Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 21 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 2)
- Language
- German
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SS t »re «r tra < uv: Oii L. llb n i zusl a |te hockachte, dem weltlich m i f bet dere. Abn AvS „Ich ging Schärpe. Leege-T mir ein Bart.' mutze coi mich hielt, jeden meiner wie er so gut Beider nem und ler Erstatt Kopf Dann | bab' ick Aufsehen rasch uni den altfr Auge lung erb Gefühl, kenschwer „Möchte .auSgespr, ' Mini Arrillene wuree Z mit 'ttiw ntuptr ftr großer 9 Abschied rersammcht licheS neue fchklg^u^t a&fr P Jahre Z> i fich ansg statt mir ten bau Aufstestu zen Aug nieder, wurden, trugen. Marbemtst ersten .Au» neS Äbestd Prtstdeni r Nach der i an welchl r «fl t Me Eli voll i daß er winn,!N Ru lachte, igung Dattzig seelens decorinchi übe > lter blieb u Kopfe irscheinlisb die z'er gr mne. iit denn e er, et» i nd 9 fchrerbli« i nen. an mären. er. . gegeben! zu eniq lachend Mann i oben lckre, d nein Mist sevt, der Seg chen (~ rweile und epr. 18 jährlich n alsbal udrung. ron ihr harre, wob! rhode d man Aug^i l dazu zeichnet. Ster xr i g der »d legt« n eiche rnd »hm Später ik, un! ff, der vieser rn; Tbl n duich Zi S war n P., Thee auch den Reliyion-wkchsel asß fchnLaus'Ehrgeiz. oder auS länderen fickten al« eine große Bjlaspheand daß er überhaupt eine gayz befong:gen getaufte Juden habe." s erzählt Burg auch folgende Anekdote. ' ergnügl. im Paradeanzug, weiße Hofen, Czakot. alles funke! bagel'^eu. vom den Wall zur Stadt. Da ^begegnete ischer Jude mit eintzm langen, weißen hrfurLtSvoll,tzev.en. nahm feine Pudel« und buckle sich tief vor mir. indem er fstr einen sehr hochgestellten Mann kölnischen Zuren überhaupt gemeiniglich *u m. Ich trat zu ihm und sagt,, in' einer ihm sehr verstLnrlicken! Sprache, o vor mir demütbigen könnet ich sei Abkömmling Israels, wir.feiin mithin nicht mehr als der Ankere. Mit e>- fteudiaen Blick fab' der Alte mich bol- Er schlug Heide Hände hoch über den ind schrie: „Schema, Jisroeil! u. s. f. Gelt. Gon! was bab' ich gslörr» was und .wollte meine Hand küf eN. Um den. zog ich mich fcknell;uriiri und ging weg^ Doch als ich mich mufab unk mit seinen ausgebreireken* Ariren. das erichler, in einer mich segnenden Srelübersiel mild .ein namenlos rübrendeS hwille war plötzlich dabin, ui r gedani meinen Weg mit dem Wm fche forr: nSipruch. den der alte Mann-nbermick in Erfüllung geben!" der Prinz August in B rlln eine Ingenieur » Schule -errichtet, uftt Burg ’ zum «rfctft im Artillerie!»Zeichnen Zulage von 350 Tblrn. gechablr. Er nach Berlin begeben, aber «i^zablt mit wie seine tzompagnie,. nachdem er schon genommen, sich am Tbore nosch einmal um ibm beim Hinausrabren-ein feier» j' bringen. Burg brachte «ijute völlig für seinen UnterrichlsgegenKa»b in Dorwyllre Anfangs nicht darauf feingehen, st . drang eurck, ibm wenig^enS zwei u bewrlligtNl and. in tiefer bewabne ste Er wurde auch Bibliothekar. der An- . Zulage.' In ren drei Sommermona» krischen Unterricht zu ertdeilru über die Geschütze u. s s. In Auftrag hes Priner sein, Methode auch in Lehrbüchern dr> ganze p.reuß. Armee ansenommen auch den Dank reS hochfel. Königs einlbrrnabm er auch, /in Reperitsripm der den Unterricht der Mathematik in der Gapde-Divistcus-Sckule. t erzählt Burg folgende Anekdote. „Ei» ich zu einem hoben. Civilbeamten. dem einer zahlreichen Gesellschaft geladen, »jmrde ich 'zu einer WbistpaNif placirt. Professor an der- Berliner Usniverfität, Namen» B., Tbeil Hane.. Dieser faßte Wohlwollen zu ir. und bat mich, fein Tifchnachkar zu sein. 8S würde bhaft geplaudert, gegessen, noch mehr getrunken. worin er Professor mit einem großartigen Beispiel »oranging. egen das Ende der Tafel kam daS Gespräch auf die Oper oseph in Egvpten," welche an diesem Abend gegeben ard. Bei dieser Gelegenheit sagte ein in unserer Nähe tzender Herr: „Da steht man doch, die Juden konnten nd können nun einmal das Schachern nicht lassen, und llre es ihr eigener Bruder fein, gehandelt muß werden." iefe Bemerkung gab nun dem Gespräch eine ganz an» ere Richtung, und Jeder wußte etwa» Andere-, GehäsiigeS, JudenfeindlicheS und mich tief Verletzendes mitzuheilen. Ich nahm, wie natürlich, an der ganzen Unteralwng äußerlich nicht den mindesten Antheil, shndern ließ ßreinen aufgeregten Gedanken freien Lauf. Der Herr «rofeffor, welcher wohl meine scheinbare Theil^ahmlosigkeil bemerkt haben mochte, wendete sich nun zu mir, faßte «ich aut den Arm, und sagte: „Herr Lieutenant. Sie find siech ein junger Mann, hören Sie -meinen Rath und neb» znen Sie stch vor vieser bösen, bösen Natiow in Acht. Ziehen Sie sich zurück, wenn Sie mir Juden-in Berührung kommen, . es bar der Verkehr mit ihnen noch Niemandem Segen gebracht"*). DaS mar mir»venn doch zu arg. Das Maaß meiner Geduld war erschöpft, und mit einer nur mühsam versteckten Entrüstung sagte ich: „Das wirk schwer angeben. Von meinen . lieben und wackren Verwandten iverke ich mich niemals zurückzieben, und von mir-selber. daS ist rein unmöglich. Immerhin ist rS aberempörend, noch in unsrer Zeit voij gebildeten Mahnern solch menschenfeindliche, mittelalterlich^ Gesinnungen zu hören. Die hierauf folgende Scene, die überaus große Verlegenheit der Herren darf ick wohl nicht erst beschreiben Der Herr.Professor wollte sich bei mir entschuldigen. daß er nicht geahnt habe, daß ich ein Jude sei. Ich erwiekerre ihm. daß er gar keiner Entschuldigung be» dürre, daß ich vielmehr, durch ihn heute Abeyd um eine große Erfahrung reicher geworden sei. Die Tafel wurde bald aufgehoben." Dagegen erzählt Burg von feinem damaligen Vorgesetzten. General von Str.impff. welcher der redlichste, gewissenhafteste Diener seines Königs war. dabei ein sehr gottesfürc^tiger, frommer Christ,, jedoch weder Frömmler, Noch Heuchler: ..wir sprachen manchmal biS Nach Mitter- Nacht über religiöse Gegenstände. . Es war der Wunsch seines Herzens, daß ich mit raufen lassen sollte, und bennoch mußte ick ibm baS versprechen geben, es niemsls aus' weltlichen Rücksichten, oder aus schnödem Gewinne, sondern nur dann zu >hun. wenn der heilige Geist über mich kommen und mit unwiderstehlicher Gewalr mich dazu dntreiben würde. . Ich gab ihm mein Versprechen, und ^abe eS gehalten."! Als 1823 vie Artillerie» und Ingenieurs Schule ein Eigenes Gebäude bekam, wurde Burg zum zweiten Auf- Idber ernannt. In diesem schwierigen Amte benahm sich Burg vollkommen gut, aber Ungunst der Ti^ection ließ .Um doch nach zwei Jahren auSscheiden, worauf er sich verbeirarhete. Der König besuchte bald darauf die Schule, t it *) Seitdem find 33 Jahre verflossen. ist e« «« die Vorurweile Bieter besser geworden?