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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 24 (1854) · p. Seite 94

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
24 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 94 (sequence 2)
Language
German
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tfldt« Tatze) und legte sie auf meinen liitfÄt Arni. 3<& am blieb! mannhaft sieben, sah ihm sckari ins Auge. u»a rübne mit nicht. Da senkten nt die ssieder de- Löwen über seine Augen, während sein Kopf i rit dem off >^n^ Rachen! zu mir binaufgeboben blieb. Tiefen ^Mo» benu-tr ich,' und während ich mir dem linken Art»» ustv-rrückt r ie furchtbare Last der Löwenratztrug,, zog ,«ki» e Rette ra'S kurze Messer, und »enktr ei. während löwe die Augen not geschlossen hielt, ibn tttit mach rigetH Stoße in das Herz . . Gon war isttt mir — der Lö» >e fub^.einen Moment auf. und riß seine e von »»einem Arme, um mit;u treffe^ —' aber demselben Momente nel er rodt um. da ick'das in den Wunde herumkn ble.' Ich trug nichts oa- ,IS einen eiwuS' zerrissenen linken Arst». i eyt wankte in Rit f. vofi. ni G-saftr barkei da!ste ba-ke» eilten t nachdem Ben'um. der nicht begriffest. daß die fton vorüber. Ich balt ihm huf. L «eine Bewunderung fanden keinss Grenz mit. ei bei mir feiir.e ganze Habe. alle n an. .t sollte sein Vezier werden, er i>alaü. 'härten. sclaveo. schenken, kurz Wünft r muUin.!^llcS wieit zurück,, nur »ne Dank» \£x um» sezqe Kost, wolle mir alle meine seine letzten 2Lh.'rte diel it fest, uikd erklärte ihn: alte meine Wün^ e beftrl nkten nt darauf, daß er mir dke Freiheit schenke;u dcn Ben» )ebüd zu ziehen, und mir Anleitung gebe, wie nt u ibnen gelange . . . Der Bv erschrak fast au kiese (Eröffnung. uNd stbon aus der He Mkebr bot er Alle, auf, mich davon zurück zu dringen.' 3a, er bor mir enrlit eine eigene Tochter z»öv» Weibe an. ..wt ßn it bei ihm bli de . . l ich verweigerte eS. E >.*l >tge Wo Hen später sehet 3hr »nick» wi hl auSge rüstet v il Roß rnd Waffen, bis an die Gnize seiner Hernch; i» vom Sev selbsts-den da ab von ziLr en kundigen Füi rern becleikek, über kaS Gebirge'ziehen. 3t will Euch. dl Geiaht n, die 'zu bestehen,. die Mühei. die zu ertragen die Hi verniffe, die zu überwinden w> ren. nicht nab^r ft «ildern -genug, it besiegte üe Alle. ireilickmit rem Be luste Ei es meiner Führer. der in eine Eisspalte hinunter ulschte, kl 6 wir d»e Region deS ewige» Schnees beirewn;atten, und.darin ganzli^ verschwand. Wir mußten über ein himnelbvhe- Gebirge klimmen, w> nirgend ern Pfa . unk ohne selbst eine genau» Kund .Selens vieinex tübrer; n -»er Schlucht laüeri/'ker Lö^. auf der Höb der B^r uk»d der Gerer auf uys aber mit Gon übi ewan^en wir Alles, wir stiegen am «rüvhange de- Gebitge« nie er, eS war eine fruchtbare Landschaft, wo der Freibrief veS Bev mir eine ziemlich j ule Auf» nabme b reitete, aber ringsum, wie von eineu Gürtel; vo^u Sa» me der »nermeßlichen Wüst, umschlungen, und in sie bl» rin ging mein Weg. Aiich in, letzte»-Natt» quartier wr der lLüstr erwachte, war aut mei» zweiter Führe, v rschwunl en,- er war entwischt. )ch ko »ne ihm nicht Unrcht gebe», er Hane nicht wie it, ein r.lolk und eine Hew alb zu uchen ... Meii Roß b ttat die schweigende Wüste; ich.»par allein,• se bst obm Kunde des WkgeS. . Man bme mir gesagt: U e Beni 3chuv hauftlen jetzt auf mur ren Inseln der Püste, iwlche aber weitab im Osten tut jeder Karawane, pilgern, dl m Gon unk ihr n ( straße L gen, ich müßte durchaus nach vertrauend, der auch die Wüst« regiere, cht gesta ret, den Raub zu verschlingen. Morgen welchen er ibr nicht bestimmt hat; eS »vürde aber sebr schwer balzen. .Lutritt zu ibnen zu erlangen, da sie, durch neuer- Käinpse sebr mißtrauisch und abgeschlossen geworden; seit Jahren hatte man nicht- Gewisses von ihnen flflj&ttj Zhr werdet sagen, daß eS ein Unstntt'von mir war. ei-) nem Traumgebilve zu folgen, ohne die Gewißheit. eS je zu erreichen — immerhin, für mich wdr die- Traumgebil^ die einzige Wirklichkeit, in der mir eine Zukunft lag: ich war'kein Gelehrter, der sich eine Welt der Wirkfamkeit. kein Kaufmann, der sich einen KreiS deS Erwer. beS überall schaffen kann; ich war es überdrüssig, in den Ländern der Christenheit und. VeS Halbmondes gehetzt zu. werden ohne Stätte und ebne Ebre. Noch einen Blick auf die wunderbare Landschaft hinter mir, noch einen in die Höbe, „von wannen mir Hülfe-komme/' und vorwärts in die unabsehbare Wüste .... Ich will Euch mit den Schrecknissen dieses Weges nicht ermüden:, am Tage war die Sonne, in der Nacht waren die Sterne meine Wegweiler. um mich nach Osten zu ) geleiten . . . Wirbelwinde kamen und bedeckte» mich und mein treues Aoß fast mit dem Sande der Wüste, erstickjren beinah mich und mein Pferd mit der Glutb der Wüste: der senkrechte Strabl der Sonne, den kein Schatten. kein Wasserkunst, kein kübler Luftzug brach, warf uns erschöpft nieder; täuschende Nebelbilver wollten mich bald recht-, bald link's von meinem Wege veralten; deS SkachiS streifterff schreckliche Raubtbierff umher, unk nur der Obbul GotteS kann ick es zuschreiben, daß sie »nir -und meinem Rosse v.orübereilten . . . Da ging endlich mein Wastervorraet^ zu Ende; meine beiden Schläuche waren leer bis zu dem letzten Tropfen; ich und mein Pferd waren tenl Berschrnachten nabe, längfs war ich abgestiegen, . schleppte mich langsam vorwärts, mein. Pferd schlich binter mir drein, ich konnte nickt mehr, an einem kleinen Sandbügel sank ich nieder, mein Pferd streckte sich neben mich, die Sinne vergingen mir . . . Wie lange ick da gelegen, weiß ick nicht, mein Roß war utlkerveß verschmachtet ... ick aber fühlte plötzlich muren in den Nebeln, darin ich versunken, > einen Stick auf meine Zunge, und an diesem Schmerz erwachte ick ... ich schlug die Augen auf, und erblickte über mich hingebeugt ein langes, bärtiges, dunkelbraune- Antlitz, eine Gestalt in-gewöhnlicher Beduinentracht, die mijr.auS einer kurzen Lcderflafche langsam einige Tropfen lauen, aber für mich unsäglich erquicklichen WafferS einflößtd. Zck »rar gerettet . . Ich sab Um mich, und erblickte mehrere' Männer zu Roß, ich ward auf einegehoben^ der Reiter umfaßte mich mit seiner Linken, fort ging eS io rasendem Galopp, daß ick mehrere Mgle daS Bewußtsein verlor — "»dlick, welch' kubier Luftzug fächelt um meist glühendes Antlitz? Ich schlage die Augen auf, und vor mir liegt ein Garten beS Himmels, von einem Bache durchschlängelt, Rasen. Palinen, Maisfelder. Zelte . . .j bald ruhe ick, mit envas . Nahrung erquickt, auf einem Lager und schlafe Tage und sttächte durch. Bald nachdem ich, gestärkt und wiederbelsbt, erwacht war und mich von meinem Lager erhoben hatte, -trat ein ehrwürdiger Greis in das Zelt. Ein schneeweißes Be» duinengewand umkleidete ihn, ein schneeweißer Bart stoß darauf nieder, ein schneeweißer Turban, aus dem Silberlocken quöllen, umschloß sein Haupts aber an dem Ober« l

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