Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 1/2 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4908862-5999329-6000565--0071-4908883- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
f / an," sagte er, „wenn chr meinet, eS müsse gestorben sein, so soll da- Loos die Entscheidung treffen, daß naw der Reihe Einer durch de« Ankern sterbe." Sie thatfn mlso. Die Loose fielen, nach tbnen achtunddreißig' Einer church d,S Ankern Hand — ZosepbuS und noch Einer bsseben zuletzt, und. diesen wußte er leicht zu überreden, die, acht, und dreißig Leichen zu verlassen und zum DeSpaflan zu geben. Dem römischen Feldherr» warf er sich zu Füßen, propbezie ihm baldige Größe, und erhielt von ih» — Geschenke von kostbarem Werthe. DieB war der Fall der ersten jüdischen Destf; die Trümmer find längst z» Staub verwandelt und verswwunden*) — aber der Ruhm de- HrldenthumeS ist Lkblik' ben, und gießt seine golvencn Strahlen auf'die ein Felsen. amen Eine neue Erklärung von Psalm 4Ä 7. m:a C'iibpr *|T£ P ' Die gewöhnliche Uebersetzung dieser Worte lautet:. „Darum ßedenk' ich Dein auS dem Lande de- )ard n und des EhermonS, vom Berge Mizar." Go de We, le. so Ewald. Auch Hengstenberg. der nur „von dem kleinen Berge" übenragt. Ashnlich Mendelssohn: „Wenn ich hier an dick gedenke, hier an ZorvanS Ufern, am Gebir. e Her» mon; winzige- Gevögel" Ist - sehr hart, ^2 r? mit „wenn" zu geben, so steht man doch, daß „an" hi t auch nicht- Anderesein soll, als „von" oder „auS." Deno diese.Uebersetzer nehmen sammrlich an, Kaß der Sänger fich im ostjarvenischtn Lande befand, und von »a au- Gotte- und seine- HeiligthumS gedenket. Man ^erstand also unter daostjardeaische Land, unter vie Ehermone " fvte Alpen. Appeninen. . unv^ alS einen zum Anti^ibanuS gehörigen Berg, wo stch der Sänger befand, der freilich sonst nirgendvo kömmt. Viele beziehen dabei' den Psalm auf David, aler vob Abschalom nach Machanajim geflohen. waS Allegl gen stch hat; Ewald schrieb, den Psalm dem Könige Jojc chin zu, der nach Babel geehrt ward. alS er auf seine,, Wege dahin an -er nordöstlichen Grenze vielleicht eipe^ eit lang rastete — eine Hyr ochese. die nickt widerlegt zu werden braucht. In der stegel t älr man die Ds. 42 und -3 für Einen. Ich glcube 3-raes. Bibel UI. S. NA erwiesen zu haben, daß ries, nickt der Fall, daß Ps. -3 d'r ältere Psalm. u!nd 42 eine Nachahmung von Ps. 43 i i. Der Sänger kies Ps. 42 ist eia Erulanr. der den Hoharuf der Helden: wo ist nun euer Gott? täglich b-rt. de, zerstörren Kuliu-stälte täglich gedenkt, ohne weitere Au> ficht aldie einstige Hersteluug durch Gort; er bearbetete dadurch den alten Ps. 43 gegebene Thema, indem er B. 8 zum Grundloy machte, und au- '43 benutzte, w - paßte, aber auf höchst treffliche Weise seinen Geist darüber hauchte. Die Ueberschrift „von den Söhnen Kore ch»" wi. verspricht dieser Annahme bekanntlich nicht, da . -orachi- *) Schwarz ftrantbet. daß Dachapatha '/« St« von Jafia. ein USberrift'deS ehemaligen Zotapata Lrack.>38. rom) sei. Stu» *n iMiialB stimmt auch Rafchi den" auch im zweit n Tempel lebten und sangen. Hiermit überein, der den Ps. 43 aus die Verbannung noch Vabel r nd rie Zerstörung dr-lTempelweissagen läßt, und Rabbi Moscheh anfi kehren wir zu unsre daß frr-p« dach 25orau*unb<iI wir! Kalb klein unter 7. hieße dann: „Mein Gott! übrigen Bergen geworden.) Der Perin mir ist meine Seele gebeugt: Darum will iw gedenkest Dem vom Lande de- )>,rdenS. fNnd der Trün mer vom erniedrigten Berge der!" Die „Trüv »er" als die de- HeiligthumS' find mit „Dein" völlig ptraLM; der Sänger gedenket zuerst Gotte-, dann dezertrü Werten HeiligthumS.; 1 i!! •*' f, - . r- . Eine Parabel. Ein mfichtiger König hakte einen einzigen Prinzen, der alleinige Thronfolger de- Lande-. Dieser verfiel in. eine Geiste-kraykheitt so daß er fich stetwie ein Narr geber. bete. Die berühiuteste« Aerzte wurden herbei geholt, große Summen jzur Wiederherstellung mehrere Jahre lang geopfert, ab-r Altes war fruchtlos und keine Hoffnung zur Genesung! «eh, vorhanden. Endlich brachten ZeltuUge« ilben-E-ra, ver hie Meiuung dehrt: ^222 -marchi ne 's/—- Doch Stelle zurück. Wie will «an erweisen, «stjUrdenische Land beztichne? Ohye * 3rter daganze h. Land a» beiden^ Usern darunter verstehen. Man vermurhet ebloß, weil der Chermon dabei steht. Aber kommt denn irgendwo die Mehrheit vom El ermon vor? und wie will man er« Welsen, däß diese »aß Gebjrge bezeichne?War»« steht DWim und dazu tro, »yd doch unter pn'.die Athnach, so daß «U duri >a»S nicht zu D’TOrn bezogen werden kann, so wie auch^^mi stehen müßte, da bhch ^her kleine Berg" nicht vom Chermon gelten konnte? Oder wie kann man endlich, . da renva ffiqr »bestimmte Bedeutung hat^ ' daraueinen. Eigennamen machen? S. l Mos. 49, 20. 3jo6.'8, 7. u. öf er. Dirfind Fragen, welche die gangbare Auslegung r ich? Hinwegräumen kann. Wir müssen »ie Worte anders fassen. Die Worte Tn" ywa u f. o. gehören nicht zu dem « im T°TK, sondern zum ss. s t heißen nicht: ich. im Lande ve- Zar. den, gedenke von da auS dein — sondern: ich g-denke . dein, wie du im Lande de- Zarden noch deine dkultuS» stätte hattest, als« : dein vom Layde de- Zardmlher ge»' denke ick. DaS nst nun V"7N2->n? Nicht der flyr. vom Bergt- Cherson, sondern vom Worte fv^n, einem vom. . derjvat. von 2*n Verbannung, Verwüstung, also zgebannte Trümvnr. Ein solchearc. XeTvzL. auf p— im^ Plur. haben stir . B. 32,' 4. TP 'rorva ^on-2yn oder 2^n. Der ■Nota. der.'auf p-— giebt eaußerordentlich f viele, man sehe die Tabelle in Fürst Loncord. s. l38h., z. B. TOon, pa|cHu-. ff. Vor D’.*wm ist aber “dtn aifT" T2tx noch eiumal ^u denkrp.und “umn irro geh ö« zu F’ntfvn, wie T**12 |u T ’n wodurch der Ver-bau genauen Paralleli-muS trhälü, "ffss nämlich ist der Vrrg Zijon, der!, fbüher so hervorragend, jetzt in seinen . Trümmern so sein dastand, der .(Irsch. 2, '2. Mich. 4. l.) ist! zum "ffaraTTf geworden. <Aehplick hält - Raschi den 'rtz für den Sinai, der durch daß-goldene