Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 1/2 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4908862-5999329-6000565--0065-4908877- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Indisches Volksblatt. Zur 4. 1 Letehrustg und Anterhasiung auf jüdischem HeKiete. HeraU»geg«beti vo» Rabbiner vr. Ludwig PhUippfoa.in Magdeburg. ~T [9to. 1.U.2.J Iakrgana Öiert(1|äbrtg 71/» Ä*r. , fin»?u<bbanNin«n. l-oftämt« lmr ZeuungSerredtrionrn ned nun 1 mDuMfitu an. ■ [1^*^0.1853.] An die Leser dieser Probenummern. << ■k -Sie'IfcMidJfio» auf dc» Bergen die Zübe«^* Bolen, Der Priednil kündet. E»mt vermeidet. Heil verkündet.' Zn Zijon spttckt: r^tn Bott regiert!- «Zes. vr. 7.» AIS ein solcher Bote will dieses neue Blatt zu Such kommen, Ihr Bekenner der Religion Mofchjh'S. Frtecheu will eS verkünden, nicht StretiT^Glück vermelden, nicht Unheil — denn Alle-!, wa- Such sonst zst Streit und Entzweiung bringt! soll ihm fern bleiben, vielmehr nur ^>aS, wa» Euch Alle vereinet, so weit Ihr Eure.Hütten bauet, daS soll hi^r genährt und gepflegt stieben. Der große religiSse und sittliche Geist, welcher Jsmel zu seinem ^besonder» Dasein weihetc and unsre viertauseNdjLhrige Geschichte durchwrhete, et soll auch dieses Blatt beleben und erfüllen, und auS ihm zu Euch sprechen. j Bescheiden und anspruchslos tritt dieses Bl^tt Euch entgegen. - ES will' ln'die Hände Aller kommen; eS will •\ dem Herzen Aller sich nabe legen; eS verschmähet den Reichen und Glücklichen nicht,'der «S nicht verschmähet,. aber am meisten ist ihm gelegen an der Tunst der Mühfalbeladenen. die de- BecherS verlangen, um daraus, Trost und Lrkenntniß zu schlürfen. Klein an Umfang, will eS weder an Geld.' noch an Zeit viel de» Opfer-heischen, aber däfür von der ganzen großen jüdischen Waffe, von Allen, die ia^ Kampfe \>p9 iLebamß sich .noch ein Herz erhalten haben für fl? Religion der Väter, für dyl Vestand.de» JudetlkhujnS, Beachtung fordern. Möchte S sie'verdienen und erlangen! " ' ' Was wir wollen? Mit Einem Woste: wir-wollen den Luden als solchen jede Woche eine halbe Stunde beschäftigen — belehren und unterhalten^ Versenkt in daS allgewetne Leben, dessen Wellen immer höher schlagen, soll der Jude durch diese- Blatt! immer wieder eine kurze Zeit auf daS Eiland-seiner Religipn, seiner Geschichte, seine- Lebenversetzt werben, da zu rasten und dir..Kraft zu gewinnen,.sich nicht zu verlieren. ' Sich nicht zu verlieren! Da- «st das rechte Wort. 1 j " Wie^ sollen wir müßig zusehen. daß tier^Jude allmählig. aber schon immer schneller, au» der Welt „sich verliere^? und. vierzig Jahrhunderte deS Widerstandes, d,S ausdauerndsten Widerstandes/hinter sich, nun laut- «nh spurlos sich auS der Geschichr?empfehle? .... BiS letzt hat der Jude die frühere Unbildung und die früheren Unarten abgelegt, indem er alk» Selbstbrwnßtsein um di« schönpN Tugenden, die im Schoße seiner Familien uat Gemeinden gepflegt wurden, mit in den Kauf gab — ist e» nicht an der Zeit,, daß er nun auch zum Juden-Mück kehre, diesen erhebe, und betbätige mitten in der Bildung und der Theilnahme am Weltleben? Ist eS wahr, das unsre Zeit darum einzig in der Geschichte Jstael'S ist, daß.fle, wie nie zuvor, auch die Masse der Jkrden zum A» theil am allgemeinen Leben berufen hat: so wäre sie nur dann einzig. wenn fie den Juden nicht durch daS Lebet erdrückt, sondern Beide auSsöhnr und vereinigt.. Wohlan, wir kommen zu Euch, Ihr Rachkommen eine» großen Geschlecht», um, unfern Theil»,. ba» Betöußtsch dessen, wa» Ihr seid und wa» Ihr sollt, in Such zu wecken, um dt» Schwach de» Sich selbst Derlängnen» von Tut abwälzen zu helfen; wir kommen zu Euch, um Euch klar zu machen, wa» Ihr an Eurem Judenthume habet, «p Euch in demselben aufzurichten, mit ihm Izu beschäftigen und vertraut zu machen ... werdet Ihr un» abwet. sen, da wir so wenig dafür von Euch,verlangen? . . 9Uls* wir rrerm der Zeit mit ihren große, Go^ dexungea nicht entgegen, wir verlangen Nicht, daß Ihr Euch von Welt, Staat, Vaterland, Bürgerth^n^ Gesell ab schließt, auSsondett. wiv wollen vielmehr all DieS in. Euch fördern, indem wir fl« in ihrer VerbstGtÜrg mit Jubnuhume zeigen. Aber Ihr, da» RkÜgtonSdolk, sollt nur nicht religionslos darüber werde», Ihr, big Träger ' r ' 1, I