Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 5 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 2)
- Language
- German
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r 5: bin Mahl f-mittjl Du vor mir.! O. meinen Feinden gegenüber -f- Du salhest mit Celrjntin Häutjt, Mein Becker sileßt über. 6. Ack. Heil und Gnade folgen nü' Nein Lfbelang. - Da >ck im-Han» be» Ewigen wöbne Zu'lan. Da» Bild. mir welchem der Langer er Zeit. beginnt: «ott all unser Hirt, her un^ anr die groß, L eide des Leoen« führet, e» ist ein ewige» werken, es leb im Munde jede» GotteSlebrers eS wohnt im Herren jäkes'GotteSftrcktigen. Waffen w r es daber unauSgLfübnt e.» chritblj ft«b . schon gelbsten au . Auch dieser bestimmte, kurze Ausdruck, „mir mangelt Nichts!" verkette uns. nicht zu weiteren Worten, er ift ft auSfüllend, so in »ich g enügend und abschließend. - dap e Alles. Alle» sagt. — Run aber »kie-^ Herrlichen, hinreißenden Bilder, rje folg.n: die grünen Anger, aut die vir unter seiner Obhut »ns lagern, - die stillen, beimlichen O-uellen der Ruby, wohin er unS!n»bret. dis geraden ebenen Wege, au^dempi er un» «abin leitet, ja. ne , auicken un». Sie versetzen un» in ein anmuthjge» Gest de, in ein lachendes Ele Friede/ Rübe, - Rctfct weilen, wo das Auge Licht sinket, so eS die» braut lxt, und Schatten, fo es idn suchet. - Da schallet kein Kaiipfesru' hinein. dabrä tlet kein ^turm daber, die Glock' tönt nur zur Abendzeit und jed'Wort, da» - zu den Objen dringet, ist Gruß VeS frohen, rnhigrn, erfüllten Herzen». — Heilige Rub« füßei Friede! wo die Tqge dabinstteßem — wer^ zählet ne? — wie dielWellen des niurmeljtden Bache».,' Man schüfet nach -siiner Kraft, man gersteßt nach feinem Bermögan, man eßwirbt zu seinem Genüge, und verzehrt, nach stinnu Brdsirfem Der sich bücket,! tdut es. um ein kuftenres Peiicvcn ru pstücken: wer nck erbebt, um einen silbernen Sl in zn schauen; wir schreiten nur dirrck die Ginge des! irinetl. Gartens, der uns geworden'und unser Plick fchwei t niemals übxr die Hecke« «, da» weite Feld binaits #- O. ti kann Alles schön sein im ' Menschenleben da»' Gewübl'der S b'ürckt selbst, und das 'unr »big. verl, nge»,d klopfende; Hcr; Aber schöner, süßer r nd edler ii da» befriedigte Hen durch das da» Säuseln ke» Frierei S we bet! )a,. wen i iteine. Wünsche in uns wach sink; weil' sie alle. die. be' cheidnen, gerechten, erfüllt sind durch unser stille», geraustt köjse» Wandeln —daß wir Alleinmal dabiuackr,gsen. daß als Preis unfr'S RingenS-^uid Wirkens ffmil Frieden», und nck vor uns öffnete r war' eo erst, wenn der n .Du unzufrieden bist mit Deinem Theile, wie ein Kind, schmalest Du auf den Baker, der Dir Nicht giebt. waS Du willst, wie ein Kind, und — weinest. — Doch still! — auch im stillen Hain, kann die Schlange larkern, auch indie Hütte drS Frieden» tritt der Bote der Nvtb:- eS ist kein Mensch, der nickt wandeln müßte durch,— das rodesschattembal. Wen überkäme nicht Gefahr? Der lastete sich nickt Bürde aus? Wer. wäre nickt von Zeit zu Zeit gepeinigt durch Engniß und Bedrangniß? Sieb, steigt dochim Frühling am öftersten die schwarze Wetterwolke am Himmel auft, unk entladet sicb 'Httt :Sckloffen und Blitze—Wirt* wären alle Deine Wünsche besrieLigt^-stSTsestTu keine Wünsck^ für Deinen. Freun^"^Äenn Du auch -ganz beruhigt bist um Dich selbst, ^.bift Da nicht beängstet um Deine Lj,den? Aber Derfelbige, der Tick leitet aus grüne Anger, Er ist bei Dir im Toke^'chattentbale. Er hat den Sterken nicht gewechselt. mit dem er Dich führet, nickt den Stab, den er 4ür reichet zur Stutze, sie sind dieselbigen. 'Denn da» Wetter »aber fährt, birgt der treue Hirt nicht sfin Lämmlein in seinem Sckooße? Wenn die Glmh de» Tage» Deine Kräfte erschöpfte, nimmt, .er Dick nicht auf seinen Arm, und trägt Dick seiner Heerde nach? Siebst Du. selbst auf anke. wo nur--Deinem letzten Lager, wenn der-große Kamps de» Leben- Pforte jsölwe». üde Pilger vor Sonnenunterga nock. rinkebren möchte. Meinest Du. dawäre fo schwer?idazu gekörte so -BieUs? ' Freilich!;äblest Du mir Manches aut. waS Tu erst erlangen'; müßtest. DaS/und^^ vollbracht sein. Xja» und auch Da» müßten erst werden und Ack! Du irrest. )ck sa^e Dir: immer ~ stebet da» Pföit!den offen, und immer könntest Tu treten, Aber ein- Du wüßtest Derne Wüqfcke .desch leiden, Deine Pläne uästgränzen, Deine Absichten.verkürzen. Deine Eitelkeiten um rdrukken. unv vor Allein y— in deV Rechte» Geleisen w »adeln! Da» ist e» ja atzer: auf Gott, schiebst Du $u auf seine Schickung walzest Du Dein wa» Du nur selbst hervo geholt, Ungeschic ihm i» weil mit dem Tode sich auSkampft. wenn Deine Seele stöhnet unter den» Ringes, da sie sich loSrinqen soll au» den Bande» re» tbeuer gewordenen Leben»: auch da stebet der große Baterbirt zu Deinen Häuptcn. und tröstet und be- . rubigt, und lpset und erlöset. — — Beschwichtigung!" Aus der Hand de» Herrn allein,rieseln die Tropfen apf die brennende Stirn, stießt der Balsa« in die offne Wunde. Woblan! Ihr Reichen der Erde^ ibr Großen und Größten Unter den Menschenkindern, tretet heran, zahlet aus, wa» blich zu beschwichtigen vermöchte von Euren Gütern, wenn.es gilt? O, irre kajt ist rer Lorbeer, der sichum ri« Stirn des Helden ^schlinget, wie -welk geworden über ölacbt. C, wir eisig ist die Krone, -wte drückt sie aut das kranke, erhitzte Hirn, LzNd mehret die- Wallung in ihni. 4 Wie eitel und fade ist ita Schönheit de» Gesichtes, wenn stein den Stürmin.der Fiebernächte gefühlt und schinerzlo» an Eurem Lager erscheint? Perlen und Eke'lgcstein schmücken den Hal» nicht, kessen Adern anschwelten vom Gifte re» Hasse», de»- Neide», der gekränkten Edrsucht. Rein! »vas unsre Stürme zu be« schwickugeu vermag, nur der Stecken und der Stab res Herrn sind es.— die Liebe, das ist sesn Stecken, die. Zuversicht/ da» ist sein Stab. Wenn dif Liebe hauchet ans Deine erbitztfn Augen, dann wird e» still in Dit^; Du bangest nicht und-schauderst nick». {£ und die Liebe ist ja unvergänglich, und bethauet noch da» Grab. Und die Zuversicht ist unerschütterlich, niemals tluicbet sie, niemals füdret iU irre. -Solasset un» diese« Stecken und diesen Stab ergreifen: Liebe und Zuversicht! Sie führen uns durch icde» TodeSschattenthal —. zittrr nicht, so Du es betrittst, e» betreten mußt; schreite fest und männlich — sie. führen un» wieder hervor zu den grünen Angern, .zu den RuhequeL^n: me Geleise de» Rechts gingen mitten hindurch, bi» sie wieder aufwärts kamen zur Synnen.- Aber der heilige Sänger führt un» vqch fürder. Du hast Feinde; Du weiß«ü e». Oder weißest Du e» nicht?