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Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden · 1909-07-01 · 5 (7.1909) (Apologetische Sondernummer) · p. Seite 10

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Journal
Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
Volume
3 (1909)
Issue
5 (7.1909) (Apologetische Sondernummer)
Date
1909-07-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Wenden wir uns jetzt nochmals der Geistlichkeit zuk Der höchste Würdenträger der anglikanischen Kirche, (4er Erzbisokof von Can'terbury, sagte im August 188Ü, als er auf dem Land i<ze des Josef Sebag Montetiore sich zum Besuch befand, in einem Toaste unter anderem: „Ich kann in diesen Räumen den .würdigen Oheini des würdigen Gastgebers Sir Moses Mwntefiore 'nicht unerwähnt lassen, dessen Name in so vielen Ländern von Tausenden seines eigenen .Stammes, und Hunderttausende!! von Christen verehrt wird, die mit Bewunderung auf die von ihm vollbrachten Werke der Liebe und des* Edelmuts blieben, auf welche alleVdiejenigen mit Recht stolz sein dürfen, welche durch Hände des Bluts und des Bekenntnisses mit ihni verbunden sind. Ich schätze das jüdische, Volk, bewundere seine glänzende Freigebigkeit und habe dieselbe durch die .Ergebnisse"'.der vom Staate vorgekommenen Untersuchung über das Ausbeutungssystem bestätigt gefunden. Das von dem House of Lords zu diesen) Zwecke eingesetzte Oomite hat mit dem Ausdrucke der Hochachtung den Juden das Zeugnis ausgestellt, dass nicht mir die jüdischen'Gemeinden für ilire Annen in der wirksamsten, opferfreudigsten Weise sorgen, sondern auch dassMliV jüdischen Armen durch ihren Fleiss, ihre Tüchtigkeit und Sauberkeit ein Beispiel bieten,, welches seitens der armen Bevölkerung, unter welcher sie wohnen, Nachahmung verdient." "• * i Der französische Prediger Jaques Saurin (geboten IGT?) äussert sich in ..Sermon su+- l'aumöne (vergl. Ad. Jellinek ..Franzosen über Juden") also über che Woldtätigkeit bei den Juden: .Sehr bemerkenswert ist. dass die Juden — wie Sic selbst durch näheren Verkehr sich'"überzeugen können — unablässig im Almosengeben der Annen gedenken. Sobald sie an irgend einem Ort sich in erheblicher Anzahl was sie Gesellschaft nennen) zusammengefunden haben, und die Zahl'von, 10 genügt'dazu, so stellen sie einen Schatzmeister an, nur milde. Gaben einzusammeln. Und aus Besorgnis, dass der Geiz, die Oberhand über die Pflicht gewinnend. sie verhindere, derselben nachzukommen, haben sie Richter; die.ihre yertaögensverhältmssc prüfen und sie nach dem zehnten-Teil ihres Einkommens» eiuf^hätzen, so'dass eines der grössten Aergernisse, die-wir ihnen geben, ufed wodurch sie gegen das Chri/tentum übjerhaupi eingenommen 'wurden, die geringe Mildtätigkeit ist, welche Wir Christen für die Armen an den Tag legen: ein Aergernis. welches, beiläufhjl bemerkt und zu unserer Beschämungausgesprochen, -ebne Zweifel noch grösser sein würde, wenn die Juden .uns näher betrachteten, ujßHAvenn sie die erkünstelte Zerstreutheit sähen, die verschiedene unter uns verhindert, die Hände zu bemerken. Welche ihnen an den Kirchentüren unsere Bettler entgegen strecken.- Von Geistlichen sei noch der pro- ^estantischePredigl-r Presse 1 erwähnt, der inlieft"! seines 'grossen Werkes „DieZerstieuung des Volkes Israelsschreibt: „Was für Beispiele Hessen sich da ermitteln von Liebe der Kinder gegen die Eltern und Geschwister, von Wohltätigkeit gegen Bedüritige Kranke, Fremdlinge. Verunglückte: was für Beispiele, wie sauer es sich die Väter und Mütter werden Hessen, um die ihrigen .durchzubringen, .sie zu versorgen . . . . - .Aber auch wer ihnen ferner steht, ein wenig beobachtet, bemerkt doch wohl einige eigentümliche.Tugenden .;. . wie selten eine Armen-'

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