Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 15 (1938)
- Issue
- 2 (15.4.1938)
- Date
- 1938-04-15
- Page
- Seite 13 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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XV. Nr. 2 Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg 15. 4. 38 13 Bruder und Mein lieber Miu, unser guter Vater, Schwager Emil Mayer Bankier wurde uns gestern nach Ungern schweren Leiden durch einen sanften Tod entrissen. In tiefer Trauer: Frau Juli« Mayer geb Kiefe Fritz Mayer Marl« und Lotte Mayer und dt« Qeachwlater 17. April 1988 Am 6. April wurde nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden Herr Emil Mayer aus unserer Mitte abberufen. Der Entschlafene war viele Jahre Mitglied unseres Kollegiums und hat sich In unendlicher Tatkraft mit seinen großen Kenntnissen und seiner vorbildlichen Gewissenhaftigkeit jederzeit selbstlos zur Verfügung gestellt Sein Andenken wird daher von uns und der ganzen Oemelnde stets In hohen Ehren gehalten werden. Israel. Vorsteheramt Ulm I. A. R. A. Dr. Leopold Hirsch Vorsitzender Stuttgart, New York, im April 1938 Anläßlich der Krankheit und des Ablebens meinet unvergeßlichen Gatten, unseres guten Vatera, Schwieget. , Vaters und Großvaters Max Osterberg gingen um so viel« Beweise freundtchaftlichen Mitgefühls zu. daß wir außerstande sind, unteren Dank einzeln abzustatten. Wir bitten deshalb, ihn auf diesem Wege sagen zu dürfen. — Wir danken auch dem Israel. Oberrat, .dem Israel. Gemeinde vors teheramt, dem Rabbi na t, der Chewra Kadischa, dem Jüd. Schwesternheim sowie allen anderen jüdischen Verbanden, die uns in schwerem Leid wohl' tuende Anteilnahme bezeugten. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Lina Osterberg Stuttgart, April 19S8 Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich dea Hfstacbeldeai unserer lieben Mutter. Großmutter, Schwägerin und Tante, Frau Rahel Rosenberger geb. Bambargar eprechen wir auf diesem Wege unseren innigen Dank iui. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Amalie Bechhöfer gab. Rosenberger Heinz L. Loeser Anneliese Loeser ■**. um Vermahlte Stuttgart Berlin, Bodenschestr. SA bei Dr. HolettcH 12. April 1938 Dr. med. dent. Hellmut Straus Klärchen Straus geb. Weinberg Vermahlte Bet-Alfa (Palästina) Tolhelm b. Hellbronn Ramatojln Pulda Zahnarzl •eSwCSOttl ab 4. April 1938: 9«h«nn««Sf»oB« 16 (Straßenbahnhaltestelle Draleck, Linien 3,18 und 20) Neue Rufnummer: 66119 Prof. Dr. Simmel Facharzt für innere Krankheiten verzogen nach: Stuttgart N.Sees tr. 64 / Tal. 25225 Haltestelle SattleretraBc Sprechstunden wie bisher: 12 ble 13 und 15 bla 17 Uhr Samstag nur: 12 bis IS Uhr Auch Ihre Familien-Anzeige in das Oemeindeblatt. Wir haben unsere Kanzlei von CharlottenstraQe 19 nach «fberftartlstro/ie f (Eingang Obere BeehstraOe) verlegt Telefon wie bisher Nr-: 20444 Dt Wolf «f Hldiinzcv II Meine Kanzlei habe ich von Charlottenstraße 19 nach tberftardstrafle 1 (Eingang Obere DachstraBe) verlegt. Telefon wie bisher Nr.: 23229 vte€ftts€Mttwr€iU 3)r. Cstertag Pessach bei Bloch! Große Speisen.Auswahl. Kaffee zu allen Tageszeiten. Pessach.Gebäck. Berthold Gottlieb Reisevermittlung SchioBstr. 54 / Telefon 65654 ab I.Mai 1938 Marienstraße 2,1.Stock gegenüber dem Wilhelmsbau Jüdische Winterhilfe in Württemberg Hilfe für mehr als 1200 Bedürftige! — Nahrung, Kleidung [und Warme für sie — das ist, auf die kürzeste Formel gebracht, das Ergebnis der Jüdischen Winterhilfe in Württemberg 1937/38. Seelischer Trost, neuer Mut'zum Leben auf der Seite der Bedürftigen — das Bewußtsein erfüllter Pflicht, das solidarische Bekenntnis zur (Gemein» schaft auf der Seite der Helfenden — das sind die ideellen Ergebnisse dieser Leistung. — Von dem Vertrauen unserer Gemeinschaft getragen, durften wir Sachwalter sein ebenso der Opferbereitschaft wie der tätigen Hilfe. — Unsere Aufgabe wäre jedoch nicht voll erfüllt, wären wir nicht auch Treuhänder des Dankes der Hilfsbedürftigen unserer Gemeinschaft, den wir allen denen abstatten, deren Spende den Lebenswillen der Betreuten mit neuer Kraft erfüllen half. — Aber das Elend wird immer größer; wiederum müssen wir darum bitten, in den kommenden Monaten der Jüdischen Nothilfe in Württemberg zu gedenken, die auch fernerhin berufen ist, die täglich steigende Not zu lindern. — Stuttgart, den 16. April 1938 Oberrat dar Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs Jüdische Winterhilfe in Württemberg