Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 14 (1937-1938)
- Issue
- 14 (16.10.1937)
- Date
- 1937-10-16
- Page
- Seite 119 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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XIV. Nr. 14 Jadisches Gemeindeblatt fürdie Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 10. 37 119 Oberrat der Isr. Religionsgemeinschaft Württembergs Stuttgart-W, Königstraße 82 An sämtliche Gemeindemitglieder in Stadt und Land! Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland hat wie im vorigen Jahr in Gemeinschaft mit sämtlichen Landesverbänden und großen Organisationen der Juden in Deutschland für die Jüdische Winterhilfe1937138 einen Hufruf herausgegeben, durch welchen die Juden in Deutschland darauf aufmerksam gemacht werden, daß sie auch im kommenden Winter wieder die Hufgabe haben, die Jüdische Winterhilfe durchzuführen. Huch in Württemberg wird die Hrbeit nunmehr aufgenommen. In dankenswerter Weise hat sich Herr Direktor Gottfried Gumbel wieder zur Verfügung gestellt. — Von allen Juden in Württemberg erwarten wir, daß sie nach besten Kräften dazu beitragen, die zahlreichen Bedürftigen unserer Gemeinschaft vor Hunger und Kälte zu bewahren. Durch die Auswanderung sind unsere Reihen kleiner geworden, die Zahl der Bedürftigen ist aber wesentlich gestiegen. Das heißt: Zunahme der Not, Hnwachsen des Hnteils der Hilfsbedürftigen. — Die Zahl der Opferfähigen unter uns ist geringer geworden. Wir müßten an unserer Hufgabe verzweifeln, wüßten wir nicht, daß die Zurückbleibenden sich auch dem erhöhten Hnspruch nicht entziehen werden. Darum ergeht heute der Hufruf unserer Gemeinschaft an alle unsere Mitglieder: Spendet für die Jüdische Winterhilfe! Gebt Ihr, was an Opfer möglich Istl Es muß die Jüdische Winterhilfe In die Lage gesetzt werden, den ständig wachsenden Einforderungen gerecht zu werden I Der Oberrat erbittet und erwartet von allen die gleichen Leistungen, wie sie das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes verlangt. Die Richtlinien hierfür kommen auf Seite 118 dieser Zeitung zum Hbdruck. >r>. Wir machen im Zusammenhang mit diesem Hufruf auch auf die Hufgaben aufmerksam, _ die weiterhin von der Jüdischen Nothilfe in Württemberg durchgeführt werden müssen. Im Zusammenhang mit dem Zentralausschuß für Hilfe und Hufbau und der Jüdischen Nothilfe in Württemberg wird ja zur Zeit eine große Sammlung durchgeführt, die sich aber nicht an HUe wenden kann und von der nicht HUe erfaßt werden. Wir erwarten deshalb, daß der jetzige Hufruf dazu beiträgt, daß jeder Einzelne außer seiner Spende für die Jüdische Winterhilfe auch seine Spenden für die Jüdische Nothilfe in Württemberg entrichtet. — Wir wissen, daß wir große Opfer verlangen.-Sie sind durch die Schwere der Zeit bedingt.— Dr. Gumbel. Ehrenamtlicher Leiter der Jüdischen Winterhilfe in Württemberg: Direktor G. Gumbel, Stuttgart, Cäsar Flaischlenstraße 7 / Geschäftsstelle: Stuttgart, Gartenstr. 15, 1. Stock, Fernspr. 62085 / Postscheckkonto: Jüdische Winterhilfe in Württemberg, Stuttgart Nr. 17747; Giro-Konto: Städtische Girokasse Stuttgart Nr. 62091. lieber die Geldspenden hinaus werden folgende Sammlungen veranstaltet: a) Eintopfspenden monatlich einmal, b) Pfundsammlungen monatlich einmal. Wir bitten, die Hnzeigen in dem „Jüdischen Gemeindeblatt für die Israel. Gemeinden in Württemberg" sowie die Hnschläge an den Synagogentüren, an jüdischen Vereins- und Speisehäusern, genauestens zu beachten. Für die Jüdische Nothilfe in Württemberg können Spenden überwiesen werden an: Israel. Fürsorgeamt Stuttgart, Postscheckkonto Nr. 18493; Landesverband für Israelitische Wohlfahrtsbestrebungen (L. J. W.) e. V., Stuttgart, Postscheckkonto Nr. 16985. Anträge auf Beihillen sind umgehend bei der Geschäftsstelle einzureichen.