Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 25 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
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98 <- H wenn auch «aL Süd nach wird ich mit ich tapfer. sten sie den und einige scheu den diese« bra Gelehrter niedergeu etzelt, die Kraue«'und Kindeii als E laven verkauft wo den sei«; nur eine kleine Äuzabk, die gerade von ^bre n Haup ort entfernt gewesen! seien, batten sich gerettet, waren >or der lbebermacbr >der JSn aillim von Land!zu Lcknv.;on Wüste zu Wüst« gewichen, bis. sie hierher c eLoi^men. undnun seit langeir Zeit, mir sww rem Kai ipt. und bald nach Hst/ bald rückenp, siäk'beb> upteten. Nach und ihren Z» landen rekantiler. nnd fand'sie-frei bieder, g «rressürst lig. doll bäusllcher Tugend un > Unschuld, aber aus rob. uuwiffend, voll Aberglaubens. §ie basten einige, be liqe Asien, von ihren Vätern ererbt, darin ich die Tboah, di« Psalmen und den gewaltige s Jeschajah fand. - a' er sie r rstanden den Jnbalf' sticht, w rs sie an .Gesetz ü!ten, w, r überkommener Gebpauüi, Däreriv' achtbare von Geschlecht zu Geschlecht, 'Wifttfor, t«ln, we che sie, oft genug sebr entstell , Kindern aut die Rippen gewöhnten. Ihr traget m ch gewiß, waS ich nun unter ven Leuen und ür sie that? Wär^ich.. «n. -- gewesen, balle iä sie'vielleicht zu .ven Iboren der Wissenschaft qeübrt; wir' ich ein Geschäftsmann gewesen, hätte ich sie v clleichi i bcrreder. zu den gesitteten. 4)vlftrn zu ziehen -- aber Ihr wisset, ich babe in, meiner Jugend nur obe, läcklich^ Kenntnisse erworben, unv all, in die ritterlichen Künste eübet. Auch glaubte ich -ln der That, baß niä t durch eiteles Wissen, oder durch R'ichtbü»»er, ihnen d.6 Heil vachsen würde, sondern daß ie vor Allem Sic erheit uii Frieden baben müßten, utn!vpn innen heraus zu gebe den. Auch traten bald E^e gniffe ein, welihe >lle and ren Gedanken verdrängten. Das Dorf der Ber Aurel; , in welchem ich Äurnabm gefunden, 'bestand rus ung sabr dreihundert Zelten, aus eves Kezelr eine Fa tultf zu rechnen. liefe Familien lebte i sehr einfach uni zurückg'zogen, jede Familie mit ibrr Arbeiten beschäm t, nur daß .dann und wann Her Ei«! dem Andern en en Besub abstakrele.-- Besonders die grauen sab man se ten auß rbalb des Zeltes, während ne Kinder immerfo:t in de> Gassen spielten-.. Tie Zelre lagen nicht allzufth zerstreu , und zur Sicherheit wurde» jeden Tag -einige rietter'aulgesandr^ die'Umgebung,zu durchstreifen. E Auf da Allarn zeichen versammelten sich dann alle Männer ber affner , rie eine Hälfte zog dem Feind r entgegen, dir an ere dli«i> zur Vertheidlgung des DocfeS zurück. Wa^ t r. Gegnezu zahlreich, so wurden sch»e l die Zelle abgebro hen, um man zog woblzeorbnet ml so .vieler Habe t'i# mogl ch, nach einem andern Platze ib, welcher im Bo aus schS l gewählt war. Ihr sehet, u an. verfuhr mit gri ßer Eiwachbeil. aber mit best» arösie» r Verückt. welche abrbnnd rtlange Erfahrung zur andern Natur gemacht i atte. 4 kich selbst baikm sie noch in dem Fremdenzelte gelassei, da sie sich über den außerjordentlichen Fall, t nen Be : Jebuv, der keinem Stamme« angehörte, wobl nnicht einigen gekonnt. ] Ab r noch i?ar die Sonne nicht dreimal untergegangen u d ich b, gann eben meine Kräfte wieder zu erlangen, a 8 gegen Mittag der Skreifzuz in Carrsere zurückkrhric ind mell rrc, daß ein sehr großer Häuf§ Bewassfteter «me i fcindlic «, BeduinenstammeS heranrüich^. Schnell war d< S Allar» zeiche» gegeben. in einer BierieÄande stand die Mi nnfchaft gewlaffner zusammen — aber «r Fall war eigen. Die Männer des SrreifzugeS waren nicht einig; die Einen hatten die Fripde so . übermäßig gesehen, daß Widerstand nicht möglich, die Andern glaubten sich stark genug, um ihm entgegen zu treten, aber eS dürfe keine T Heilung staftfinden. Guter Rath war theuer^ Ich übersah die Lage der Sache bald. Ich erhob meine Stimme, und sprach meme Meinung kurz und bestimmt aus. Sie fand bei den einfachen Männern Eingang, und da ei sehr drängte, nahm ick, ich weiß noch nicht wie und wider all' ihren Brauch, das Eommando über mich. Dir Zelte wurden abgebrochen, aber nur als Schutzdecke 'über da.s Eigentbum niedergelegt. Nicht weit davon war ein Hügel - mit breitem Rücken. Da ließ ich eiw große- ViereckHdey. die Frauen und Kinder. Rosse und Esel in der Mitte, die Speere fällen, die Bogenschützen in zweiter und dritter Lilie. Ich selbst unv ungefähr fünfzig der tapfersten Männer, wir bildeten zu Pferoe eine Vorhut und beweg, liche Colonne. ' In einer Stunde war dieS Mes auSgefübrt und wir erwarteten ruhig den Feind. Er kam. Eine Schaar von fast tausend Reitern sprengte mit furchtbarem Kampfgeschrei auf un4 los. AIS sie ganz dicht war, th'eilke sich die Vorhut und warf sich zu be'rden Seiten herum. Da erhob sich aus dem Viereck eine Wo.lke von Pfeilen, die gar nicht endete, da die Schützen abwechselnd schossen unv spannten. Die Reiter prallten an der unerschütterlich festen Linie der langen Speere ab, wir" aber, die Vorhut, warfen uns nun mit unwiderstehlicher Gewalt auf die Feinde von den Seiten her. Der Feind wich und kehrte wiede.r, wich abermals und machte den dritten Angriff. Jetzt aber gab ich ein Zeichen, unv, nachdem 'er wieder mit wachsendem Verluste zurückgeschlagen war, warf sich die größere Zahl der Männer auf die be^ reit stehenden Rosse, wir verfolgten den verwirrten unv geschlagenen Feind, daß er sich nicht wieder sammeln konnte .— unser Sieg war vollständig; . mehr als fünfhundert Todte und Verwundete bedeckten das Schlachtfeld, während von den. Unsren verhältnißmäßig nur sehr wenige gefallen waren. Der Jubel des SrammeS war groß. Noch denselben Abend standen die Zelte wieder; noch denselben Abend kam der ganze Stamm.vor daS Fremdenzelt, brachte mir feinen Dank, nahm mich feierlich unter mancherlei Ceremonieen in den Stamm auf, und führte mich in da- Zelt jenes Greifes, deS Oberhaupts deS Stammes, der mich als feinen Sohn annahm. Nun. theure Brüder, in demselben Zelte bei dem weib- und kinderlosen Greift, lebte und waltete die Tochter seines in einer Schlacht gefallenen jüngeren BruderS, und ich konnte nicht lange unter einem Dache mit Ai sch a weilen, obne daß ihre bezaubernde Schönheit, ihre Tugend. ihr Fleiß, ihre Freundlichkeit mein Her; gewannen. Sie ward mein Weib, und beglückte mich die ganzen neun Jahre ununterbrochen, die seitdem verflossen, und schenkte mir diese beiden Knaben und zwei Mägdlein, welche bei ihr zu Hause geblieben . . . ' - Doch ich bin mit meiner Erzählung noch nicht zu Ende. Das von mir geschilderte Treffen, so wie noch mehrmalige Angriffe, die bald darauf stattfanden, mußten mir um so mehr Bedenken über die Lage deS Stammeeinffößen. als ich eiasah, wie die Vereinigung zweier Feinde bei all' unsrer Tapferkeit unerdrücken mußte, und als mich bald die Männer des Stammezu ihrem Führer