Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 7 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 4)
- Language
- German
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28 sm, — so wollen wir ihn schlackten und selber rffm!".—’ Ties macht ferm' Ddn'tp bang, — und wie ein \ ivct auf seinen Fang. -— streckt er in die Krippe den D und — und frißt sein Futter bis auf den Grund. — HU nun der Mann des EselS Kniffe und Pfiffe bekam,zi hören, — könnt' er sich des schallenden Gelächters nicht! erwehr ren. — Seine Frau aber sprach: ,„Al»'Du ge^ern gelacht,da Hab' ich «ir's al» Zufall gedacht;-doch nun lachst Du wieder, und kein Dritter ist bier^ — gewiß hast $14 wich geneckt atfr etwa» Arge», entdeckt an mir; —’ ich aber habe beitn Allmächtigen eineit^Eib ge» «Han. — daß Du mir nicht sollst Näh'n -7- und «nimmer: mehr zu mir kommen,.—> bis ich den Grund Seine» Lachen» von Dir vernommen.'^. [ Der Mann. ..Ach stehe Dich an, mein' Lleb' und kay..,oich ver- «chatzl sei stille;.— renn unmöglich ist'», daß ich da» Gz-e) nniß. nu-sille!"; -flPTf Fra q. ..Ach bab'S geschworen mit Klarheit, — Du siebst nicht mein Antlitz. bU Du ' ■ Wabrbeit!" ' ^, Der Mann. ..Stur astzu gewrß^<iß ich, bald ich Dir sage ein- Won, — sofort mu( derben — und sterben!" . Die Frau. „Und ich bab'S beschworen^ Epeiiei unk Trank taffe ich unberührt, — bi» ich.SuhlÜ6frr«»ft und überrübn." . _ - -l Der Mann.^7Meine Seel«' stelle Hck Di( zu De-' fehle. — mag lieber den. Tod erwählen.— alss ein Haar rwn Teinem Ha^t^-spÜ fehlen. Wa» tliebe; mir nach Dir in meNsrnvier Psählm?! —-Drum gedußke nur ein Wenig, und sei phne Angst,'—• bi» ich -mein;Haus be> stellt, daun sage ich Dir. wa» Dn Verlangst." Darauf läßt er rufen seine Verwandten unt| Gesellen, rot ibnen feinen, letzten 'Willen ju bestellen 'ES war. aber ein Hund im Hause. —' der -^§)er Hahn, „^härre er einen tüchtigen Prügel gebracht — und sie mit einer richtigen Trackt bedacht; — ich stehe Dir dafür gut, —sie ist von nun an'auf ihrer Hüp, — und kr-iegt nie wieder Gelüste, -iihn zu quälen, um wa» er wüßte." I Die» nahm der Mann wahr — und jlbat'S auf ein Haar,— vorbei war die Gefahr — ganz und gar. Anekdoten, j 'Das Wetb eine» armen Mannes kam! gegen Morgen nieder, nachdem sie ihn bereit» mit 6 «naben beschenkt balze. so daß er Mangel an einem Gevatter hatte. Er klopft früh an die HauSthüre de» begüterten Stackdaren. Derselbe macht auf. ..Wa» wollen Sie I so früh schon, Reb David?" — „Ich weiß, bei Ahnen girbl'S warm iEjkfftt, ick möcht ein Bischen zu The«.'"! — „Warum? wa? ist los?" — „Meine Frau ist in Wochen gekomnur gesagt d't^,en!" — „Ei waS. Wa» ist e» verm?" — „Ein Mädchen!" — „Ein Mädchen, Reb Tavrd! Schade, ich tätt'S Gevattcrfckait genommen," fügt ror arglose Mann binzu. — „Masel tof, Ihr sollt e» baden. eS ist ein Aung!" «-So kam der 7te Knabe^deS Reb David zu einem Gevatter. Hane vor sich zum Schmaufe -ifettes Fleisch und Milchend Brot; - dock oön Allem nahst? er nichtS auS Grarw übtt feu 7arfn‘ «f't* IR •e» Herrn Tod. — Da kam der Haushabn und nahm all' die Bisten — und aß es mir seiner Hem», biS sie nicht» übltg ließen. — Der Hund aber wie! ein Löwe sprang auf ihn zu— und sprach: „Du Loser, Wöser Du! — Wie ist Deine Frechbeir. so Nrg, — Dein Mitleid so Targ! - Dein Herr ist nur einen Schritt weit von ße» Tode» Mauern — nnd füblst kein.' Bedauern.'^' , - Der Habn. „Ast Dein Herr ein Narr drnv Thor, '— wq» kann ich davor?-— sieb, ich habe zc^hn Frauen, die ich nach Willkübr kann beherrschen uyo leiten. — und keine einzige möchte sich träum, - mir zu widerstreiten; — ^upd Tein Herr stevnt nur eine dis Seine,-»» kann-Hk -nicht beaufsichtigen, beschwichtigen und züchtige«!" -^.Dcq fing der Hadn — zu fiÄbm a»r ' „Detstrickt ist in der Falle,) Wer li,At in Weibes Kralle. Girbk'» Urblere», als die Tvranncrs^chrk» Mairne»? Drum sperxet auf die Ohren.! Und Hörer drauf, ihr Thoren, e Und lernet kluger fein vom Krähe« Eure» Hahne»!' Der Hund. „Wie soll er'» aber «nche>?" .Ein RechtSanwalt schriebin einer Klagebeantwonung: „der jüdische Handelsmann N." WaL-thun? Nun war dieser RechtSanwalt zufällig buckelig. Der Kläger schrieb daher in seiner Replik: „Schließlich bemerke' ich, daß sich der Herr Rechtsanwalt in seiner Klagebea-nwortung geirrt hat: ick bin nickt „Handelsmann." sondern „Kaufmann" und Mitglied der kaufmännischen Corporation. WaS aber daS „jüdisch" betrifft, so frage ich Ein wohllöbliches KreiSgericht, ob es in^emer Replik nothwendig sei, alle angebornen Eigenschafkey aufzufübrcn. weil ich sonst sagestmüßten „der bucksige RechtSanwalt O." — Die Kleinere Gedichte nach älteren, hebräischen Dichtern. Welch' Gesetz gilt? Aus meinem Lager zürnt' ick einst lichterloh Dem. der daS Blut mir zapft,. dem Wüth'rich Floh — Den Flüchtling griff ich endlich — „Sei wdbereit!" ..„Mein Leben sei Dir heiltg - zur Sabbatszeit' So fachen Eure Weisen"" — ..Daß ich ein Thor! Sie sagen auch: Kommt Einer Dich zu töchgen, tödf ihn zuvor!" A l ch a r i f i. CmiO örtlicher gUfcactcur: G Wienhold. 6«rU« m »«»«,» t,er e »hchd»»«,,, i» Vrvtt,. — Druck »»» Alek-vder »iek, M