Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 13 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
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ein bescheidnes, aber an stch beredtes Zeichen sollte mit dem Beginn de- Winter-. in dem wir jetzt mitten drin weben ünp tragen' dieses „jührsche Bolk-blattt' zu Dir kommen. uv^Drch mir warmen Worten aneinem glühenden lüvischen Herzen begrüßen,., und hinwiederum mit erstem herzlichen Händedruck von Dir empifangen werden .... Ein Vterreljabt ist vorüber geflogen, .und Du hast ihm. diesem Blakte, alS einem willsommnen Gaste eine Erätte an Deinem beimischen Heerhe eingeräumt; Du hast Dir von lbm erzählen lassen; D»i hast ihm Dein Ohr^gelieben,. wenn er ernst und nachdrücklich Dir in"» Herz geredit. wenn er vom hebrest Znbvlt des. ewigen Gokte-wort^S gesprochen, wenn et, anvier langen Geschichte unsres Stammes ein Täfelchen der Erinnerung Ti, vorgezeigl, oder auch wenn er im leichtgeschürzten Ge wan»< der Erräblung, oder gar des SchyzeL^ der Zronie Dir Lehren, in die Hülle der Dicht^ig >pnb Laum gekleidet, ^ortrug. oder aus den großey Fundgrube» unsrer ölwm Literatur Sprüche und GleiÄiiff, der Weis beit, Limlchkeü^ LebenSklugheit sammelte >— kurz, auch in seinem chcherze erkanntest Do den Ernsti auch in deu Tadel, die Liebe, und wo er hinter seinemWstMi zurück blieb, nähmst Du riesen statt der Tbar . r Die anherS daher, als daß er am Cnhe dieses erste, Viertel,abres Dir rankt n»r Deine Nachstckk und Freund lichkcit, und Dich zugmch--bi^t. ihm nickt die Tbüre z» weisen min», im rauben Winker, nickt de», Weges gehe, zu beißen, wo draußen Weg uud Steg kaum zu erkenne, sind — ach! er bar Dir noch viel zu erzählen, Geschich» len'"und Msbrchen, viel zu sagen und z» deuten, seir Her; ist. noch sehr voll, insonberbeir.Dir impier und immet ruzustustern: ..vergiß Deines GoiteS nicht, .und chäng' an Seiner. Lebre. zur Stärkung - und Tröflchig und Forirfianzung, zu Deinem Heile und rum Levrgmt Israels. Juda s Zeugenschaft . . . i Asso, lürber Leser. Gluck auf. zu weiter r Freundschaft uud Anhänglichkeit! So Du eS' nickt fehle; läßt an Vertrauen zu wir, werd' ich eS nicht fehlen lchffrn an immer regem Eirerl! bhstnukkgh, das Makkabäierfeft, und einem Fädchen Docht — ihr wäret die Symbole des lichrbürchströmte»'Tempel- ,md der flammenden Siegeszeichen auf dm Bergen Juda'S und deS freuderauschenden-. illuminirken JeruschalajimS: fast möcht' ich sagen, ganz so tvk wir Makkgbäerkinder vorstellen .... Nur nicht bir.-er, denn imnlrr "besagen jene Nußschalen mehr als die steife stlberne Ampel mit neun Lämpchen, ach! und bei weitem, weitem mehr alS — wo gar keine Lampen brennen, und Du vergebenin dem Hause nach der Erinnerung an den Makkabäerkampf und Makkabäerfleg rragrL^-.^ Warumdieser Makkabaeikampf und Makkabaerneg so überaus wichtig ist? Ich könnte Euch sagen, weil da eine kleine Nation stegreich eme große Sammlung von Völkern niederwarf; noch-mehr: weil da eine Handvoll Flüchtlinge, die erst vor Kurzem die Furcht in die Felsenhöhlen des Gebirges Juda gejagt, große, kampfgeübre Heere niederstürzlen, vie erst vor Kurzem balb Asten triumpbirend durchzogen, .noch mebr. weil da ein schwaches Volk eine kurze Zeit vor übermächtigen Tyrannen Äntiochus stck beugte,, zit» :ernd bis zur Erde stch beugte, dann abrk voll Tobest Verachtung, voll MutheS und Siegesgewißheit sich erhob, und den Tvrannen zu Boden schlug und vaS Haupt bis zum. Himmel erhöhte; noch mehr .... nein, alles LieS will ick nicht sagen, sondern: darum ist dieser Makkabäerkgmpf so überauwichtig, weil in ihm zum ersten Male der Kampf Israels um das freie'Dasein feiner ssellg>ion der llnduldsamkeir, der Feinvschaft^er Welt gegenüber gekämpft, gekämpft und siegreich bestanden.ward, veil mir rhm z^nge Reibe arnsr«- wahren Kampfe» md Siege begann. Alle früheren Kämrfe Israels waren nicht um feines SlaubenS, - nicht um der Lehre deS Einzig-Einigen wil- Pharao wollrdie Tiensteoder Zfraettlen, die timen . i Wie könnte in «mein „jüdischen VolkSb arte" gefchwie-. gen werden, i'o daS^HaKabaerrest Cbanuk ab. daSWei- .hefest, über die Zelle. ZekstwrunS kommt? -^Ob tiejjutud)« VolkS.mchsf.e jemals s> .recht gewußt har, welche Herrlichkeit es in diesem Eh^ nukkah ,eiert? .ob eS i£pit-nidl6j fo ganz ins Her; gedr mgen, dstß es hier ein Stück unsrer Geschickte feiert,' VaSstammend, leuchtend und wärmend zugleich — wie se ten ein Stück Geschickte — ewig am Himmel steht, so eite ganze' Weltgeschichte im Kleinen? - Bei uns Juden ist es-ja von jedes geschehen, oder: - eS ist immer unser Anrheil gewesen, daß wir alles,Große und Herrliche nur 'lange nachher und in kleinen, an stch fast .lächerlichen, aber in chrer Dauerhastigkeit, und Innerlichkeit erhabenen Svmbolen genossen unv verherrlichten. Zch erinnere mich aus meiner Kindheit puer, ihr kleinen Stücke Wach-licht, angeklebt an das erste Stück Holz, »der ihr halben Nußschalen mit einigen Tropfen Ortegebenden Völker, Vhilister und Ammon, Edom und. Moab. vaS Land and die Habe der Söhne Iuba's, die Assvrer und Cbaldäer unv Perier die Herrschaft über .Israel — aber Anriochus der Svrer wollte alles Dienicht, wnvern er mollee-den Glauben, die Lebre MoschehS, die Religion Israels, die wollte er baden, sie zu lödten, . zu erdrücken, zu.zermalmen, und ihren Raub;u den ' Füßen feiner Götzenbilder zu streuen .... Er kam mit dem blutigen Schwert in der Reckten und mit Schätzen und königlichen Ehren in der Linken: wable, Zuva, entweder die Schatze und Ebren aus der Linken, oder daS blutige Schwert in Deine Brust aus der Rechten .... Einen Augenblick schwankte Zuda, eine kurze Zeit, war eS zweifelhaft, seit» Hand reckte stch schon, sei» einer Fuß schritt . auS — jda stieß Marratbias tu seine Priesterliche Trompete iinD, Juda Makkabi schmetterte in seine -"KriegSposaune — und vergessen waren Schätze und Ehren und Schwert de- Königs, und nur der Einzig-Einige" lebte und stammle in der Brust des zertretenen Volke- und Sein Geist 4n dessen Rechten, und damit kämpfte es, -und durch ibn siegte eS . . . . DieS ist der Makkabäer Kampf unv Sieg. - Die Herrschaft, die daraus bervorging, war schwach und ohne Dauer; nicht weltliche Größe, nicht irdische Pracht und Hoheit entsprangen ihm"— die wären ja doch wie-« der geschwunden .— aber er war daS tönende Omen für