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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 38 (1854) · p. Seite 150

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
38 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 150 (sequence 2)
Language
German
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hören ircrCfi; wenr den Slfntcben üatt eme- H rzens ren Srem e n Her; >cn Kle sch inne wohnen wird: wenn ^ter .Hesr 2 len Ko k/rn reine Lippen verhieben haben wirr. «t»s v«y fle ai e re- Herrn Namen anruren rrerren einmnrbigen Herren? uns »ei r,einiger Raute auf de ganwenn r:e Lckwener zu tzZstugr fein Schafe ren Ersterrrannt 'ei 1 wirk-: fchaaren! urw rie Spieße'zu Rebmessern verwände rverden^ wann de? Wollet'obyen wirr bei dem 4lnv r-e Lejp der Niedlich llnrer fern Böten ^ebr Arme- Lruye 'er £ 'tu u: ge'a.r. in d In reich? bens" Marnr beir gSst ligion «e ra konnte Zunn? keine Dror. ttth rel'n 2 vor, t 8« *) S-ie rdi gen r, r T^-ime Bald -jl' düng, vorne f,n ie parr worden wi, v mir rer Ziege unk «in Je wohnen wtrd uurer feinem Weinstock v und m Ferginbaume rann wirr kie.H/rr'ch rr des -chen »ei» und rie Menschheit keines e fernen rkcn zug Rl>d,r alning .des Lasters uro zur äugend. rxr r v;tr Inrel iftt 3.t:i -1 -; - » T" r» en re eine lek i) ach crne ui d il't ri iziges .Rti: c eben unt darren ’;e trostlos rurückgelasiei. Ne h baratin rn nrli' r'iir Ggf % Haufe Jib lieh v> rock «edr lt^rdr unr Zerr 2 . rr rohlbckenr- »eine Garben eüiheunren, waS dS inner- Tvränen Markus G§l''ch Drerisss. Lebrer. 0?tnc Mahre Geschichte. . r,r großen Haiennarr des mittägige» junge Wirrwe jüdischen medrjal'iigen glücklichen Ebe w ren jbr d an einer epidemischen verbarrr'chttn Me. riere Lunde. itc ielbj ras OJ-Kbati ibreS ManneS r> ersetzen des Lveri bau-.', in . welchem auck ^agesj sparsam re her s in — fub trTT^oirvhinf nen len wellen, (ys stieg nr riebst erren ui $ rrrrc eine Lunche bei unsrer er JyremCr »tue r M^nfartf irr, tiit sein r »yrji: au aganf« Glau» •Äidnfernrge bergurchr.r waren. L>e könnt' darin r .erlangest, aber ne erwarb' rfock ihr Abend — es inög.en jikl gckk- Wirwe rn j'uii beraüs. Erster. ern-r Daiue uack zgiten Alters d erbi-lreni ein Zimmpr. Beim qewabrre ' ofexbrne bald, daß-di' tuyge M leyrch Sridtuu interessanter Umsttnre war. fe Iofevbine um ein,' lnreare« aß er. ein - I'raelrr ruS ÜJU rer Reite nach Partbegras tvo er. iron einem Obeim ehre berrächrlichc Summe .mg ne'men so.lc. daß seine Frau aber die Jrnnde n.ilcn rüble. 'i> daß ne diese hier ii rdrem warrei woUtctt; .v wolle eUle Beluübnng n reirörtgelren; :ttc beräbli, au' die lrachrien Wvch n'8l«tb das 'X i rbigste 1 oraus. I, sevbni' war eS gurried äe gebein nißvolle Lumve kam "im Dunkek?de' «achs, und i ick schnerem Leiden r rwanrsich ein liebliches Mag« in vem Sckooße -de garren Krau.. Iosevi ine leie ftere.ulc wacker 1 Beiftanv prtegre sie wie eine leibliche Lckwe ler — aber die Blume war geknickt, u rd nach vrerge^ 1 Tage» wurde fir in den Zchooß de- KtaubeS gesenkt daß ibr -leibliche' Tbeil;u diesem zuriKebre Wir t 'ollen d<n Schmerz des Gauen nickt schit ierrr; 0 aU' 'eine Freude, all' sein Glück schien irr die dunkle Erde gesenkt. Aber rie Norhwenrigktir drängle; er mußte;u dem Cbtim, fall# er nickt diesen aufbringen und nch der ihm sehr benörbigren Hülfe verlustig machen wollte... 23*6 rhun? ... Er rrrach mit Zosepbinen. und diese — stank ntchr an, ibm ras Awv während rer vierzehn Tage, die er fern bleiben würde, aurbewabren und verpflegen;u wollen. Der junge' Mann rrennre sich nach barrem Kampfe, mir vielen Tbränen von dem reizenden Kinde, dem einzigen lleberbleibsel einer langgenäbrken, zärrlichen Liehe ... Er reiste ab ... . Er retft, ab — und kam nicht wieder, Die vierzehn - Tage vergingen, rrnr er erschien nichr. Jofephine konnte üch leicht einige Ursachen erdenken. Ein Monn, und der Barer kres KindeS meldete nch nickt. Monat auf Monat verfloß, ein Zabr. und kaS Mäocken ward von der Amme enitvbb'nt — aber - nickt abgebolk. Iesepbine mußte zu der Ansicht kommen, raß der junge Mann verunglückt sei. und vagste das Kind lieb gewonnen, und sie selbst' Niemanden baue, an den sick ibr Her; bangen sollte.' entschloß sie sick. das Kinr als das ihrige ru betrachten. eS sorgfältig ru erziehen, es mit aller Liebe zu halten .... 2o vergingen siebrebn Jakre. Die kleine Mirjam ward eine.liebliche Zungsrau, deren reizenoeS. Wesen, deren herzliche Hingebung die Frau Iosepblne für ihre Be» mill'ungen und Opfer entschädigte und sie so sehr beglstckkc. wir ein Kind, das unter ihrem Herzen gelegen, nicht mebr vermocht baue. Des' Baiers der. Mirjam ward läßqst .nicht mehr gevackr. Da rubr an demselben Tage dcS Zabres — siebzehn )aibre später als ras erste Mal — spar am 'Abend, eine Katsche vor Josepbmens Hanse vor und berausstieg ein ustqeräbr vierzigjähriger, sonnengebräunter Mann, der ha stig nach dir Winhin frug, sie. trotz ihren» Embonpvint, leijickk erkannte und szck alS den Mann zu erkennen gab, welcher sein Kind, vor langes Zeit in ihren Händen zurfzckgelanen habe. Ern Toressckreck überruhr die arme Frau. Et gab ibr die genauesten Kennzeichen alleS damals Geschehenen an. cr b,'schrieb ibr"die Chiffren der Wascke. den N!ng. den er seinem Kinde zurückgelaffen, kurz. Iosepbine tvilnre nicht zweifeln, raß sie ren Vater ihrer Mirjam vor sit^ hhbe. Diese wurde unter schweren Tbranen herbeäge- .hhlk — aber sie konnte sich 'kaum an den Gedanken, daß pet ihr nock so fremde, Mann^ihr Vater sei. gewöhnen. Dieser erzählte, daß er. in Paris angekommen, seinen Obeim im Sterben und — durch einen Unglücksrall. seines ganzen Vermögens" verlustig gefunden. Die. Reise hatte seine letzten Mittel verzehrt, .und nicht mehr ausnoch ein wissend, »ckiffte er verzweistungsvoll nach Amerika über, von der Gesinnung-weise der sräu Zosephjne' ras' Beste für sein Kind erwartend. Auch in der neuen Welk batte er viele Jahre zu kämpfen, und stand mehre Male a»» Rande des Verderbens. Endlich schien ibm die Sonne dfS Glückes. Er ward Besitzer einiger Plantagen, brachte diese in großen Flor, und rein Vermögen wuchs. Da führ er über den Ocean, um fein nie vergessenes Kind aufzusucken und nach feinem Hause zu holen. Mit welchem Zagen batte er die Reise zorückgelegt. wie viele Fragen hatten sein besorgte- Herz bestürmt — dock ein gütige- HeschkLHane fi, auf'S Freundlichst/beantwortet, er schloß soin schöne-, wohlerzogene- Tö'chierchen in seine Arme ....

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