jagten-rurch ein besann dessen beten i?cren iu i;r uns, a.er, (neu uf, Kg neraden.-zum Tan fiil'ilir ii einen t AIS ich feucht auß gekistet baben. renn im mich, vor mir lagen cif Leichen ai fgebäuit^ Aon der e stch 2 lies verzog»«. Iü Gaume t. au> meiner wollen tvejm uju, und werden in len alteft Laute imu See höbe die B.nlftt,! i.-r uns, aier, jw-.r ewabrren es nicht. l, und .-gesunden, daß ich ergeben erabdonncNc. K» rrakschen erwacbie. war es i berab. Es «nun mebr {» rerneblner ncn Teilt, Ceim tch »Tit'Ue e tumvt" uur allgdin-iii. nocb efiuual;u sterben, gelegen,;unmtr rief ich und wjir Allen öbnenken Stoß ai zkc, ich tank;ujjmihen, eine Freund auch er Ittolfctii zu sa!> t.imeu 'alterte, . Doch Hügel. ist um mich, und d-r-Abend l'idr noch einen! barlrn 'neben/ Schlacht auf dem fernen Ängel, es iiiHteeine lödtl inde mußte das Hlut ge-- nicht ttenfei. Rer ijfdi glaubte erwacht iiiie Stundemochk aben. und es begann zik dämmern, s dänutcite es vor meiner! Geiste, die Ge da der per timen stch. Sc a.bk ibr nicht, geleg Jugend, und ich nk wieder kam d aber lawgi'am^dl meiner lernl Hügels einer laigen Lim.. Doch nur iii:tn Vater, meine Sckra 'enterten üi' aus mich- Sil»- neigten ibre tieser PNC t.ierer, und ich ngen lnncu:. -ie geronnen Dich fviJd'Crt fl- Cu.mtfcf stikh^t, Dich nicht s'ijiaustragen! Ja as langvergessene mir. ' Und ich sei Da l egann ich das jü eitrig terznsagen, meine Osctmlunu Schmer;;ufein, -ich schon Wewigi keu -und n.- Geisterb»! . ries - es in meinem Zug heran von d r Spitze smal, gemessene!» Schrittes, Alles -wich vor i rit aus, Mutter. mein P legevaier ''in Zuge, und stillten stch säupier nixdir-zu i rir, uu* sab in ibre glänzloin Todibaren. 26ir wollen-Dich, Aber Dwbist a Jude. Wie ein Jude.. körne« wir ich bin Jude! rßes ks iw Won war wieker lebendig nre mich ibrc Hanlje zu un'. n*H. eifer wieder, bis zw End«, e rcirtei kräftig geworden Geister mir-»u. Roch eine ifd)c Sündenbekeiini Zunge stammelte ge äustg die gän»- ich ermattete dnu unv sofort b Da war meine Weiter, weiter! i iesen die Erinnerung blitzte riir durch che (Frkleble die Seele: LcKems. Jisrael, kreischte ich aus. Adonai Elohenu, Adonai Echodi und ich sank in die Arme des Todos.'- Aber ich kehrte dennoch zum ^Leben wieder. Ich erwachte auf einem ärmlichen Lager in einem niedern Zimmer. Wie lang ich da schon gelegen batte, wußte ich nicht. Iw sammelte mein Bewußtsein. Ich sah mich im Zimmer um. und erblickte einen Greis mit langem Silberbarte, stierend in einen großen Folianten. Dort an der Wand bing ein schicchlgerabnues Papier, auf welchem mit großen Buci'staben -- Misrach stand. Daneben ein großer -und ein kleiner Beutel. An der Tbürpfoste war em ländlicher Pjechkasten befestigt, aus dessen Ocffnnng das heilige Wort Sclmddai emgeAenschaiue. Ich wußte, ich warbei Juden. Doch ich will meine Erzählung nicht aufbalten. Spetter thiilte* man nur mit, daß einige polnische Juden unter f«n Schutze ter Dämmerung mir dem entlegeneren Tbeileres Schlal^feldes berumgestreist, um Beute zu suchen. Da börten'sie ein lautes 8clu-ma, und überzeug!, daß bstr ein sterbender Jude läge, waren ste herangeeilt. -Sie faüden mich, als ich eben wieder bei dem Worte Erliod zn'ammensank. Darauf batten ste mich aufgenom- 'men. in das nabe Sdädtchen getragen, und bei Einem aus ihrer Mitte niedergelegk. Sie batten mich verbunden, so gut st< konnten und später einen Wundabzt gewonnen. Ich'war bald in ein beftigeS Duiicsteber verfallen, und aus diesem in tvdesäbnlichen Schlaf. Doch ich war gerettet. Mehrere Wochen blieb ich bei meinen polnischen Inden, und ersubr auch hier, welch' falsches Bild wir uns von dem Volksleben dieser Schattirung unsrer Glaubensgenossen zu machen pflegen, indem wir die Farben von den vagabundirenden Subjekten, die uns bebkllsgen, leibe«- Ein tiefes Gemürbsleben, .ein raffinirker Witz, eine Scharrstchk in den krückenkflen Lebensverbaltnissen, diese stnd ibie Mittel, ibre Waffen, ibre Webr. Erst nach Jahren gelang es nstr, meiner Dankbarkeit in Etwas Genüge ru rbutt. Damals hatte ick' ibnen nichts zu bieten, als den Segen Gottes, flenn mein Soldarenkleid war Alles, was ich übrig hatte. Anfragen und Antworten. 31.. Von L. in B. Ein positiv-religiöser Rabbiner bgl seit vielen Zähren in seiner Synagoge einige Reformen eingefühfl, die stch stets, allgemeiner Anerkennuiiq erfreuten. B. Eonssrmation., Ehoralgesang, stille- Bereu der Ge'ineindeqlieder, ein ergreifendes Lrcm-Rituale u. dgl. — Leit einiger Zeit weilt in dieser Gemeinde ein ziemlich unstudirtrr, dennoch geprüfter Eandidat der nbuorkbvdvren Schule, welcher ganzohne Anstellung unv Beruf die erwähinen Einrichkungen im Stillen bekrittelt, und wo käme ries nichr vor? binrer dem Rücken deS Rabbiners auch einige Anhänger findet, die nur auf einen günstigen Moment.warten, um ihr jetziges Murmeln in ein lautes Brüllen übergehen zu lassen. Wie soll stch der Rabbiner solchen Eandidaken nnv seinen Anhängern gegenüber verhalten? Er soll dem guten Sinn'-.seiner Gemeinde vertrauen, von der Kanzel (ohne zu polemistr-n) über alle Fragen

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