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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 15 (1854) · p. Seite 60

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
15 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 60 (sequence 4)
Language
German
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60 fliegen zi lassen. Der Kriegsschauplatz war zum großen Theil d>S Gebier de» jüdischen BabhlonienS. Wie sich aber di Juden benahmen, ob sieKilian unterstützten, öder au Seiten der Perser standen. »st nicht zu ermitteln. i war zeigte die ganz von Juden bewohnte Stadt Bithra nun feindlichen Sinn, so daß die Soldaten' ne in Brand leckten. Aber hieraus läßt kein Schluß auf da» B« halten der babvroinschen Juden ziehen; denn die Bewohn w batten am Sabbalb Fischfang gehalten, dafür waren je don einem gewissen R. Äch»- in den Bann ge» than^w, rdm. und -fcarum waren'sie vom Judenfbume afrstefallen —- Wahrend aber Julian Fortschritte im Fein- - deSlandö »aLle."war sein Ende schon nabe. -Ineinem Treffen ließ er ftch von seiner tollkühnen Hitze binreißen, ebne H'lM'in das,heißeste Schlachtgewühl sich.zu stürzen; d. wurde er von einem Pseil getroffen, der mitten aus seit em Heere auf ibn abgeschoffen. würben. Aiudig und eir e» philosophischen Geistes würdig hauchte ch vaS heben iul. Die christliche Sage läßt einen Engel vom Himmel den tödtenden Pfeil auf den Kaiser schießen — Afp and utend. welche Wichtigkeit d§r Tod-Julians für daS H irifleathum batte. Alber der^ Tod Julians bei phrygit s in der TigriSgegend rau »e den Juden den letzten Hoffnungsstrahl auf eine ru! ige. unangefochtene Kriffenz Seme Huld hatte jedoch fi viel bewirkt, daß td EonstannuS' geerneuet worden — entstauben -fstzt indie fein »seligen Edikte . Eonstannn'S u gen di« Juden nicht so bald wieder -üch ei» bedeutsamer Gewinn. ES nerbalb der christlichen Kirche selbst ^roße -Kampfe zwischen de» vielen Srnen. die sich bereits.gebildet, namentlich zwi «hen Arianern unv Katholiken, und diese kamen dkn Inden zu Gute.' Hlan darre!andere Gegenstände des Hesse», ober vermittelnde' Geister suchten den Weg gegenseitiger Toleranz zwischen den Parteien einzuhalken. da um auch ^gegxn die Juden»! Dies war. der dritte und letzte Äersitch* den Tempel aus. den Berge Morijab wieder berzustellen-nach her Zerdurch Titus. Es brachen jent sirrchlbart Zeiten über dir Menschenwelt^,— me Völkerwanderung, tirx derömischen Reiche», man konnte sticht an denken, wo man genug, zu thun batte, sich vor störung herein der St Bauen der Dc'nichtung zu schützen, wo Zerstörung daS iosungs wort d» Tages war. Im'Jabre 3o2 war zurr letzten Male ^«nd an die Trümmer de» TnnpelS ia freundlicher Weife gelegt worden — jeittstm sind bal> fünfze.hn Jahrhunderte vergangen. - Talmudifche SprüchVörter, | üben agen von l)r.'L. Lewysoihn in W^>rms. ES wird der Mensch erßanm - {m des GolveS Hartg, ( an beS Bechers Klung, an de»*ZorneS Dr-ng. .Schneidendes Eisen Gefährlich dem Weisen. Und welche Gefahr Dem Narren gar! Soll der Kluge schweigend harren,. Um wie mehr geziemt's dem Narren. Sei"s Haß, sei's Liebe — allzugroß. Entsteigt Verderben ihrem Schooß. Wie der Heller in der leeren Flasche, Macht sich laut die Plaudertasche. Eben dem Scharfsinn verbunden Wird oft Jrrtbum gefunden. Ä n t i - G ö t h e. „Nur Lumpe find bescheiden!" —? Das wäre allzuplump — Die Wahrheit spricht bescheiden: „Es drängt sich vor der Lump!" Anekdoten. Ein Gelehrter schrieb an seine Kinder einige Zeilen, um seine Rückkehr anzuzeigen, batte aber , nur ein so kleine- Streifchen Papier, daß er Alle» in einander schreiben mußte. Er richtete daher seine Worte so ein, daß sie von beiden Seiten gelesen werden konnten, d. h. mail konnte recht» oder links anfangen, eö kamen immer dieselben Worte heraus: -17—2 «2 *2 22 2« 2T2N 2~2 2T2N *2*2 «b *2 22'2iT2 *n Ein Jude auS einem Dörfchen in der Nahe von Münster batte seinen Kindern schon lange versprochen, ihnen 'mal die Münster-Hammcr-Eisenbahn zu zeigen? da sie ''überhaupt noch keine Eisenbahn gesehen. Äuf dem Bahnhöfe angeko»men. stellte sich die älteste Tochter, die wohl nie weit von Mutters Töpfchen gekommen, so recht auf den Schienenweg, um den Zug ankommen zu sehen. Als dieser signalisirt wurde, forderte der Bahnwärter auch sie auf. sich in den Wartesaal zu begeben, und als sie dieser Aufforderung nicht bald Folge leistete, nahm er sie etwas unsanft beim Arm und sthrte sie hinein. Da rief diese ärgerlich: „WaS ist vaS a Münsterscher Chammer! (Esel)" — „Ne," rief der eifrige Bahnwärter, „daS ist nicht nur auf der Münster - Hammer-, sondern auch auf der Köln-Mmdener Babn." ) / Verantwortlicher Redakteur: (9. Wienhold. <krl4| »»n va»«gilfriitr'I Bu4bflnMnng ufTfipjtg- — Dn>« »oa Alexa»»" Wirk« m veuU». j

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