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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 1/2 (1853) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
1/2 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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3)' Darstellungengroßer Sceneri L) Belehrende und scharfsinnige 'S) Deutung und Geschichte der , eligiösen Idee, sollt nur »nicht-aufhorm, Religion zu kennen und Religion'zu üben. Za, die Religion Jsrael's soll bren erhabensten Hobenpunkt erreichen: die üng! ' Wie wir ' D^,s * 1) Anregende und ergreifende A .Relig.ion Israel'- mitten in der höchsten Menschenbil-? ■ wir nun diesen Zweckest zu diene i gedenken? „jüdische Dolksbla t" soll b ingen: nsprachen; 2) Kurze Betrachtungen religiöse, und Alt ichen Inhalts in>Ldelster, ansprechendster Form; und großer Waraktere aus der Geschichte Jsrael'S ij, anziehender Weise; Auslegungen von Schrift- und Talmutstellen; Zeremonie^; 6) Unterhaltendes in Erzählung, n» SiltensthilderuKgen, Humoresken m. dgl. aujüdjschem G Ties ist ln Wenigem,-was wir ken beschranken werken. Fern bleibt biete. hier dem Leser vorzulegen gedenken, ohne daß wir uns gerade aus difse Rubrinür Alles^ waS rer Politik, den speziellen Zuständen der Gemeinsten und Per, fonen, der Polemik/ rer strengen Wifenschast, Kritik und 'Literatur angebört. Das „-jüdische Volksb,latt" wird. Machst wöchentlich \ -Bogen drefts Formats bringen; sobald die Zabl der Abonnenten eine bedeutende geworden, werden wir obne Preiserhöhung,!/4 Bogen wöchentlich zulegen. .Der Preis ist!üerteljäbri^ 7y2 Ngr.,' balbjäbritz 15 Ngr., .gainzjährig 1 Thlr. Bezogen kann das Blatt Äurch jede« Buchhandlung und durchjedes Postamt werden. ' ES leuchtet hiermit ein, daß das „jüdische Bol^sblatr" mir der in demselben Verlage und unter derselben Redaktion erschkiyenbew->.Allgemei ten Zeitung des Judenthums" nicht konkurrirk, daß vielmehr beide Blät, ^er sich gegenseitig ergänzen', beide n r eimrnder- Idas Interesse .beleben sollen. Die „Allgemeine Zeitung des Judenlbums", die bereits feit 17 Zähren bren Platz!behäupket, wird auch fernerhin ibren Pfad verfolgen, und ist hierzu gerade in rer letzten Zeit, durch die vieder steigende Gunst des Publikums so recht befähigt geworden. Aber neben ih/: soll das „jüdische Nolksblntt" weil.und breit .leinen noch auSgevehnrern Leser- und Wirkungskreis im Kerzen der-jüdischen Maffe^Ich eüve^ben, auch i w» das! Drängen des Lebens mit Umfangreicherm und Weiterem, sich zu beschäftigen nicht gestattet. j ' \ * ' Wir trekew daher mit emer zwiefachen Ans, rderung zu!ltnseren»öesern: erstens, durch zahlreiches!Abonnement das ..jüdische Dolksblatt" schnell-;» einem! viclgelesene i zu machest, 'zweiten- Hurch Einsendung von Beiträgen ihre Tbeilnabme'zn berhätigeu. Beiträge,' rta Auinahnre nnden, wsrden erforderlichen Falls gut h^onorirt^ Das „jüdische VolkSblatt" ist aur eine» großen-^kreis berechn^, würde ds diesen nicht erlangen, so würde cs nach Jahresfrist verschwinden-. Einige Hunden Abonnenten würden, selbst wenn.damit die Kosten des Unternehmens gedeckt wären, zur Fortsetznsig uns nichtgenügen. ■ . [ Die Redaktion. Der jüdische Neujlhrstag. . i m i. ],*i) Tjc Svnaqoge, hak Lew zwiefach Inhalt tzjLgeben: den Aniang des Jäbres, den Tag ltchen Gerichts.' Aber, fragt mau, darum soll d :r, x;x** —cro 'XI. 7- N7277 "SH t Nenjahlöt^ ge einen ^es görtescr-Tag!-2 der Anfäng des Sabres sein? Wovtirck ist er alS-solcher bezeichnet? 'Kann astronomisch nicht wieder Tag deZdtzabres alS Anfang angenommen werden? Hadder mebst für sich als der in der christlichen - Welt als. Jahresanfang angenommene erste Januar, mitten im Winker? Tenn'tzie Meinung Einiger unsrer Alten, baß an. Diesem Tage hie Welt geschaffen worderz, wird von Anderen aufgehoben^ die. den Schöpfungstag am einen anderen verlegen. . Und, ' fragt man'richtet nicht Gott die Welt aste Tage? Findet sticht «in fortwährendes Gericht Gott^ sttttt? ' Wie -sollte sich ' die Waktung^Goites an eine bestimmte Zeit, an estten Tag! binden, da allein Beschlüffe zu-saffe^k? j j Allerdings enthält die h. Schrift über jenen zwiefachen!lnbalr des Festes am ersten Thischri nichtS; allerdings ist r demnach dicsem^age nur durch die Tradition gegeben worden. Aber nicht in jener oberflächlichen Weise läßt sichi ie Tradition Abiertigcn, wie mit obigen Fragen, ^denn Br Sinn liegt tiefer. ‘ ■ ■ Die Tradition wollte mit^diesem Tage den zwiefachen Begriff: ves regelmäßigen Wechsels der Zeit und l er g-öttlichen Vergeltung-im der Zeit verbinden, »uf unlösbare Weise verbind,«. Und hierin offenbart sich «in tiefer Gedanke. Die.Zeit erscheint in'einem regelitgßigen Wechsel. Wodurch? Daß regelmäßig sich die lirve um sich selbst dreht. und so die Sonne uns eine >ieit lang leuchtet und'eine Zeit lang nicht —■ ein Tag; Up regelmäßig der Mond um die Erde läuft —'‘ein Moral (mit seinen vier Mondphasen — Wochen); daß regelmäßig die Erde um die Som^"chte Dghn vollendet ein Jahr. Ist dies .aber wirklich dke Zeit? Nein, das ist j» nur eine Umdrehung der Erde. Des Mondes. Die Zeit ist genau genommen nur der Wechsel der Zustände \

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