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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-08-01 · 9 (1.8.1938) · p. Seite 78

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
15 (1938)
Issue
9 (1.8.1938)
Date
1938-08-01
Page
Seite 78 (sequence 2)
Language
German
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78 Jüdisches Qemeindebkatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 8. 38 XV. Nr. 9 renz Vertreter der jüdischen VVanderungs- Organisationen in Deutschland unter Führung der Reichsvertretung mehrere Tage in Evian anwesend, nämlich das geschäfrsführende Vorstandsmitglied der Reichsvertretung, Dr. Otto Hirsch, der Leiter ihrer Wanderungsabteilung. Dr. Paul Eppstein, das Vorstandsmitglied des Hilfsvereins der Juden in Deutschland. Dr. Werner Rosenberg, und für das Palästina-Amt der Jewish Agency for Palestine das geschäftsführende Vorstandsmitglied - das Keren Hajessod in Deutschland. Dr. Michael T r a u b. Die jüdische Oeffentlichkeit in Deutschland hat einen Anspruch darauf, zu erfahren, wie die Delegation ihre Aufgabe auffaßte und wie sie diese Aufgabe erfüllte. Es kam darauf an. darzutun. in welchem Umfang bei den Juden in Deutschland neben der Auswanderungs bereit schaft die Fähigkeir zur Auswanderung und zur Einordnung in den Ländern der Einwanderung gegeben ist Dabei wurde bedeutsames Zahlenmaterial über die A!tersr und Berufsgliederung der Juden in Deutschland verwertet. Daß das Problem der Unterbringung von noch rund 200000 Juden aus Deutschland (und 100 000 Juden aus Oesterreich) bei aktiver .Mitwirkung der Einwanderungsländer auf längere Sicht nicht unslösbar sei, konnte aus der rund 150000 Menschen umfassenden jüdischen Auswanderung aus Deutschland seit 1933 bewiesen werden, einer Auswanderung, die zwar zum Teil mit finanziellen Mitteln der ausländischen jüdischen Hilfsorganisationen, aber (mit Ausnahme von Palästina) ohne organisierte Bemühung der Einwanderungsländer selbst durchgeführt worden ist. Daran mußte sich der Hinweis auf die Notwendigkeit des Ausbaus der Einrichtungen zur Vorbereitung der Auswandernden im Inland und Ausland durch verstärkte Zuführung zu den handarbeitenden Berufen anschließen. Von besonderer Wichtigkeit war das finanzielle Problem. Zu seiner Lösung ist infolge der rapide fortschreitenden Verarmung der Juden in Deutschland, aber auch wegen der Beschaffung der für Einwanderung und Einordnung erforderlichen Devisenbeträge die Hilfe des Auslands in noch stärkerem Maße als seither notwendig. Am Betspiel des Palästina- ■ und des Ahreit-Transfers konnte gezeigt werden, wie durch den Transfer von Eigenmitteln vermögender Auswanderer auch die Auswanderung minder- und unbemittelter Familien ermöglicht und gefördert werden kann. Schließlich wurde die Notwendigkeit sofortiger Ausarbeitung eines Auswanderungsplans und der beschleunigten Durchführung aller einzelnen Maßnahmen zur Verstärkung der Auswanderung mit besonderem Nachdruck betont. Die Delegation der Reichsvertretung ha; diese Grundlagen für den erforderlichen Auswanderungsplan in einem mit statistischen Beilagen versehenen Memorandum zusammengefaßt, das der Konferenzleitung, einer Reihe von Regierungsdelegationen, sowie den großen jüdischen Hilfsorganisationen des Auslands (Council for German Jewry. Ica, Joint und Jewish Agency for Palestine) überreicht und dessen Inhalt in eingehenden mündlichen Darlegungen ergänzt wurde. Mit den Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde W i e n konnte zuvor festgestellt werden, daß man in der Beurteilung der Aufgabe vollständig übereinstimme und daß diese Übereinstimmung auch bei den Besprechungen zum Ausdruck gebracht werden solle. Besonders förderlich waren die Unterredungen mit den Vertretern der nordameri- Juwelen, Gold, Silber Silbergeräte, Schmuck, Trauringe Bestecke echt Silber und versilbert Richnowsky Stuttgart, Eberhard»! r. 23 Anu.Verkauf. Umarbeitungen, g.b. 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