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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 8 (1853) · p. Seite 31

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
8 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 31 (sequence 3)
Language
German
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*1 willst, kannst Du eS wohl weiden, aber lyijn muß viel wagen. Ich folgte daher seinen EintzebungenI, und fin^ - an, große Unternehmungen zu machen) ig. übsrnahu große Lieferungen für KriegSbeere, und machst mich sehi gur bezahlt) ich borgte Grafen und Fürsten' gegen hoh Zinsen; ich sandte Schiffe über's Meer. Waaven aus fer da arbeitet nicht brach aber ich' . könnt' ich gedachte. nen Welttheilen zu holen. Zwar mußte iH und arbeiten, viele Leute commandiren, und ftirknen Jtopj mit Sorgen füllen; bald schwebt ich in der Augst, bald in jener Furcht, bald halt' ich großen Gewist^. bald außerordentlichen Berlust— aber mein Rrichlhum. schwoll und mein 'Ansehen' wuchs, und die mich sonst tet Hanen, krochen mir letzt zu Füßen — \ war doch oft sehr traurig und verdüstert . ich doch nicht mehr frei alhmen, und wenn wie ich früher nach einem mühselig errungenen kleinen Verdienst so fröblich durch die Fluren gezogcst, und.... doch da fiel mir wieder die Größe meine- ReichthumS und waö mir Alles zu Gebote stand, ein. ustd.ich hätte - um alle Fröhlichkeit, der Welt nicht zurückgetauscht. —> Ich srug noch einmal meinen Diener, und der sagte zu mir: „herrathe!" .... f Schier wunderte ich mich, daß tch daran nicht'gedacht, tch dankte ihm, und wollt' es thun. Ich sah mich unter den Töchtern veö Landesum . . . Kaum war es bekannt geworden, daß ich heirarhen wollte — Hiqimell welche Schaar von Frefwerbern belagert? meir Haus. . . Ich jagte sie fort und erklärte, daß ich diesmal kein« Commiffionswaare wolle ... Unter den vornehmen Familien, die ich öfter besuchte, war eine, die mir stetst "großes Respekt einflößte; eS war eine alte Bonquierfamilie, die seif' Jahrhunderten schon sehr reiche Geschlecht» zablte. Obgleich Man jetzt öfter von dem wgnkendsN Kredit des HauseS flüsterte, so.wurde es dqch von Allfti dochgeebrl. Hier war.eine einzige Tochter^ schön, vo^ll Geschicklichkeiten, hochgebildet .sie stach mir in die Astgen. aber — ich wagrr mich nicht daran, dern ich hafte außer meinem Gelde eben nicht-. -Ob ich verliebt war? Ich weiß es nicht rechst aber die schöne., seine Braut hetchzusührrn — — wie erstaunte ich. alS ich bi ' letzte'Zeit merkte, daß,man mir entgegenkam . . . Kurz, nach vitt^ Wochen war ich Bräutigam, nach acht Wochen Mann — wer war glücklicher? . . . Himmel, welche Berände rung — aus dem Lump ein reicher Mann, asts dem, Hagestolzen ein glücklicher Ehemann,. auS dem „Wölkestgucker" ein großer, mächtiger Spekulant, dessen Reichthüufer immerfort anwuchsen .... Meine Frau batte mein Hauswesen ziemlich verändert. Größeres Haus, prächtiges eingerichtet, häufige fast sagen, immer Gesellschaft, die fein bewnthet wurde. eS kostete ein schmähliches Geld; aber ich hat«, es^ unv wollte ich Einsprach« machen, ich weiß nicht, dam einen Blick an sich, vor dem, ich zurü »eine Fra« kbebte, der mich verstummen machte .... Ueberhaupl fu dlte ich mich nur sehr kurze Zeit glücklich bei ihr — sie fremd und zurückhaltend, oder besser gesagt, sl hr hochmü thig gegenmich, und dieS noch-' mehr, wenn da war, und wann war diese nicht da? ES ob sie aller Welt sagen wollte, ich sei ^ichrS ibr erster Diener. Und dann und wann gl« übte ich sehen, daß sie mit Anderen sehr freundlich, z» freundlich rhar sehr Gesellschaft schien. alS mehr; al IUI nicht; sein könne — Ich fing an, fühlen, iw - auf Geschäfte Ach. es gervater zog - Blick ich gewagte Ume ger Diener o ner Frau mit Morgens sch! i wen — ich porgekommuer - er wurde einen Morgei den, indem nocb da wärest wer sie auf b ließen mich Kost, übelste, war. Was wärt», von den zu beb wünschte ich langen Tage ters wandeltest kermände und sah. wie ve Alles, was Süeselcheu. d ter geschenkt sonne mein. nes Fest der tenS," Peßac zu komznen Boden meine. o es war wohl nnr Efttrsucht von mir mich in meinem eignejf «aus« unwohl rf mich, um mich zu -zehstseuen. ujn so y> aus neue, auf große Geschäfte .^ ' s'llte^iichl lange mehr ba«,eirn. Mein Schn it- »ich vermittelst meiner ^rau. deren bot kM obschlagen konnte, aft! ^ich und in s;hr.' nehwungen, von deffrnjivetgebens mein k ü» ir obricth — ad), ich chollte die Liebe neioller Gewalt erobern ... . einfs fchöi^n gen die Flammen über gftin Haupt zuftm» atte eS so weit'gebrach,, laß ich einem Frrmdherrscher ein LipßiS Anlehn wachte gestürzt, u'ud^ich mir. -h- — Dafi war, l , am anderst — war oi < ü,' Frau verschwt l, alle Kostbarkeiten uni!Lentzpapiere, hie" mitgenommen -p ac>. ich erfuhr sog ir. r Flucht begleitet^ . , . iReine^GIäubi er n'S^Gesängniß werfen, ßvc ich bei schma er Behandlung Hohn uH Schimpf auSges tzt Mang im tie Ac fat i der. merne ich will Nicht l ries eine feil mehr nieder, auf, und großen Ruck Dorfhrunnen, Seitdem - ürchtt mich omm' ich aehr'der — schab' nich ßeste ist doc> ,W > Telegraph Dowor Backfisch. S> stad enthält „Acht Taä jüdisches» cmane eftlvom Gefängo ßehrmalS-ßeichen Z r» efg^tzten. Wievir- Hater. ja, alS I ie pge^Nackte de^Wtn »ch die weißen KLr- Attgernij. vor gir ,^ht!hum. -st- Al-^. n nliit den lackirt n nd tirm golidnen Zf »■ aif ich^,AlleS zu ertrag. Gefangenen, die dest ohniieckkn sich höchlichst aeine Frau und -ihren res Sommers sich in lc , und ich immer nur r Frost und Hunger unl rvünschre ich meinen Rest nir tjafl graue Männch« ui großen Dreimaster li »arte .... Ha._ a^S jam| die Frühling ftunalaS Fensterchen zu besuchen kaift, alö g Befreiung „auS dem ei'rrne, Ofen Aeghstsich nähere, und für chien KerkerS. und ri«D..poll en Erdenloch, gieb mir mutt» und meinen Iunggesel enstand wiedef, weiter — —" „Di' sollst Du! hab.n! e Stimme — u.nd tlötzlich ficll ich nidt sondern stieg in die Hohe. hoch.!boch hft- ' wieder an'S TageSlich; -ustd bekam tiizei und siehe, ich lag nebm^einem große i Gott weiß, wie ich dab,iy> gekommen . . .' lach' ich^kfin °Loch m,hi i»r Himmel, ust^ ,or jevfm Loch in der Etdel —^;in Eist« einmal — und heiß« darum <Ucb niffl lkengucker". aber dest ^fcek derj.^Lumh^ S, weiß ich doch^ daß niich Das Va mich keine, Er.lösttr g da warf ich mich iapf dun bargen Schnerzes! „Ma^ii . mcr, < Ansiutb nji Humoreske. t sche Depesche aus dem ssUeftlsktenÜiade.. I otel im Lande der ChaläyrtzstuÄ am 15.' eben erscheint di« neueste Hesetzsawmlustg folgendes:!! > nach Exscheinen dieses Gesetzes» find' bie. tprt Bewohner im Lande der, EhslaumauS und zwar vollständig mjl . . . .

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