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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 5 (1853) · p. Seite 19

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
5 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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IS - So wiff' eö. Ob Du auch Zimmer wüßtest, wesbalb? Schon varum befeioden stk Dich, well Du Dir keine Feinde schufest. Nun? Sie - bereiten Dir Kampf. Du glaubst <S nicht? Sei drß gewiß. Du hältst Deine Burg für stcher, wohl verwahrt, Dein Arm sei stark, Deine Waffe geschärft? O. verlaß Dich niemals hierauf. Eh' Du es Dir verstehst, haben ste Deine Wälle erstiegen, es halsen ihnen zu viele; ist Dein Arm ermattet, fcn standest so ganz allein; ist Deine Waffe stumpf und Dir aus den Händen gewunden. Hast Du leinen Bundesgenossen? keinen Retter? keine Zuflucht? Undankbarer! ,AlS Du auf Deinen grünen Angern lagertest, da, kanntest!)u einen -Hirten; «IS Du vurck's düstre Sckaiftntdal schriest, da griffest Du nach einem Stecken, einem Stabe — und jetzo? Siebe, Du sinkest vor der Macht Deiner Eigner, Du erbleichst, Du wirst ‘ ohnmächtig. Du verlierst das Bewußtsein Unter den Stößen Deiner Feinde-aber ein unsichtbarer Arm wahret Tein Haupt, ein uüfichtb»-- rer Flügel hebt Dich heraus, und trägt Dich oa!von, und legt Dich nieder auf eine stchere Höbe. Und dabin können nun Deine Feinde nicht noch; ste stehen von ferne, sie schauen, und können's nicht wehren; ihr Hobngeschrei verstummt. Der unsichtbare iKrttcV erweckt Tick. richtet Dich auf, siehe! er bat ein Mahl gerüstet, Dich zu erquicken, Dir zur Aetzung'; sieh! er .falber Dein Haupt mit Oele, er füllet-Deinen Becker mir-Weine, daß er ubrrfließt. Dte Dich beraubt, sie sehen Dich, in Fülle; die Dich entkleidet, sie gewahren Dich geschmückt; die Dich dem Hunger bestimm,:, sie erblichen Dich gesättigt. Wer ist es, der Solches Dir getban? wer der unstchchare Retter, der Dir Hülfe gesandt, Du weißt nicht vo nen. der das Mahl Dir bereitete „Deinen Feinheit gegenüber?" L> wohl. Du weißest es. Du kennest ihn — Halleluja, eö ist der Herr in den Höhen — in den Geleisen deS Rechts bist Du gewandells zum Stcckien nahmst Du seine Liebe, zum Stabe seine Zuversicht, harob bist Du gerecter. — Halleluja'! i 3st diese Betrachtung umsonst? Wenn Du. mein Leser, dies durchdacht und durcksiihlt hast, ist es vergebendurch Deine Seele gegangen? ist es spurlos verschwunden? O nein! trägst Du ein volles Herz in Deinem Busen, so fühlst Du Dich wohl ergriffen, fehlst Dich erhoben, und, nachdem wieder beschwichtigt worden Dein aufgeregt Gemülb, da sammelt sich in Dir di!e Wärme und das Licht, und Du sprichst mit dem Säugft: Ack.- Heil und Gnade, folgen mir. A - Mein Lebelang, i * Da ich in» Haus deS Ewigen wohne! Zu langer Zeit. Dieist der Schlußstein, dies dir Ueberzeugüng. die» die Gewißbeit. Aber es ist nicht ein Hau» vpn Stein, darinnen Du als im. Haufe des! Ewigen wohmist. ES ist das HaüS, wo das Recht die Grundlage, die! Liebe die Mauer, die Zuversicht das Dackwerk ist. DaS ist Iba» Haus des Ewigen, worin wir wohnen sollen, und 4» folgen und Heil und Gnade unser Lebelang. Ls ist fein Haus von Marmor, kein Palast mit goldenen Zinnen nicht die Menschenkunst hat eS errichtet, und nicht geschmw kt. Darr' um aber bestehet eS alle Zeiten hindurch, ktin Erdbeben begräbt e-, keine Welterschütterung versenkt es. Fest steht dir- Hau» de- Schutz, in dei winkt e» Dick Dir entgegen, geh^eüer die quellen, davon RechkS. k)er Rir n Ewigen, an ben. Tagen findest Du Da Näc ten Rübe; wen» Dü'fern weifst, herai , wenn Du irre gehst, leuchtet es Ach, > nb stehe! Darum rings -herum sind grünen Anger, daran rieseln die l^uha. aus u >d dahinein führen die ^Geleise dß» Ävige ist mein! Hirt : \~ angeit nicht-.! 'I! I l *) S. Romba i M. 1 ') Son Tag feine» •*•) Di^Trab fügt Tode des Herrn frei an -h) E» kennte >ja viel viel voNbetlhaft« war, ßiaer ilrdeit z, berdleid selbst überlasse» « sein ster Fass»»» »ebpund. t Was weite Moschch mit dem Diolke? Um aber z a dem in vor. N». gezeichneten Ziele zu kommen, war es dai Erste, wabas Gesetz mußte und wollte — iq» erhall de- Volke- Jfraeljeldäe Sklaverei abschaffm.!)aher be-innt die sptztesie Gesetz, gebung vor Allem m t jAi Vernichtung der Kkltlverei im ibrischen Volke s2 Dos. 21, 2^. TerlIsraelis.soll» keine- Menschen, sollte allein Gottes Knecht siiy (3 Mos. 25, 42. 55.) Der Zsraelit durfte daher nur in zwei Fällen feiner \ reibeit verlustig geben^. ' nämlich wenn er sich selbst'verkaufte, r>aS nur im Fälle! äußerster Armuth stattfinden I dür ft, so daß er selbst Isich nicht eshaltsn konnte*), | obe> rctnr er geftoble^,^ h^tte, »nd nicht im Stande war, 1 aS Gestohlene zu ersetzet', dann wurde er vom Gerichte öerkar ft. Aber war *4 in diesem Kaie ttstrklich Sklave? 2>urchaüs nicht, ft batte nichtw«- r, als ftioe Arbften auf einige Zähre vermiethet. enn 1) durfte er nir sechs Jahre**!) dienen, im. Antang de- 7len Jahre i ging er ohne fiiöfegeld. -ftei. ans. .2)' im Jobelja! re ging er ftei aus, ufid wäie dies ein Jahr nach dem Derkc ufe gewesen***). ^Der Verkauf war also nur eine Bern ielhung aus eine bestimmte Anzahl Jabre. Um diese F eilaffüng nicht ikl esorisch! zu'machen, indem er durch Arml lh gezwungen wa.e. sich!gleich wiri.^wtr der Herr gehalen, chm ein <8§- sckenk von Schhfen, Getreide und Weiq mitzugeben, und fiel im Jobelja hr feü Famtliengür ohne Lösegelb an ihn zurück. Es w ir ein seiner Zug, wod»4rch aber die Sklavftei durchaus nicht.begünstigt war, daß wem e» im H-ruse deS Herrn gefie . darii4 allerdings bftibeä konntq; er mußte, aber darüber e ne Erklärung vor Gericht abgeben, und daS Obr mit iner \ im. Jobeljahre konnte sche Krau durfie wed^r sich verkaufen, verkauft werde»; wo Vater, wenn r gar ft) Aach der' Trad. iftiewe durchbohren lassen Aber auch dieser ftei aüsgehrn. Eftft ibrihoch vom Gerichte )l aber rin jbrisches Mädchen vom verarmt war doch auch, diese» . Ililcll. Xdackim I. §. J; ' ' Berkanf» an, s., Rapb. a. II. K r. och binzü. 'daß Üa^ibrtsche Knecht hei« dztug. weil 3 Ros> rv. »s nur von kauaan. Knechte» s beißftPöhr mögt fic vzrqrven auf eftre Söhne nach euch." ‘ P ' Fälle gedevi'-in welchen ft dem Koecht mytg be» felnem Heft»-. sor«las»bei »än. als z. B. gatnn und innderlo« sich Dle Tradition. N» h. T«! in -renneschränkl die» denno tz apf dlejaügch^ me 1»»« n vo« NftrisM veikaust worden, and ein Cräts gar nschr>'3lämd. a. a. e. ui. r.1». 8. im so large, «lOty rDOpWr. A

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