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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 4 (1853) · p. Seite 14

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
4 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 14 (sequence 2)
Language
German
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i -f *8'Vo vonr Prokoosol selbst getrieben. Hiervcm^machten »Sie berühmtesten Männer, z. B. BrutuS, keine Ausnahme; ihre Fremide, ihr Hofstaat, ihre Sklaven und Clienten, niebe^ mir dfr Gunst ihres Herrik den gräulichsten HandK^ um Missionen."*) - ' - Dieser mißrathenen.Menschheit gegenüber, waS> wollte Moscheh? Sin Volk v»n-Brüder« schaffen, in-de. (nrn. die Liebe, aber eine. toncrM/werklh.Stige Lieb« volnge-Rechr-gleichheir, der Wegfall^aller Kastenabth-ilung,, ein urtt^r alle Familien venheilrer Bodenbesitz, daS gänzltthe Verb'ot.'dtS Wuchers h. f. w. u. f. w. Glück und Wohlsein unket alle Glieder der Ddlksiamilie verbreiten, sollten. j. Alle ^ie ^großen Nebel, - an denen Jndieji und Acgvprell")^ an denen Griechenland und Rom krapk wa-- reu unV uUlergingen, >»vur»en—durck rirectr Berboxe und SinriLÜliigerN^yerhindert, und als die Verhältnisse T>ie -fefrgamna eines PriesterstSndeS noihwendig machten, ent- UzTWtsrMofcheb allen großen Grundbesitz, »erwies sie aur der frommen Sinn des Volkes binfichrlich ^Zsihlung von Zementen (weshalb wir auch Priester und Leviten sich - immer feon-^Snufätem «ntfernen sehen, wenn daS D^olk lau' .-.Leworr »). und unterwarf sie LrengstenS denselben Gesetzen nie alle Judcn. . Ja,- .dam!l auch nach keine^-Seite -Nn ^^ElSungleichb'eu stattstnde: wurden de>' .Nretudui^^alrKdrücklich ' dieselben Recht« zuertbeiU, mr sie außerdem untdr. den reli^ibsrn Schutz Aller geft, llt. Eben so wurde eü?^stechr der. Verarmten anerkannt ihnen gehören gewisse Theile der. Ernten,! Nachlese, Armenzehnl-n^ Ertrag deS DrachftrhreS, obschon der persönliche^'Charakrek immerhin Spielraucht bettfsi. **», . . - DiaS war das Ziel Moübeb'S, dieS vrr^rettekche Ge? danke ss, -der .Gesetzgebung.fühwabr! eine göttliche den nienschlschen . tiefen Perirrvng'eu'gegenüber. Verfolgen wir DieS im Einzelnen, und sscden wer,—wekche'Spureffbavon die gatzzc Geschichte der 2uven-tragtt ' Ein Rabbl als Reisender. - 7- » L)en-H. Z. B. i». Prag. Wie-Schade, daß unsere Vater /sowenig Sistn _^ür dw wirklichen Verhältnisse -der .Menschenwelt hatten,! Wer, .. unt niu Ei»eS anzurübre», hätten durch vaS ganze Mittelalter hindurch-so wichtige-und s» .viele Reisebeschreibungen liefern keinen, alS die JutKn? Sie, die eine - lange Zelt die einzigen Mittelspersonen zwischen. Morgenunv Abendlastv waren, und die. Handels- und diplomatischen Reisen zwischen beiden Welnbeilen unternahmen;' sie, die stets tur der Wanderung begriffen waren; zu einer Zeit, wo ifo wenig gewandert wurde. . Und hoch besitzen wir nür sehr wenige Reiseberichte von jüdischen // Schriftstelleni, und andere von ihnen haben-nur hie und •) E. Nähere» in-»einer „Religion der Gesellschaft." Leipzig. <8*8. Laumgättper'S Buchbandtunz. *•) Uad doch, trotz dem völlige» Gegensatz, welcher die Einrichtungen, Sine». Gesetze der Inder. Äegypter u. s.7s zu denea der heu. Schrift bilde«, wollte« tbörichte Forscher wege» eiliger stachliger, gar «icht zu ver»«ide,der.Aeb»lichkeite«. E»tteh»««ge» a»« de» Staate der )»der. Aegppter rc. erke»»ea! *••) S. NLh«re« i» »e^»r» Lorlefnnge» über die .jEnttvickel»»g der religiöse« Idee.'' Bruntgärtner, <8*7. 7 va einige-. Notizen. in ihren anderweitigen Werken zerstreut. . Einen sulchen Pilger wollen wir h^ure den. Lesern vorführen. ' " Als gegen Ende deS iSlen Jahrhunderts die Juden; aus Spanien und Port u ga l ziehen mußten, da wandten sich die Unglücklichen nach allen Weltgegtnven; Einige dränget bis nach Litthauen, wo sich auch Diele in der Hauptstadt niederließen. Unter diesen Eltigranten hieß Einer Rabbi Elijah ha-Rofe, der ein sehr geschickter Arzt war. Er hatte einen Söhn, Elipse', geboren im Jahre <423, dem. er die'sorgfältigste Erzilhung angedei- '! Hey, , und den er die berühmtesten Hochs hulen Polens, wle vErisk-unv. Lublin, besuchen ließ. De seiner Rück-- kehr nach Hause, in seinem SOsten Lebensja ttc war er eiu eminenter Talmuvzelebrrer, doch, wie alle Portugiesen, auch in anderen Wissenschaften nicht ssnbew uidert; er heirgchete die Tochter 'eines gewissen D.rvid Ja^pa aus Wilna, und- Mtt bald' bas Rubbinat zu' -Ladlyar Iin, welches er zwei Jahre beklrivrrr,—mrv^wäbrend dessen fein. Vater starb. Obftbon noch jung,-chhielr. er doch schon'den Ruf jalsMabbiner der damaligen, nicht unbedeutenden portugiesischen Gemeinde nach Prag, ward au^ die glänzendste Weise empfangen, "und erhielt seine-Wohnung aus dem Hradschm, da die Gemeinde ausser, Klcurscite ihr Wohn- 'recht Hane. Er erhielt Schier den^-Namm Äschke'pasi vermögt seiner grünvlickiH ädkMirniß^sser de ätschen Sprache, und wirkte lange Zett segensreich. Bis dahin war der Glücksstern des' hochgeachteten^gelehrten^ wtd'-begürerten Kabbi iär Aussteigen gewesen falb sol te «r die Wan- -delbarkeii des. Geschickes erfahren: ES war am Rüstlage zum^Peßachkeste. als der-Rabbi Elieser flch freudig zum Festabende vSrberciteie.^da erschienen zwei polnisch gekleidete Männer bei ihm, und. baten, boi ihm zum Seder -fein zu können. Er lud sie.auf ganz Peßach ein, empfing sie am Abend fteundlich. uttd^wieS ihnen ihren Platz 'ian seiner reich mir Silbedgeräth besetzten Taseä_LN^ Mit^ teN'i'nv'Seder rhate» di« Männer^ 'Einer. nach dem Ändern, als ob'ibnen ihre Taschentücher untfr^den Tisch geifassen, und stellren" heimlich'zwei Fläschchen mik.'Ziegenblut' geäültt ainkL-den 'Tisch. Kaum war die Zeremonie beendet, als dir beiden Männer sich die Erlaubnip 'erbaten, nach .ihrer Herberge zu .gehen,. da sie sehr ermüdet seien. Noch streckte sich unser Ra^bi behaglich in seinem Lehnsessel, wks ein Mann voll Schreckens hereinstürzte, der" hie beiden Bösewichter ^abtrünnige Juden voll NeideS auf den Flor der pormg. Gemeinde und daS^Glück deS Rabbi, vielleicht auch' durch Andere vngeregt.) belauscht hatte, als sie sich auf ihrem Heimweg deS gelungenen Streiches und des SchreckendeS Rabbi erfreuten, wenn nun bald die Untersuchung- - skommiffion ihn überfallen würde. Der Rabbi Aschkenasi untersuchte den Platz, auf.welchem die beiden Männer gesessen,^ fand die beiden Fläschchen "«jt Blur, und konnte sofort den schrecklichen Plan der Schurken überschauen. Da nun damals folcherlli Beschuldigungen ander Tagesordnung waren, da. im tzünstigsten. Falle, eine Untersuchungshaft, 'vnllleicht Folter« u. ). f. dem Beschuldigten droheten, ^Zuch wenn die skdmmiffion nichtfände, so beschloß der Rabbi sofort zu Rehen, und verließ noch in selbiger Nacht Prag. Am Morgen war die Bestürzung'in der Gemeinde sehr groß, »er Vorstand begab sich zur..gedachten Kommission, die m der Nacht im

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