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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-01-01 · 19 (1.1.1938) · p. Seite 170

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
19 (1.1.1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 170 (sequence 4)
Language
German
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170 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 1. 38 XIV. Nr. 19 Dr. jur. F. Erlanger Licencie en droit de la Faculte de Paris "hat seine internationale A n w.a I ts pr ax is verlegt nach 10 rue Pauquet, Paris (16) Tel.: Passy {33 23 rne M Zieiirmit Zentralheizung, möglichst fließendem kalt, u. warm. Wasser, in freier Lage, per I.April 1938 gesucht Angebote unter E H5& an das Qemeindeblatt. OFFENE (STELLEN Achtung t Keine Origmalzftugn sae den Bewerbungen beifügen! Zeugnisabschriften Lichtbilrler usw stets mit Namen u. Anschrift inres Besitzers versehen I Gesucht für sofort oder später jüdischer Lehrling für Zuachnelderei in .Stuttgarter Textiltabrik. 3 jiar Lehrzeit m.Wochenlohn. Verlangt wird unbed. Einlüg ine u Bereitwilligkeit für jede einschlägige Arbeit Oll. u E 1187 a ii Oemendebl. Lehrstellen für den Kaufmannsberut u. für den Lithographenberuf für Ostern 1938 zu besetzen. Lehrzeit 3 bzw. 4 Jahre. Bezahlung nach Tarif. Angeb. an U.' Lc vi, loh. 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Auch diesem Antrag, von dem sich der Oberrat einen gedeihlichen Einfluß auf das religiöse Leben in Württemberg verspricht, wurde einstimmig zugestimmt. — Dem Hauptlehrer Karl Kahn an der Jüdischen Schule in Heilbronn wurde der Titel „Oberlehrer" der Jüdischen Schule Heilbronn verliehen. Sowohl Haushaltplan als auch Steuerbeschluß und verschiedene andere Beschlüsse wurden einstimmig von der Landesversammlung gutgeheißen. Hierauf erstattete der Vorsitzende des Rechnungsprüfungs-Ausschusses, Hugo D av i d so h n - Stuttgart, den Bericht über die vorgenommene Prüfung der Rechnung der Zentralkasse für die Rechnungsjahre 1930, 1931 und 1932. Die Prüfung ergab, daß diese Rechnungen vollkommen in Ordnung sind und sich Anstände nicht ergeben haben. Es wurde in Aussicht gestellt, daß bis zur nächsten Landesversammlung die Rechnungen 1933—1936 zur Prüfung vorgelegt werden. Zum Schluß darf gesagt werden, daß der Arbeit des Oberrats und seines Büros von allen Seiten Anerkennung gezollt wurde. — Die Versammlung nahm einen harmonischen Verlauf, und es konnte der Präsident der Landesversammlung die Tagung mit dem Bewußtsein schließen, daß sich Landesversammlung und Oberrat redlich bemühen, ihren Teil zur Hebung der jüdischen Not und zur Förderung der religiösen Aufgaben im Land zu leisten. „Die Tageszeiten" Zur Aufführung des Oratoriums von G. Pb. Telemann in der Kunstgemeinschaft. Was wir an unserer Kunstgemeinschaft, ihrem Sing- und Instrumentalkreis und vor allem an dem künstlerischen und organisatorischen Leiter dieser Organisation im Sinne eines wirklichen Kulturträgers besitzen, das wurde bei der Aufführung der „T a g e s z e it e n" von G. Ph. Telemann am 18. Dezember vor. Jahres wieder einmal so recht deutlich. Wer einen .Ueberblick über die künstlerische Arbeit in den einzelnen jüdischen Qroßgemeinden des Reiches hat, darf mit freudigem Stolz immer wieder feststellen, daß bei uns in Stuttgart Höchstleistungen geboten werden. Und dabei liegt das Besondere dieser Arbeit darin, daß sie von weitesten Kreisen unserer Gemeinde selbst aktiv getragen wird, daß alles, was uns aus solchen Abenden als Erlebnis zuwächst, einem gemeinschaftlichen künstlerischen Willen entströmt, daß Chor und Orchester unter der Leitung von Karl Adler zu einer Einheit geworden sind, deren konzertanter und pädagogischer Eigenwert gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Beim Niederschreiben dieser Zeilen denken wir an jenen Abend im Dezember 1933, da Sing- und Instrumentalkreis sich zum erstenmal unserer

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