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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1936-02-02 · 21 (2.2.1936) · p. Seite 164

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
21 (2.2.1936)
Date
1936-02-02
Page
Seite 164 (sequence 2)
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— 164 — die Scheidenden ungefähr folgende Worte: „Sie, mein lieber und sehr verehrter Herr Flegenheimer. haben in nunmehr beinahe 2Sjähriger ununterbrochener Dauer ihre Kraft und Ihr Wissen dem Oberrat zur Verfügung gestellt. Ihn abgeklärte und ruhige Art, mit wenigen Worten viel s.igend, hat unsere Beratungen'gar oft gefordert und in Zweifelsfragen haben wir uns gerne vor der Erfahrung und der Weisheit des Alters gebeugt" 1 11; old Lwi verlas einen Brief, den das bisherige K' iKeium an Flegenheimer gerichtet hat, in dem iii-hi hindere darauf hingewiesen wurde, daß der i)be: at durch du Errichtung der Flcgenhcimer-Stiftini_ ei- Anlaß des Ta. ■-lebiirtstagcs den Dank für sein« der K« ligüeisgenieinscdaft geleisteten Dienste bereits /um Ausdruck gebracht habe. Es darf noch erwähnt v. erden, dal! Flegenheimer der letzte vom König ernannte t 'herkirchenv orsteher der früheren Israelitischen i dierkireheiibehürdc war. An t ieneralkonsul Straus richtete Levi u a. folgende Werte: „Sie haben in «hü s-.lts Jahren Ihrer Zugehörigkeit zum Oberrat es g.i;t. i sonders v erstanden, die Herzen der Kolleia.’iii1..' etter n gewinnen. Ihr Weitblick. Ihre Klügln" lioe Weltg* vv aitdtheit haben uns in vielen Dinei: bervortagefde Dienste geleistet und uns gar oft ,'e- •. htigeri W« _ gezeigt. Schwer wird dem i »betrat «!I, 1 r: i::.:i!i„ V->|, lim:::. dessen gerade Oesinnung und In. Herzensgute bei federn Zusammensein zutagi t' iten, vv e j.i Ihre ganze Persönlichkeit jedem I III in um oi: b.-oiideren ' hrc gereicht". Auch ihm wiii.a .-ui Itaiiksiluefhen ■i »berrais übergeben, das /III \i-e-: „ci> .-eilt wurde. -Zun: Sg't.ub feilt, I.opoid I Vi mit, dal! das Man- .! I, ,;«•» I i-u-r ,7s .«Fg: laufen sei und daß es in die H.itul« der i ligd.s,. sammlnng hiermit zuriickgegs-ben werde. l:r"-ch:..; mit den Worten: „Wir glauben, unser« PL.vht örtiillt zu haben und wünschen, daß an <:-:!••« tu -er«." Religionsgemeinschaft Männer treten, .he im hohen \ erantvv.i'rtung-si vvußtsein und in l.ii le ui ' u iiiciiiscbaff ihr Können und ihre Kraft zur \ . i"111l.. : „ -t Len * iott segne unser schwer bedrucktes Juc,. tmim l>:--. . tits-er. Vusfuhrungen nahm die Landesvers eiiiniiuu mit großem Beifall auf. \h i.r kurzen Mittagspause wurde die Wahl d-. ■ "«;: :. itv : iimmin. Dabei ergab sich folgende /iisarmn« iellmig: ehrenamtliche Mitglieder des Ober- ,.-fs sind o p; | d L e v i-Stuttgart. Moses H r z- >1.1,1, X,.-: li's lirekt'.r R --1 h s c h i I d-Eßlingen, Rechts* .11,vv dt Irr \l .. n f r .. il Sehe u’e r-Mcilbronn. Rechtsanvv dl l>r Paul T a n / e r->tuttgart. Zum Präsidenten ' * >1 errals w urde das bisherige rechtskundige Mitglied. K, chts-nvv a>! I)r. Siegfried tiumbel- II« lioronn. /lim stellvertretenden Präsidenten wie bishtr i , , . Id Lwi gewählt. Di« Herren erklärt-,i. die W ,1:1 in/unchmen und wurden hierauf von dem Präsidenten der Landesversammlung verpflichtet. Durch diese Wahl schieden die Herren Dr. Scheuer und Dr. Tänzer aus der Landesversammlung aus. Ihre Ersatzmänner, die der Versammlung anwohnten, und zwar für Dr. Tänzer Moritz Marx-Stuttgart, für Dr. Scheuer Adolf Her z-Sontheim, wurden neu verpflichtet. so daß die .Landesversammlung wieder mit ihrer Vollzahl von 19 Mitgliedern besetzt ist Im weiteren Verlauf der Tagung wurden die Ausschüsse, die die Landesversammhing nach der Verfassung haben muß, gewählt. Damit war die Tagesordnung beendet und der Präsident der Landesversammlung schloß die Tagung mit dem Dank für die geleistete Arbeit. Wir erwähnen noch, daß vor der Mittagspause Rabbiner Dr. Schlesinger, Buchau, einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag mit dem Thema „Heiliges Volk" hielt. Einen Auszug aus diesem Referat veröffentlichen wir in der nächsten Nummer. Von der Tätigkeit der Jüd. Winterhilfe in Württemberg. Zugleich ein statistischer L’eberblick. Die Jüdische Winterhilfe in Württemberg ist nach den Richtlinien aufgezogen worden, die von der Zen tralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland nach Genehmigung durch die Amtsleitung des Winterhilfswerks des Deutschen Volkes herausgegeben worden sind. Diese Richtlinien stellen die Beihilfen durch iic Winterhilfe als zusätzliche Leistungen heraus, sie setzen die Einkommensgrenze fest, bis zu der noch W mlerhilfc gewährt werden kann, sie bestimmen die Art und den Umfang der Unterstützungen und regeln schließlich die Aufbringung der erforderlichen .Mittel durch Spenden. Eintopf- und Pfundsammlung, wobei die von dem Einzelnen zu erhebenden Beiträge prozentual festgesetzt find. Die Jüdische Winferhilfe in Württemberg konnte ihre Tätigkeit erst mit einiger Verspätung, in den letzten Tagen des vergangenen Oktober, aufnehmen. Sie hat seitdem sowohl in Stuttgart als auch auf dem Lande ihre Arbeiten gefördert und sich der Erfüllung der ihr obliegenden Aufgaben zugewandt. Die Leistungen der Jüdischen Winterhilfe bestehen im wesentlichen in Kohlen, für die die Gutscheine des W interhilfswerks des Deutschen Volkes ausgegeben werden, in Lebensmitteln, die allmonatlich zur Verteilung gelangen, in einzelnen. Fällen in Barunterstüt/ung sowie in der Zuweisung von Kleidern. Wäsche. Schtthvverk nsw. In Groß-Stuttgart wurden im Januar 22 i -Parteien mit zusammen 477 Personen von der J.W.H. bc- 3c%£UeUde% 3täum. Ais Mose die göttliche Offenbarung emp. fangen sollte, wollte gem jeder Äaum, daß Gott gerade in ihm erscheine. Der Feigenbaum, der Weinstock, der Granatapfelbaum, der Jlußbaum, der Olbaum, der Zohannisbrotbaum, die Weide, die Zeder rühmten sich ihrer Vorzüge, die Fruchtbäume ihrer Früchte, die Zeder ihres Wuchses, die Weide ihrer Biegsamkeit, und ein jeder hielt sich für. wert, der Daum der Offenbarung zu werden. Nur der Dornbusch hiett sich zurück, und sprach kein Wott, denn er dachte: „Was ist schon an mir? Zch bin voller Stacheln, trage keine Frucht, und die Menschen ritzen sich ihre Haut an mir wund." Aber Gott sprach: „Zch will mich gerade im Dornbusch dem Mose zeigen, damit auch der Unscheinbare Ruhm erlange." Und der Herr offenbarte sich dem Mose im brennenden Dornbusch. Hofe fl unödmanuii bin (S Orion: „Dom «Aorten Oden, der Arche Jtooh und dem »eisen fffoif Salomo" Schotten.Suchet et treut, das sind 10,85% der jüdischen Seelenzahl in Stuttgart, wobei zu berücksichtigen ist, daß sich unter den 477 Unterstützten 45 Personen ( 9,43% der Unterstützten) befinden, die der jüdischen Religionsgemeinschaft nicht angehören. In Göppingen wurden 39 Personen betreut (11,80«;,), in Hall 28 Personen ( io°», in Heilbronn 72 Personen (= 10,65•/»), in R e x i n g e n -37 Personen (— 14,4 %), in B a d Mer- •;ci:theim 22 Personen (= 130 •), in Ulm 50 Personen (= 9,43%). in Buchau 40 Personen ( 16,66%), in Buttenhausen 27 Personen ( 30%), Im Ganzen ist die Not und damit die Unterstützung durch die J.W.H. auf dem flachen Lande noch wesentlich größer: in einigen Landgemeinden steigt die Zahl der Unterstützten auf nahezu 100 % der jüdischen Einwohner. Insgesamt werden im ganzen Lande Württemberg 556 Parteien zu 1189 Personen unterstützt, was einem Prozentsatz von 12,75% entspricht. In der Zahl von 1189 sind 66 ( 5,55% der Unterstützten) Andersgläubige enthalten. Der Auswanderer kauft PHÖNIX-NÄHMASCHINE » RADIO Kupfer & Co. Gerttrstr aßt 1 Tel 610 85 Rtua-Ä* s :-e- S\-* J. BAUER & Co. S TUTTGART Rotebühlstr. 67c Eck« SHberburgstraea« MASCHINEN unaWERKZEUGE ZUR EISEN-, BLECH- U. 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