Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 4 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Zur «ßefeörung uiiö Anterhaftung auf jüdisch em Hetziete. \ . ^." r ' r r y ' / " 4>on ti«itr .^tnrt-Hfl .«rnfunt jitNhtmiiU' tint EXninaxr. Drei« frtl Jadr-an^» 1 4Mr, 9?ifrtrJjih»tfl "■/, Si«r. »I!« chui'dankkniarn. Koitjimtrr unt geiiu >g««rek,nontn n<b* | mm £fftrl)uniifn on. U853.] , 's/ Der Berq. i Vor un» liegt ein hoher Berg. Ar erhebt sich allein auf einer weiten Ebene. Erst Aeir hin am Hostzome ziehen sich seine Prüder in -die Ferne. Sein Gi!pfel ragt über die Wolken hinaus, welche /m seine Seilen sich stoßen und brechen, Siebe! diesen 'Gipfel har eist ernster Mann erstiegen-- I Was kbut er da? Scharr er sich um, die weite Au-stcht zu genauen, in den tiefblauenj Himmel zu starren, oder über die kvechselvolle Ebene feisten Blick schweifen zu lassen? Hein» er knieel nievrr. und hebt die Hände empor und —- betet ... er belet lang, und ohne Unterlaß .... fein Äuge fällt niemals in chie Tiefe, ist stets und allein in.die Höhe gerichtet .... Ater drunten in "der Ebene haben sich.unterdeß zwern kampfende Heere herangezogen; die Schwerter sind entblößt, die Lanzen schwirren), die Geschosse fliegen; bald' weicht dieser, bald jener Theil — aber Vre Schlacht hört nicht auf zu wüthen. Welch' eine Erscheinung! Der Berg auf der Ebene, drunten die lobende Schlacht, droben dex^ betende Mann, ganz unbekümmert um daS, waS in her Tiefe ringS um ihn geschieht .... Weißt Du. wer der betende Mann ist? . . . . DieS ist Israel an seinen beiden Neujahrs- und an seinem^ DersöhnungStage ... Während ringsum die große Schlacht der Selbstsucht auf dem Markte, wie in den Häusern, die große Schlacht deS Eigennütze-, in dem großen Leben, „Welt" genannt, fort und fort geschlagen wird, daß die Liebe vergebens ihre Drommetenstdße zhm Frieden und Segen darüber ertönen läßt — hht sich der ernste Mann Israel an diesen Tagen zurückgezogen aut diesem Leben, hat die Höhe der Religion erstiegen, von wo man so weit, so wett in den Himmel und über die Estde schaut, haf stch niedergelassen da droben und — betet — einsam, lang, ohne Unterlaß. Nicht daß er seine Stellt drunten in der Schlachtedene aufgegeben häkle, «licht daß er nicht . wieder dahin zurückkehren wirk», um seinen Theil zu erobern und — [ wieder za verlieren. 5 Aber er stihlet die Nothwendigkeit^ stch einmal wieder über daö Gewühl zu erheben, schon dstmit er nichr.ganz in irgend einen Schlachtwinkel sich verrestne, und den Zusammenhang nicht zu verlieren stNt dem ^großen Feldherrn droben, der seine Krieger nicht bloß «USsendet, sondern zu bestimmter Zeit wieder zurückrust — — O bete nur, einsamer, ernster Manu, unterlaß e« ja nicht, den Berg zu ersteigen und zu beten -daS Heil hängt davon ab, denn wehe! tscnnj fl für die Menschheit erst nur dal Schlagen der Schsachd— gar keinen Beter auf der Höhr mehr gäbe! . Was ist Israels -In einer, scher Kanzelredi -bedeutenden &ai' reS als — der mit Fletsch un> Glaube an einer j! ngst gehaltenen Predigt sprach ein jüdier den etwa! eigentbüchlichep, .aber viel auS: „WaS ist Israel? Nicht» Anveffeifchgewordene Glanbe an Dvtt, all der Dein durch die einigen, einzigen geschrittene WaS wol te Moscheh mit!btm 1fr? Wem» «a, 1«; wenn man veten durchmuste Trennung, die t Menschen durch hatten. Die Ur in Gefolge Haß Indien und 2 abgegränzte Ka ihre Abstammun Kasten die versc ger biS zu den den verabscheute daß den beide« gehörte, sonder i gnderen nur P Freiheit hochg zählte 40,000 Attika allein t! würstgkeit. E; 30.000 Unterwl ster GrausamkZ Anfang an de ziern (dem, ’J einmal unter den Patriziern zur Gesetzgebung mögen in sechs daS römische Jahre 48 doch Millionen «mt Mensche«. Ur^ gerechtigkeit ,sche» Proliousnt» kvnstü betrachtete sucht; Tribute erpreßt, w- * Adch Si die Völker deS AlreerhUmS durchforsche«, gerade die höchstgestellfe» und HLchstgebü- 1: so gewahrt man, daß in denselben die ngleiche Stellung. die, Umerdrückung.der Menschen, eine erschreckSntu H)che erreicht brüderlichkeit, die Menfchenvtril^tung, und und Elend, waren überall Mimisch. Zn egypjen waren die MÄschenM oestiu^tt en (Klaffen) vertheilt, in die ( sie durch I unwiderruflich gebannt waren, und welche irdenen Stufen vom Priestef, dann Krieunheiligen Paria! und bei Heb lAegvptern Hirten hinab einnahmen. Nicht allein ersteren die Herrschaft' übef i\t anderen auch alle» Grundeigetzthnm.! daß die chter waren. Und bei. den siegen ihrer «rühmten Griechen und lRöt^orN? Athen,! Zürger, die allein frei sturen hstlt aber in 0,000 Seelen in der drückendsten Unterart« hatte nur 9000 Bürget dagegen rfeae, die -akonier, außer dew'mit äuherbehandelien Heloten. In Rom! fand von furchtbarste Kampf zwischen den Patrt- und Plebejern (Volk) .statt; dst stch nicht 'inander verheirathen barst«n. Nnt au! durfwn die.Pkagistrate gen ähli wvrdeii; waren sämmtliche Bür ger rach dem Der- Ktaffen getheilt. Al» i ach 1 >»g^n Etikette rgerrecht allgemein war), z. hlt^ Roch im nur 1,183.000 römische Bw grr, aber 100 ejnvorstne. vom Bürgerr« cht au-aeschloiAene welcher Unterdrückung. Aui fq»ß«»ß,' Undie Provinzen v'»»^ Eeileu wm römi- (Statthalter) -rmterwtzrfrq!"sDa Probte Provinz ngr als Strafgelder würben verksnfl, der WWüch«>lftMchtt! z» w rea