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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 1/2 (1853) · p. Seite 8

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
1/2 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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. Anzeigen und -Empfehlungen^ von eine« am-gezeichlleten Manne in Nordamerika, der schon viele Geisteskranke mit dem besten (Erfolg* ctzrirt haben sollte. Auch dieses! schwierig* Opfer nicht scheueisd,^ schickte ver Monarch feinest Prin. ' zen fort auf jene weite Nach zwei Monaten kam er am erwünschernOkte^Ns! Ein solcher königlicher Scholar war dem Amemkaner doppelt erwünscht; denk außer den vielen kostbaren Geschenken wurde ihm noch eine >enorme. *->»^LHrliche Belohnung jugestcherk. Schvn nach wenig Monaten gewahrte der ^seltene Äkanrr hie schönstjUt iFrüchle feinet Piühe. Drr,Prinz wu.rde von TLg zu verständiger unv erlangte, bald seine volljen Geisteskräfte wieder. Damit aber de^ Prinz nicht fotald. wieder abgeholt werde, unv somit die vielen Geschenke nickt sobald aufhören möchten, .so warpe derselbe verheimlicht und.die vdn ihm veritstoslig geschriebenen Briefe jeheSmal unterschlagen. Monate und Jahre verflösse», aber das Marren auf Antwort war vergebens;' dahd« kam der Prinz selbst aus den .Einfall: Sollten vielleicht meine sammtlichen Briete-geöffnet unv unterschlage» worden sein? Und was chal er? Er schrieb, -nun auf folgen^Wei^^. , ..Ltlilitralalaberberherchopfasa \ alalälahöpsaja^rere! f tralalateralalaitrilitrilistr limimimirunununun- . tralahahahahaerhopsasa^laearabumbumbumblumlic^- heisa rc." Ein solches ' schreiben war depl Amerikaner ganz nach Wunsch, -und e^ ließ es pasfirest;- denn, dachte'er, daran wird der König erkennen, daß ffein Sahn rusch nicht viel besser, ist, und [tritt» ihn noch hange bei mist weilen * lassen. In völliger Bestürzung laS ver F.ürst die^ Zeilen und überrerchte. ste seinem Hofkanzlep. Dieser »urchfah und durchlas ste oftmals, endlich strich er alle Zwische^^ rralala und HopsasahUsa, unv->sggv zu seiner Wonne und 1 zu seinem Erstaunens die vernünftigsten Wotte; ^ffs^stanv nämlich deutlich folgender Brief vor lbm: j „Li-bcr Vater! ES ist' mir unerklärlich, van ick auf meine vielen'Briefe noch keinen Buchstaben hur Antwort erhalten habe! 3.ch bin, Gott sei Dank! wie- ' ver ganz genesen, darf aber nicht an Tag« Licht, . I wahrscheinlich -um meinen Auftnthall bi«4$ir ver-! —iongfrtf. "Konzmt! tilt! und jbefmt mich!l Meine Zeilen'habe ich veshalb in dieser Form'geichrieben, damit rc." - ' Die Freud« deS Fürsten uns deS ganzeck^Hofrö über diese Entzifferung und Nachricht war unbeschreidlfch. uttd , sofort wurden Anstalten zur Erlösung ves Prihzen getroffen. — . t ■ x r Gleich diesem scheinbaren Narren traten auch unsere früher» »Chasanim an den Festtagen mit ihren Gesängen j beim Gottesdienste aus.!! Statt z. E. ,die, HMzm Gebe^Sworte räö'p -naan : n:n «“rem verständlich - unv folgerichtig vorzukragen, so wurden die Silben und Wörter durch unzählig» tralala und hopsasa verunstglket^. de»n sie fangen vor dem König aller Könige wie, folgt: Hahahaaha haaha hagibor tralala trqlaa ahaahoahaaha lvtralala lalaloneehehezach lateteralala teteralalahmhmh« veha<chaÄahanooorotftttititiben0rvsecho rc. . Daü ist wohl der passendste Grund, warum vaS Wortspiel 1 "T "n (tzhasamm sknd Narren) auf unsere alten Vorsänger angewandt wurde. Em. Hecht. (Gesch. des i«r. BorsäagerdieusteS.j —--^ Kleine Gedichte nach alteren hebräischen Dichtern. guter Kath. 2m Schweigen der Nacht Nimm deiner Worte Acht, v Hinter der Wand .Sich oft schon^fanv^— Der leisen Spruch - ^Weiter trug. Der soll voran? Lum Kopf sprach einst der Schwanz „Willst stets-du geh'n voran? Laß zeigen, was ich kann'."' „So geh'!" DaS ward ein Tanz! Bald in die tiefsten Pfützen, Bald in des FeuerS Glutb, Bald auf der Dornen Spitzen Führt ste de/ Schwanzes Hulb- Sprich nickt von Zopf und Trofrf, Folgt mau^noch heut dem Kops..' —' Tier «friedhof. ES trieb mich än, der Eltern Stätte, Der Freunde Herberg' zu betreten — „Svid"Alle Ihr. selbst Vater, Mutier, Mir untreu worden?" . . . Alle schweigen- Doch..geigen fiutttm^jif mir daS Plätzchen ,An ihrer Seit« mir 'bereitet. —• L Talmudische sprichvörter in Reimen. Liegt noch rer Staub auf deinest-Fssßen drauf. B/ing' deine Waare zum Verkauf?^' Weh' denen, die sehen,. Und wissen nicht was?. Weh' denen, die stehen. Ullv wissen nicht wo? i Wo daS Buch,' " Ist vaS Schwert ein Fluch — Wo Vas Schwert, Ist vaS Buch nichts wertb. / Zur Wespe sprich: Nicht deinen Honig mag ich, Nicht deinen Stachel ertrag' ich. 'All' Holz brennt still, geräuschlos, Rur Dornen 'knistern laut, . Der Welt zu sagen ffolz: .Seht her, auch vir find Holz! Ber»>tt»vrt1tch«e Rebacker: G. Wienhold. »»» &«««,&rtact’t ©ttd^BMan* »tfitMti. — Druck vou »lexaudrr «irk« «n

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