Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 5 (1853) · p. Seite 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
5 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/4908862-5999329-6000579--0087-4908896
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

zing im 7t«h3abK»rfrei osts. mit J'rtfc Strenge gega^.den ib Ko n*atf Gesetz Geschenken versehen, ischen Knecht 'war. verboten, 'sedetss^^ ftaeliten rie 'Personiche Freiheit., der er yur apf Zelters, .tun nicht unter;», gehen, ffch'eniäußern durfte. > 'Allerdings gestattete da- Gesetz. Nicht-Israeliten als Sklaven zu erwerben: eS lac dies aber m der Natur der Derhältnisse: 'aber-auch diese Sklaven mußten am Sab» dath ruhen, mußten am PeKach, am Wochen» und Laubrüttenteste Tbeil nebm'en. Ne .konnten zu aller Zeit sich lySkwufiw, oder durchweinen Freibrief vom Herrn rie Freiheit erlangen*). endUch hatti zwar der Herr daS "trär. seinen Sklaven zu schlagen, starb, dieser aber, so fvurde der Herr streng bestraft, nach ster tradit. Erklärung Hrit dem Schwerte bingerichtest, oder war der Sklave eistes Gliedes verlustig gegangein.'feiS nur ein Zabn, so .ing r: frei auS^*). Endlich — zum leue.amerikanische Gesetz durfte e luSlande sich nach Israel gerettet ba oerden. sondern' eS mußte ihil.gestat ten. wo,e4'ibm gefiel', und«,r'dürft nicht gedrückt wer; *n. So war auchdem treu den skr echte'Rübe und Erolung verbürgt, und in 2 nerkenaung der persönlichen! Bürde des Mensch^, war sch m ein ausgeschlagener Zahn I er Preis der Freibeft, so d. ß dem Herrn in d^r Züch i igung die Hände gebunden N lag in der Natur dzr Perbal . ls Sklaven verblisHrn: denn <en. .so mußte ihn der He i tesseneS Lösegeld ftei lassen, > r im fremden Lande mft der Gegensatz gegen darr Sklave, der vom re, nicht ausgeliefert et werden, zu rdoh» aren. Dir sagten ,ben. ,ö Nisse, »aß Richt^Issraeliten . hatte der Sklave Vermpr allezeit .pur eist»ängebatte <t keinS,' wäs sollte Freibest? Vergleicht man i utv dieres Gesetz mit der.Sklaverei ^iallen Völkern des! l)terrbums.- des Mit/elalters und dekmeuern Zeit^in den .! ändern, in welchen sie jetzt 'noch gestattet tss^ wie Hel» "me den Hellenen. Römer der Römern. Germane den i JrtmSnrn -in der scheußlichste , unbewingtesten Sklaverei l ielt : vergleicht man 'eS.anft i em, Etbnd der Hekpten bei len SrarternB der Sklaven bei den stiömern, die so oft ^ur Eywbruug gedrungew wurdm, der Reger in den. freien i ordamerikanischen Staaten, jo selbst Den ibrrschen Knecht i tit den leibeigenen Bauern fi Europa-so wird man I an Gesetze der b Schrift de t göttli hen Akel nicht ab» prechen können! l S. Weitere», i nser Bi ^elw'ak. l. S. 423.) Diese- Gesetz batte denn , uch Js ael seinen Eharak» er ausgedrückt. In seiner G schichte ftnelen die ..Ssla» en'^ niemals eine Rolle. AI J Schei »n.vb Frohya ^um lempelbml beschaffte, wagte er es n>'^ i. Israeliten Krobn, - >ienffe. aürzulegen' (1 Kvn. 9, 22 - Rur in den enr» stetsten Zeiten wurde da» .st esetz der Kte.^.-sssihg nicht 'eobochtet; -und als der Köniz Aidki ab, t letzte von 3uda. i u-d,^ Gesabr die Freilassung der Kue^te'beschloß, -T^wqch der Getabr wieder zurüi koahm, da verkündete Jirmejabu den naben, unausbalcs upen 'd turz IeruschalajimS und deS TbroneS. Noch Jab hütrorri e spätererklärte dagegen Aristot-eleS die Eklaterei fm unentbehrlich und ') Ramb. a. a. O. V. §. t. “) Talrn. Juddusch. 24. - i in der verschiedenen Natur der Menschen begründet! Und Du, Jude, willst keine Ebrrprcht vor Deinem Alter» thum haben? .Humoi eSke. Gereimtes jüdisd Die -lasse (Lrau ' . Dm «s S'rrüchwort. ) 01 zu schön. C Freund, willst Du di^ Schönste frei'n? Zehntausend Tbaler bringt sie ein. Sie ist so fromm, sie ist so gut.' Ist jung, vom allerbestest Blut, Sie spricht der Sprachest sicha drei. Sie zeichnet, musizirt dabei. Sie stickt, was ibre Aucken seb'n ,- O nein, o nein! Die Kalle ist mir viel :u schon! Meiw-Herr' ich^hosf aus Ihren Donk. Diel Glück bedeuret beu? mein Gang. Hier zeichnen Sie der Aktien Zahl, Nicht lang bleib» Ihnen >freie Wahl. Um S Jabr steigt schnell‘tie Dividend' Auf mind'stens zcbnnral ^zrbn Prozent,' Dis vabitt wirv's verzinst mit zehn — - O nein, o nein! > . | Die Kalle, ist mir viel ju schön! O Freund, bin-nehmen iSie d'ran Tdeil Wie Ihnen nachläuft Gli ck und Heil! Das projektirtr Luststeing is Macht NaffeS trocken. Tr 'ck'neS ttaß, Macht .yellung finster, F tist'rrS licht, Macht Dichtes locker, Lohres dicht: Ruhm. Orden, Geld,-nic >tS kann entgehn Onejn, o nein! —' D ie Kalle ist mip viel schön! Freund, keinen Andern stellet an! Der Rabbi ist für Euch der Mann — Den Talmud kennt er Schicht um Schicht. An zwanzig Sprachen stockt er nicht, Astronomie. Zuristerei, MakhestS sind ihm einerlii, AuL Medizin soll'pp »ersteb'n — — O imo, .o nein! i Die Kalle ist mir viel zu schön! Herr, endlich-kam'S an's Weltenlicht. Ein Narr nur abonnine nicht! ' Eie finden in dem ntu’n Journal WaS Sl^ nur suchen allzumal. Belehrunß. Ratb und weisen Spaß. Geschicht', Gedicht -und wer weiß was, Sie steh'n d'rin auf her Zukunft Höh"n - ' O nein, o nein! 'Wie Kalle ist mir viel zu schön! l! Verantwortlicher Redakteur: G. Wienhold.! Berlag »v, D »o»i,Lrlarr s 0uch»ai<elU»-m — Ilück rr>° nv«r £ it tc In ütiptig. .1 ,.a

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.