Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 15 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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I 59 fr auS dem Dickicht gfsfhen. daß ich nur alsein sei, zunrckkehren würde. Ich hieb auf die Pferde loS. und, als ob die Thiere ihre Psticht erkannt hätten, rissen sie daS Gefährte in rasendem Galopp von dem Schauplatz deS Schreckens fort, wo der gelödtete Knecht und der scheinbar tobte Räuber allein zurückblieben. Ueber eine Stunde fuhren wid stillschweigend dahin; wir paffirten mehre Dörfer, wir begegneten R>eisenben und Wagen, und hielten uns nun fßr gerettet. Da erst wandte ich mich um, und begrüßte freundlich die Flaue». Sie batten sich beide umfaßt; es war eine ältere zmd jüngere, und ich sah schnell, daß eS Mutter und Tochter, murbmaßlich Glaubensgenossen, seien. Die Tochter lag an der Brust der Mutter, rodienbleich, mit ThräMn aus den Wangen, letztere hatte die Fassung wieder erlangt, und streichelte daS Angesicht deS Mädchens Kgum'daß ich die Pferde nun ruhiger gehen ließ, und mich sie begrü« ßenb. umwandle: alS die Mutter mir mit Blick und Wort ihren innigsten Dank auSsprach, und die T achter schnell -meine Hand ergriff und zu ihrem Munde führte. Ich bat sie, sich zu fassen, und mit mir vereint dem Gott zu banken, der die Gefahr, aber auch die Rettung zur rech« len Zeit sendet. Ihre Danksagungen und Lobsprüche über die bewiesene Hingebung konnte ich nicht -genügend ablehnen, und alS sie erst erfuhren, daß ich Zude lsei, öffneten sie die Schatzkammern ihres Herzens um so mehr. Ich erfuhr dabei, daß es die Frau und Tochter deS Rabbiner der OrtSgemeinde von NiSmeS wären, und zu einer Schwester der Erster» gerufen waren, die am Tode läge, und welche sie heute, wegen der FesteSzeit verlassen gemußt, ohne Hoffnung mit von dannen zu nehmen. Wir gelangten nach NiSmeS; ich brachte daS Gefährt, .nach s»er An« Weisung der beiden Frauen, vor daS HaudeS Rabbi; aber da eS schon hohe Zeit war. trat ich, trotz aQjctn Widerreden, nicht (in, sondern begab mich zu meinem Gastreunde. Mein Vortrag gefiel in dem kleinen Krelise, und man verpflichtete mich, den Winter in NiSmeS züzubringen, und ein Beth hamidrasch zu halten. So waren einige Tage vergangen, und iä war vor den 'Geschäften und Arbeiten der Zeit nicht im > Stande gewesen, mich nach meinen Geretteten umzusehin. Da sandte, nachdem der „BersöhnungStag" vorüber, der Rabbi zu mir. und lud mich ein. Ich fand ein in den Studien feiner Art ergrautes und ziemlich eingeschrumpfteÜ Männchen, das sich in Danksagungen erschöpfte. ES war mir sonderbar zu Muthe, alS ich so in der ansehnlichen Länge und Breite, die mir der Herr verliehet», in dem sittlichen spanischen Kostüm dastand, und das Männlein, der Repräsentant seiner Rare, sprang vor mir bin und her und ebenso mit seinen Worten, und mengte einmal ein Schrift-, einmal-ein Talmudwort hinein, und wandte eS epigrammatisch auf die Situation an, gut oder übel, u»d lachte dann frtn. hi! bi! . wöbei er die Augenbraue^ in die Höbe zog lund den zahnlosen Mund in die Brette, und daS weiße Spitzbärtchen tänzle auf und ab ... . da ging die Thüre auf, und herein trat die Tochter, die schlanke, erhabene Gestalt in einfachem, aber seh« kleidsamem Anzug, und daS herrliche Antlitz glühte öijr Röthe und die braunen Augen leuchteten vor Glanz — Junto hinter ihr die stattliche Matrone, die Mutter ... da beugte ich mich tief, und machte meine Reverenz, aber die Da« men traten zul mir. das Mädchen — die mich auS. Ir nahij tenfest den Tift bei i Hütte" mir schlichten schmückt vor mir, ach ich dort verbrachte, de i der Hi! Hi! md g< lockten die .Blis e deS der Mutter me n ganzes erzählte von E panien Euch .... doch, liebte Brüder, ich. der bis dahin lichtS Gottes «gekannt, ich kennen, ich füb te und, sie ward mir gestay i den Die Erinn<irubg i sei« Auge war1 trübe fuhr fort Versuche, den be; In der Tt gen. Man um einen neue hoben sich Hin Zeit leicht uv nämlich und Flammen auS, len. Ohne men in den Zlic fei derj so ' lange dre, plötzlich Luft sich entzü derbolten sich, wieder dazu h ordnet, war er geschehen ten sich die Ii würden sie sich wirklichen Hin gebende Eifer vom Kaiser e die Juden so und wartet» waS wirklich lichen Gefchtch schichten, die liche Erdicht»»; zu klar ist, es Unglücklich Baueder war ein _i6m s Perser gezogei Aii und sprachen noch einmal:.— auch Fülle ihrer Empfindungen gege». auf itzr Bitten für daS Laubhbt« men an . . . ^noch steht die Nein«! wildern und kupfernen Ampeln ge» es waren sehr selige Stünden, die » trotz deS seichten Geschwätze- und e wungenen Anwendung der Sprüche! llädcheno^unv die gemessenen Worte Jmiere^iuS mir heraus J— ich von rfnfm Vergantz'eicheit, von was sott ich Euch aufhalten, ge« zweiundvierzigjährige Flüchtling. ilS die Wissenschaft und tjas Wort lernte in jener Laubhütte die Liebe erweckte Liebe, ich gestanh sie, und en, und die. Eltern wart» zufrie« berkam den Erzähler . . er stockte, . . . doch bald faßte es 'sich, er (Schluß, folgt.) T'“' ScmpcLau Jerusalem nach dessen Zerstörung wieder aufzubauen. ak wu ann k IV. (Schluß.) der Bau des Tempels angefan« Hinwrgräumunz der krümmer, Da er- Gruüdbau, aktßrjchten zu können, ernisse, welche der, abergläubische Sinn der deutete. Beim Ausreißen der Trümmer >eim Ausgraben de» GrundbauÜ brachen weicht einigen Arbeitern das bsüen raubeifel Entstanden ditse unterirdischen Flam» Maligsn Ergänzen unter dem Tempel von angehqusten und zusammengepresiren Luft. Drucke befreit, ander atmosphärischen idete.. Diese plötzlichen Enlzündmsgen wiedie Asbtiler flohen, und wollten ^sich nicht ranlasi^en. Derjenige, der den Bläu ange« n, der Kaiser Julian, und die, fbr welche te, waren ohne Theilnabme dafür. Hät« den deS DaurS eifriger angenommen, fv! schwerlich von diesem mehr scheinbaren alS ernisse! haben abschrecken lassender hincheut keine Opfer. Nun erkaltetq auch der i^igesetzte Aufseher deS Baus Alypsns, da er dastr sab. Er ließ die Arbeit ruhen, >rst 'weitere Befehle des Kaiser» ab. Das, geschehen war, benutzten späterhin die christchreibsr zu den wunderlichsten Wunderge- .hier übergehen können, da ihre abfichtm»d zwar ohne große Erfindungsgabe, fehlt hie. Naivetät der Sage, rweise^ fiel bald nach der Einstellung des ser Julian in der Schlacht., Roch einmal eher Nasser über den Euphrat geg/n die den! römischen Adler jenseil» des Tigris!?lr