Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 7 (1853) · p. Seite 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
7 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4908862-5999329-6000581--0096-4908903
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

27 t Die vier Söhne. vine Paravtl. t«m Mikr«L (Bet. r*S. 43. I. *d. S«lib*ch4 lul'gct'iltrt')- Der heil. Teil sagt vom Noach: m -s^nrin V'N'vetN rtt .mit Gott wandelte Noach" (1 Mos. 6, 9.); pon Abra» Ham hingegen: 'zvnnn „wandele vor mit:" (1 Mos. 17/1.); zu den Israeliten immer wiederholt: ■nn» -o^r „wandelt Gott nach" und endlich von MosLeh schlechtweg: ,^er wandelte" (5 Mos. 31, 1.) Fol) gende vom Midrasch angedeutete Parabel erklärt die-. Einst trat ein Vater mit seinen vier Sdhnen eine 'weite Reise in die Ferne an. Da trafen fie eine- Tag,- aus einen tiefen, reißenden Fluß) besten Ufer nur ein schmKer Steg ohne Sckutzwehr aus beiden band. WaS tbun? Wie binüberkommen? der Vater dajüngst«, unerfahrenste Kind.an Seiten ver» Da nahm einer Seite, daß emit ihm htnübergehe; den etwas alter;i, aber noc^ zarten Knaben ließ er vor sich bergeben, daß er fein wachsames Auge aut ihn.haben und schnell zugreisen könne, wenn der Knabe fehl treten möchte; der Dritte, schon kräftigere Sohn,—der aber der Führung noch bedurfte, mußte hinter ihm gehen, um deS Vaters Schritten zu folgen; enjdlich den vierten, mündigen, überließ er sich selb^, der batte die Kraft schon, sich selbst zu leiten, sich feistst zu überwachen. So der Mensch in seinen EntwickeluiigSstusen, wie er in religiöser Erkennlniß von Stufe zu Stufe gelangt, von Ahnung zur Idee, dann zum klaren Gedanken, dann zum umfassenden Bewußtsein, und wie er 'daun auch immer freier in der Entfaltung und Delhätigung seines Willeneinherschreitct. So die Menschheit in ihren großen Epochen, auf ihrem weiten, erhabenen Gange aus tiefer Dunkelheit bis zum großen Tage des LichteS: “HN 'N N-N' tcnn/CT3 ihn Uebtr Alle aber der forgsan^ Vater — Göll! Des Hahnes R^rrL h. LLwank von Zibn Ubisb^. , Uebersetzt von Steinschneiders. König Salomo Halle einst einen treuen > Freund in fernem Lande, —.der besuchte ihn an jedeS>Jat>reS Rande — und der König ihn stelS mit Geschenkes gedachte, — die er in seine Hcimath brachte. — Ein'eS JäbreS nahm dieser Mann mi» sich -ein Kleinod, — daS> er dem Kön^ als Huldigung bot. — Und als er sich wieder trenncA wollte,- — da befahl der König, man sollte — ihm alS Huldzeichen — eine reiche Gabe reichen. — Er aber weigerte sich zu nehmen vergleichen sprechend: „O Herr und König! ich begehre nicht. .waS Deine Hantd mir biete; *) Wir verdankest dieses kleine, aber «uadstrfchiöne und de» Stoffe» viel euthalMd« Stück der Gütt d«e »«tt» Preb. vr. Lewysohn in 3-orm». vr übersandte e»!utt» in gelterer Bearbeit»».;, knüpfte aber eine Bedingung über di« Zeit-de» Abdrucke daran, die nicht mehr zu erfüllen statzb, »»d deshalb hoben wir dier nur den Hauptgedanken brrau». Redart. ••) tfntlfbnt au» Dr. Steinschneider s Manna. Berl. 484?. Der Lenasser:' Abraba« B. Samael bulewt banafi, zu Barcelona <240, bearbeitete den Roman „Pristz >»d Dennis," au» dessen 24stew Kap. die mitgetheilte Piece ist. — gedankt seh' ich täglii > nicht entbehrest eine rechte G > r - Gezwitscher — Da spraä nicht, verweige c Bitte zu-erhöst Gefahr verkn hab'nen Gehei Tod Dein Lo Da sprach de schauen von Gebotes verc Da nun der — feinem Di kehrend das Eine«! — da kistn Tai Dt s hi> sind ten, — und auch dem Ese l Esel zum sen Leuten Ochö. rer Mühe ganze Nacht. Eset. Rath antrage OchS. Mitleid »nd nem Ratb w Esel. i'S Gott und Deiner Güfe! — t^einr Habe Pdf mehren, — ich darf da- Geringste — doch bist Da gewillt, Deinem Knechtebe za gewähren. — so mögest tti mich dax Dögel und die Sprache der Thiere lehren." der'König: „Wisse, o Freund! ich Mächte n Dein Begehren, —' nicht zögern. Deine en, allein Dein Verlangen ist mit'größer ipft; +- sobald Dir ein Wort von dem er» mniß entschlüpft. ist ohne Säumniß: der öS. — Nichtkauft Dich von ich«, lo-!"'— FxLwch: „Efei, y>ie immer! W lasse mich seiner Weisheit einen Echimmsr,^^ Derueesse ich mit GoiteS Beistand «immer?" — König fein Hangen und Verlangen gewahrte, ängen er willfahrte; — »nd der Mann heim» < hebet» niß bewahrte. \ f '• \ efaß er daheim secNeM Weibe zu Seiten, Ochs nach Hause von bet Felde- Arbeiman i gab cbm Futter und Trank — und , der.daheim war krank.,— Dcr sprach der rn: „Bruder! wie geh^eS Dir — fcrrfctf« r?" l~ h ] in O Bruder, bei Gott! ic Plast' bedacht — den , Zur Deine Ruhe heforgt^ will ich. Dir eiqen t — ^für Deine' Befchwökden und Plage»." . Bruder! Meinst Du'- in der^haz^air u reichen. — h> wollt' Idf von Dx» . lrost der rehtS noch links abweichend sonder Fklsch diese Na^t u zitgemeffen; - l«st gebrach. — und .quä und endet D«i de» Arbeit, ge Der Ratl that nach deS Nacht aufstast deß der Ssel biS er seinen Rede eingedenk da sperrt er und läßt aber sprich»: ist ja bet«M Da stw«d von meisten Des Mor; sofort. -j-JL und fpri» I« heute sestr ten.")—3 Ygd Wie er tut geht. —'le-frästt eryaffeich — fe»?".*,- Du Sollte st r'O frir e 1 J bin nur mit schwezanzen Tag und'lvie Sott t-eiß es, daß ich und?eh1 meinen Ra lgefre sieh so chenkt dem EselS mit ganzer Seele j h empfehlt — Laß' ep. — waS Dir chn Stroh und Heu ». dann der «Herr, daß rö Pir an Eße - glaubt er Du seist, kraßk und schnjach, t. Dik, nicht, läßt mit her Ärbfit nach^-kn Unzemäch,-— fvie er Mir heute Rub von — weil^er mich erkranket denkt?'-, Ochsen gar wohl gefiel.. -j- und er - Beispiel.. — Ter Mann a^ber in ntmb den Achsen schlafend fand, ^— . an fr<mder Krippe seine» Hunger stillt,) Wansi gefüllt. --?a der Mann^ nun ihrer ist — und nun!e:ken.n«t deS SselS List —' >en Äund vor Dewundefung weit auf, '4m Gelächter freien Lauf. — Heine Frcju Was lachst Du, Spottet, so bitter s — ES kein Dritter!')! . ,J' der Mann: „Ich erinnfrle mich) an GtÄ- Hachen — und mußte lathen." enS gehl der .Mann zuo Krippe 'brd Ochfin tt deS Esselzurückgelaf eneS Fmter dort^- feistem Knecht: ),dim Ochsen geht e» echt,.— drum laß den Lfel fürl ihn.arbei» dieser mußte doppelte Arbeit'bestreiteit^ *■ lbendS spät — müd' und' matt ^ach Hause!t ihn der Ochs: ,^Hast!Du Etwaköimen vadiese Grausamen üter «ich Lallen las- .. 1 sprach der Esel: „)ch hörte fir sprechen: auch heute Rächt feste Kutter, nicht fres» 'S . >

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.