Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 15 (1938)
- Issue
- 5 (1.6.1938)
- Date
- 1938-06-01
- Page
- Seite 47 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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XV< Nr. 5 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 6. 38 47 war der Leiter des Landschulheims Herrlingen, Hugo Rosenthal, gewonnen worden, der auf pädagogischem Gebiete anerkannter Fachmann ist. Anstaltsdirektor Theodor Rothschild begrüßte die sehr zahlreichen Anwesenden und führte u. a. aus, daß die Bereitstellung materieller Mittel allein nicht genüge, um unserer Notlage gerecht zu werden. Alle Hindernisse könnten nur durch weise Lebensentfaltung überwunden werden — und hierzu müßten die i n n er e n Mittel in Anwendung kommen, die auf eine Antwort auf jüdisches Gesamtschicksal abzielen. Das Jüdische, so betonte der Redner, muß leitendes Prinzip unserer Schulen sein, die junge Menschen zu objektiven Trägern jüdischen Geistes machen wollen. E s allein ist die Wertskala für den gesamten Unterricht. Direktor Rosenthal begann sein geistvolles Referat mit der Peststellung, daß jede Schule, die von einer Körperschaft als Willensausdruck der Gemeinschaft getragen sei, nur die Aufgabe haben könne, Träger des Judentums heranzubilden. Innerhalb dieser Erziehung fällt dem Hebräischen eine besondere Aufgabe zu. Die Form einer solchen Schule ist wandelbar, ihr Wesen aber ist unveränderlich. Die Zweckerziehung, die wir bis zur Wende unserer Geschicke der Jugend angedeihen ließen, hielt dem Leben letztlich nicht stand, und so darf eine echte Erziehung auch nicht auf Zwecke gerichtet sein; ihr Ziel ist vielmehr zeitlos und gilt doch für jede Zeit. Jüdische Jugend muß zum Kämpfer, zu „Israel" erzogen werden. Auch beim Hebräischen muß man an das Ziel, das ist die gliedhafte Verbindung mit der Gemeinschaft, anknüpfen. Mittels der heiligen Sprache sollen die sittlichen Ideen des Judentums aus seinen Urquellen wahrgemacht werden. Wenn unsere Jugend Träger des Judentums werden soll, dann muß sie wieder aus den Quellen empfinden können: denn jüdische Bildung ohne hebräische Sprache ist nicht denkbar. In der Aussprache betonte Dr. Albert Steiner, daß er sich nicht gegen das Hebräische als solches richte, sondern nur für einen der realen Wirklichkeit entsprechenden Anteil dieser Sprache am Gesamtunterricht eintrete. Nach seiner Auffassung müsse man auf den Zweck sehen, um das Ziel verwirklichen zu können. Er und die vielen Partner seiner Auffassung wollten das Hebräische nicht verbannen. Im übrigen entwickelte der Redner nochmals die Ideen, die er unlängst an dieser Stelle dargestellt hat. — Dr. S i e gfried Gumbel stellte fest, daß der Oberrat eine Uebereinstimmung mit den Eltern wolle; er erhebe aber in der Frage des Lehrplans den Führungsanspruch auf Grund seiner Erfahrungen und der Erkenntnisse verantwortlicher Pädagogen. Aufgabe der Schule Proviant und Erfrischung f Ur Reis« und Sport finden Sie in großer Auswahl Im Haus feiner Schokoladen-Erzeugnisse SchloBstraße 68 / Telefon 63840 / Postatr. 17 Et Zur Auswanderung nach NEW YORK bevorzugen Sie die beilebten Schiffe der Red Star Linie mit wöchentlichen Abfahrten. Nur eine komfortable Klasse! Auf Wunsch koschere Verpflegung Fahrpreis Antwerpen-New York ab * 100.50 — ca.RM.251.- NAhere Auskunft erteilt die Red Star Linie Ha ITl blJ rg \ 9 Ferdlnand.tr. 64-68 sowie das konzessionierte Reisebüro Siegffriad Schwarzschild Stuttgart, KSelgttr. 43a und all« ReleebUros RED STAR LINIE Jt\A-4 fM£Si\ Allee A. *W. Le VI" /Stuttgart n »tr. 20,1. Stock, Tel. 27715 Reichhaltige Auswahl In Vorhangstoffen / Möbelstoffen / Teppichen Bettumrandungen / Reisedecken usw. Ankauf von Silber (Münzen, Altu. Bruchsilber) GumbeliCo.K.G. Wertttltti feiner SiHwarMtei Hallbronn a.N., Fnuthrtwttr.it Gen. Besch. 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