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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-01-01 · 19 (1.1.1938) · p. Seite 169

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
19 (1.1.1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 169 (sequence 3)
Language
German
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XIV. Nr. 19 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 1. 38 169 gemeinschaftlich mit den süddeutschen Verbänden eine Erklärung der jüdischen Presse übergeben, aus der hervorgeht, daß die neuen Pläne des Preußenverbands, das Ersuchen an die nichtpreußischen Verbände, sich dem Preußenverband anzuschließen, um eine tatsächliche Vertretung der jüdischen Gemeinden in Deutschland zu bilden, vom Oberrat und den anderen süddeutschen Verbänden nicht geteilt wird. Die Reichsvertretung bemüht sich mit Hilfe von ausländischen Unterstützungen, das große Werk der Berufsausbildung. Berufsumschichtung, Auswanderung, Schule usw. zu erfüllen. Dazu bedarf sie aber nicht nur der ideellen, sondern auch der materiellen Unterstützung der Gemeindemitglieder; deshalb sind wir verpflichtet, in unserem Etat die Lasten aufzunehmen, die die Reichsvertretung von uns verlangt. Der Haushaltplan der Zentralkasse mit seinen verschiedenen Anträgen war bereits früher vom Finanzausschuß der Isr. Landesversammlung in eingehender Beratung erörtert worden, und so konnte der Berichterstatter und Vorsitzende des Finanzausschusses, Religionslehrer Emanuel Adler -Cannstatt, erklären, daß der Finanzausschuß den Haushaltplan und den Steuerbeschluß einstimmig angenommen hat, und daß die Bitte an die übrigen Abgeordneten gerichtet wird, sich diesen Beschlüssen ebenso einstimmig anzuschließen. Ein großer Teil der Ausgaben des Haushaltplans ist zwangsläufig, weil er die Gehälter für die Beamten des Oberrats, die Rabbiner, die Lehrer, die Ruhegehaltsempfänger und Empfänger von Hinterbliebenenbezügen enthält. Wenn der Haushaltplan selbst so spät vorgelegt wird, so beruht dies darauf, daß zwar die Ausgaben viel früher festgestellt werden könnten, daß aber der Steuerbeschluß abhängig sei von der Veranlagung der Gemeindemitglieder zur Reichseinkommensteuer und Vermögenssteuer des vorigen Jahres. Es will der ,0berrat diese Steuer nicht aufbauen auf der Veranlagung des Vorvorjahres, weil die Verhältnisse gerade der jüdischen Steuerzahler sich in einer starken dauernden Abwärtsentwicklung befinden. Der Haushaltplan enthält auch in diesem Jahr wieder einen Beitrag für die beihilfebedürftigen Gemeinden, der den Oberrat instandseizen soll, den kleinen Gemeinden, in deren Reihen sich große Not findet, tatkräftig zu helfen, und einen Beitrag zur Erhöhung des Pensiönsfonds. Das Plenum beschloß lediglich in einem Punkt eine Abweichung von den vorgeschlagenen Zahlen, indem es eine höhere Summe für die kulturelle Betreuung bewilligte, die den Kulturbünden des Landes zugutekommen soll. Gerade diese Aufgabe, die der Milderung der seelischen Not dienen soll, wurde von der Landesversammlung besonders gutgeheißen. Die Ausgaben schließen mit einer Gesamtsumme von RM 363 327.98 die Einnahmen mit RM 83 325.07 ab; der dann entstehende Abmangel von rund RM 280 000 soll durch die gleiche Umlage wie im Vorjahr von 6,5 vom Hundert auf Grund der Reichseinkommensteuer 1936 und dreifachen Vermögenssteuer nach dem Vermögensstand vom 1. 1. 35 veranlagt auf 1. 4. 36 erhoben werden. Bei der Vermögenssteuer sollen jedoch die bis 1. 1. 37 eingetretenen Aenderungen berücksichtigt werden, und zwar die Neu- und Nachveranlagu ngen. Der für die Nichtveranlagten im Vorjahre beschlossene Tarif wurde insoweit abgeändert, als die steuerfreie Grenze von RM 1700.— auf RM 1000.— herabgesetzt wurde, so daß auch die Nichtveranlagten mit einem Einkommen von RM 1000.— an eine Umlage zu bezahlen haben. Die Landesversammlung hat es abgelehnt eine Sonderregelung für die veranlagten Ledigen 7u treffen, jedoch kann auf Antrag der Oberrat in HSrtefällen einen Nachlaß von 20 vom Hundert gestatten. Der Antrag des Isr. Vorsteheramts Mergentheim auf Uebernahme der Rabbinatsgehaltsbeiträge der Landrabbinatssitze wurde abgelehnt, wie auch die gesamte Uebernahme der Rabbiner- und Lehrerbeiträge auf die Zentralkasse. Die Landesversammlung hat sich ferner gegen die Erhebung eines einheitlichen Steuerumlagesatzes ausgesprochen. — Der Oberrat hat der Landesversammlung den Antrag vorgelegt, die unständigen Lehrer, die z. Zt. ihre zweite Volksschullehrerdienstprüfung noch nicht ablegen können, innerhalb der Besoldungsgruppe vorrücken zu lassen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllt haben, u. a. auch die Ablegung der zweiten Religionslehrerdienstprüfung. Die Landesversammlung hat sich diesem Antrag angeschlossen. Ebenso wurde efn Antrag des Isr. Lehrervereins betreffend die Abfindung von Lehrern, die aus dem Dienste des Oberrats ausscheiden, mit gewissen Abänderungen angenommen. Es bezweckt dieser Beschluß, daß d»e Lehrer, die auswandern wollen, aber noch nicht ruhegehaltsberechtigt sind, in Anlehnung an das Deutsche Beamtengesetz eine Zev> isse Abfindung erhalten; auch hierfür gelten besondere- Bedingungen, die die Landesversammlung beschlossen hat. Danksagungen ins Gemeindeblatt! Göppingen, Haifa, Stuttgart, Offenbach Mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Biuder Mi 1 ton Rohrbacher ist am 23. Dezember 1937 im 73. Lebensjahre nach längerer Krankheit sanft verschieden. , Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Berta Rohrbacher geb. Liebmann Stuttgart, 27. Dezember 1937 Unser lieber Vater, Schwiegervater, Biuder, Schwager und Freund Julius Pollock ist am 25. Dezember nach kurzem, schweren Leiden sanlt entschlafen. Die Beisetzung erfolgte nach seinem Wunsch in aller Stille. Die trauernd Hinterbliebenen Edith Rost Josef Wechsler Verlobte Stuttgart Hegelslr. 62 26 Dezember 1937 J Ellen Weinsteiner Willy Jordan Verlobte Frankfurt a. t\. Bad Cannstatt Bad Cannstatt Kerlstr. 38 Dtzember 1937 Artur Lewinsohn Lisa Lewinsohn geb. Straui Ve r m a h 11 e 21. Dezember 1937 Stuttgart Schvabetr. 177 Statt Karten Für die uns bezeugte Teilnahme anlaßlich des Hinscheidens meines lieben Mannes David Kern sage ich im Namen aller Hinterbliebenen herzlichen Dank. Carola Kern. Heilbronn, Dezember 1937. JKax Jakob Grabdenkmäler seit 26 Jahren Nürnberg, Sofienstr. 15 in STUTTGART: Rotebühlstraße 159 Allen denen, die zum 90. Geburtstag In Liebe meiner gedachten, mOdite ich herzlichen Dank sagen. Emma Samson STUTTGART , Statt Karten Für die uns anläßlich unserer Vermähiung erwiesenen Aufmerksamheiten danken wir auf diesem Wege herzlich. ISI GUT/AANN UND FRAU HILDE Stuttgart gab. Meyer /-\ Für die uns anläßlich unseres 60. Geburtstages erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir auf diesem Wege herzlichst. B. Levi. Oberl. i. R. A. Adler. Oberl. i.R Roecnbergstr. tll Tubingerstr. 107 Stuttgart J Erich Bach u. Frau Mirjam geb. Stern zeigen die Geburt eines Stammhalters an. N a h a r i a. Post Haifa 23. Dezember 1937 v _._* Werber für dosGemeindeblott

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