Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 7 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/4908862-5999329-6000581--0095-4908902- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
-aß in Israel Geld. Hickw u.'dgl.! nickt anders - rliehen werden sollen, als um flu^toMidlttier iW*tb und 'Verlegcnjtwt abfubelftn. Daher die Vorschriften: 1) ii Israel ^tzckrf weder Zins an Geld nßih an Arucht ^*2^-2) oder ,sonstigem von Geliehenem, gensmmrn.wetken >. sondern mir vom ^Ausländer (*-L) eS kgnn rur daS Darlehtn ein Pfand - genommen werden oster eine Pfändung 'vorgenommen werden^ ater Nur unter sehrcke» fchränkenben Bedingungen^*): -6) im je siebentetr^Iabre chjrd die Schuld erlassen, und dsarf nichteig^eforkert werken 1°). DaS Gesetz wollte also Israel tzns^'en einfachen, na „(urndjfn Standpunkt, eines ackerstanend^Volkes, vaS;om reichen Ertrage dc> steißi-.bearbliftten Landes Ii ft, versetzen, ifi sollte das Schuldenwese» vermieden, lles Leiden-pur Woblrbar werde«, untz: Entweder nur als Geschenk oder mit denr Vorbehäki Hei:.Rückerstattur;. abez -ebne Gewinn, sta«nnden. Dieser Bopbe5a7k j>lli>'mit ^,'m Sabbatdjahr^ von selbst ansb^ren. ' Wer^ altere Geschickte- $cm*6„ durchliest.- | wie, dir größren^Zerrürkungen aus dem^jstatrk^nwacksend n'Sckul venwesen erspray^it^ .^a^ t^mqr ^rleddrb'olr be eünteryesetzt wÄde,"wrr die Geschickte Atprns kennt', tznd weiß, wik' Lolost schon mir einem Male 'und den Geldkurs irm ±5% erb . riefe' Einsicht und die ernste Eons(-j erkennen.» iHs'. mußte, daber' vo^Allem '6^1 rer Besty^rgreil'unL des Landes dafür-gsforgr^tzuren. 'daß die-BendüIung deS Grundes -und Bodenj. eine angesessene und g reckte sei. . Uebep die Art ^rn<Weise^d<r/Äenbeilung sini die Angäbest und Tr7l^runqz»^febr verschieden, zum il eil widersinnig, p» ka^>4kttüackste stellt sich, die Mein, ng Ab«- banelÄ'beraus: daß die Gegend sür jeden Stt mm durch das LoeS bestimnit ward^ die Vttkdeilung unre; die Geschleckter und Kamilien aber nack -!geua.uer Verü^efsung mit jtt'ni Jüt Schulden ßernickktte ett — der wird die enz .deS, Gesetzes an-. solche-.Vorgangs hinlänglich erwiesen *)... Wie Dem aber ' auch sei. als Grundsatz rer Venheitzsng stellte d)e Schrift fest: ,Fen. Vielen sollst. Du vkeliÄrsttzthum. den Wenigen wenig Befitztbuch geben" (4 Mos. 26. 54). und eS wgx Sodge getragen, daß kies sö'unparteiisch wie möglich'ge-' schab'. - * Allein wenig hätte eS gefruchtet, wenn nur Line gleichmäßige Dertheilung stattgefunden,. es'.mußten vielmehr, um rmen ^crbalttnffmäßigen Besttzst?ud zu gewahren, fort- . dauernde Maststabmen gewöhn, .werden, ^lnv diese bestanden wesentlich darin: die den Fam ilt^n zuertheiljfAxGüter zuunveräußerlichen Erbgütern zu. Zu diesem Ende wurde verordnt:^.s) bei Dern liegender Gründe, verblieb ^em- Verkäufer, ein LSsun^hrechr. und zwar so. daß sowölbl der Verkaufer>»ks auL ^ejn nächster Anverwandter' das Verkaufte zu aÄer lAeit^kur den KsukpreiS unter Abrechnung des Ent» sVfür-kie Zabre/-.dft--es''verkauft war, i zurückzunebmen hereLyal war**). 2) 3m je 50sten Jasire, Zobeljahr benannl. .kebrte mit rem Versöbnungstag^ jedes verkaufte Desitzlbust^ ohne Rückzahlung eines äräufschillingS an den ursprünglicken^Zkützer oder dessen Erben zurück. Wie die beil. Schrift ftlbss-bemerkk, war der. Vervauf von Grund und Boden (immer mir Ausnahme von H^zEn in Mauerumgebenen^Etärten) hierdurch, nur sch.sfn'bar, und eS wardeigentlich nur die Anzahl 7er Ernten. vom äkaufjahr hjS zum nächsten'Zobeljahr verkauft — aber etz mußte dies gerstte der Verarmung der Masse, »ept ük^rsnäßig'en Gütererwerb enlgegentreken: eS konnte in Israel Niemand auf die Lauer gvn; güterlos werden, so wie Niemand anders alS durch Erbschaft Güter besitzlick erwerben konnte. Nicht-eine ideale Gülcrgleichheit bewirkte bas Zobeljahr und.LösungSrechk, denn diese konnte bei ^Erbschaft-Parze!- lirungen p. i. f. nicht möglich sein, wohsi aber die Erhaltung eine- -Mittlern, Beistandes trotz NnglückSfällen und die, Vermeidung großer. Güteranhäufungen. und dies war Berücksichtigungder Größe, uns Anzahl derselben, so wie ^ur Festigung deS'Staates und Beglückung der Jndirid.-r Güte des BorenS geschah, wobri denn quck öfters^ das Loos eiuschied. wie dies auch-in unsrer Z'ftt bei'Gemri«bcl?slhkstungen und Separanoßen oft geschieht^ Uebcrhgppr-beu unsre Zeit die Möglichkeit und Ausfühlbarkeit . - j. I —"" ‘ “T i . 1 ») der, Iradstiou auch vickk als lvrschtnk fRamb. Hiloh Maheh IV. 8. 9.). | | Dom Änetävder. weil nur jmt tiefem eigHUlstbe vandel-gefchätte in Aaa« und binnitr ge^nebcv werke« sollte«.' -rltlk gar vichl. überbaorl •"i einer ißinirt tnrüe ta arer kem ur tfrtaltium de» Redens rfämdel werden; das dem Armen gebe wieder ^ornckgegeden werden: bei« >] fa* Haus du Schuldner» geben (na Gerichrebote^^amt'. a. a- Ul. BchNwerk« Id? t. S. »36.). severe.wollte«-die Ramb. ttiich.'Sckk-m. Abfck« nctbwendigtvl G.rätb geige Pfand mußte vor Ädend landen darf rtu« nickt in der Trat, anck nicht der S Löeiterft in meinem tuen genug. Man erinnere sich wiederum, welche ungeheure Stürme über den römischen Staat durch daS immer wieder erstandene Begehren nach ei«er neuen Bodenvertheilung***) kamenman denke, wie noch die neueren Gesetzgebungen dabin streben, den. Grunh und Boden nicht >' zu sehr parzelliren zu lassen, und wie eigentlich die Auswanderung nach und die Urbarmachung m der neuen Welt nichts anderes als eine Ausgleichung deS ungleichen. Bodenbesitzes im Großen ist — um die^ tiefen und einzig glücklichen Ideen der beil. Gesetzgebung! zu begreifen -j-). •) S. Veiiere» in unser» Bibelw:' ll. S. 73 r. •*) Dies, jo wie bas folgende Gesetz vom Zodeljahis batte nur auftLäukereiea und am Häui'er in Dörfern An»rnkUn^ Häuser in Siäeren' fand das Lösungsrecht. »ur ein volle« _ .• i . | nach dem Verkauf«, da« Zobeljabr gar nicht stakt, ne berr. Lftlle (5 Moi.llS. l—3. ). j Schon im Zahre »8L vor der gen»-, jeiirechnuna durch »ch«. IX.t f« auelege», al«l ob i» diele» , l>affiu»i dann da« Licinische Gesetz 360; dann die Grac- Zadr, die Lchnlven nur nicht barieu 7.lnge,ordert «erden dunen. , »jschnr llaruben ff. S. unsre Voiles, über die Reliz. der Gesrllidre Güliigkeil aber rur da» tolgcndeZahr debatten bäne». Allein j schaft. S. 87. -'eine unratteiiscke (rrwäguag der Terteewone rechkftttigk die Annabme Lu- Lrakition! die auch Pdilp destanzt. Hfbea denn die «eueren Gesetzgebungen nicht auch verjäbrnng«fristetz? (In Pren- ' ßcn X B. /weijäbnge. Darum erusahnt auch die Schrift ausdrücklich, die Stäbe des ilrlaßjahrrs -nickt zum Äorwaud einer Verweigerung zu machen (daü D, S. S. umo^ Bjbelw. l. e.-«ö7.). 's >-l. t) via andrer Derkbeil war die dadurch bewirkte gleichmäßige Bsrtbeilung der Bevölkerung, ibr gleichmäßiger Anwach« und die daun immer vorkbeilhafter bemebeue La^dwinhschaft.